Bobby Eaton's Ring Of Honor

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    • Ring Of Honor – Road To The Title (28.07.2001)

      aus der Welsh-Ryan Arena in Evanston, Illinois
      Zuschauer: 4.500

      Zu Beginn der Show gibt es kleines und kompaktes Hype-Video, welches uns noch einmal die acht Teilnehmer des heutigen Turniers um die ROH Heavyweight Championship zeigt. Direkt zum Ende des Videos landen wir allerdings in einem Büro und dort sitzen Bobby Eaton und Jim Cornette. Im Vergleich zur letzten Show hat man die richtigen Schlüsse gezogen und lässt diesmal Cornette reden. Dieser gibt bekannt, dass dies soeben ein nettes Hype-Video war. Leider Gottes haben er und Bobby als Verantwortliche dies nun jedoch über den Haufen zu werfen. Seit dem Ende der letzten Show habe Niemand mehr Vampiro oder auch Dustin Rhodes gesehen. Beide sind auch bis jetzt nicht in der Halle. Dementsprechend müssen Beide vom Turnier abgezogen. Es liegt jedoch eine Botschaft von Vampiro vor, welcher sich im Laufe der Show äußern möchte. Die beiden japanischen Stars Gedo und Jado werden an deren Stelle ins Turnier rutschen. Zusammenfassend also ein False Advertisment. Den Fans wurden Rhodes und Vampiro in Matches versprochen, stattdessen sehen wir nur Gedo und Jado. Sofern die Storyline dadurch ins Rollen kommt, kann man es durchgehen lassen, so etwas sollte aber nicht zum Regelfall werden.

      Der angesprochene Gedo ist schließlich auch direkt Teil des Openers. Er trifft auf seinen Landsmann Shinsuke Nakamura. Es entsteht ein sehr flottes Match, welcher stark im Puro-Styles geführt wird. Man versuchte im Match zwar Alles um Gedo möglichst lange als gleichwertig darzustellen, doch durch seine Nachnominierung und die unterschiedliche Positionierung der beiden auf den bisherigen Cards war das Ende abzusehen. Nakamura kann letztlich den Kinasha durchbringen und ins Halbfinale einziehen. (Winner: Shinsuke Nakamura – Time: 07:00 – Rating: ***)

      Nach einer Werbepause steht bereits das zweite Match des Turniers auf dem Programm. Der zweite Nachnominierte Jado steht dabei im Ring und duelliert sich mit Christopher Daniels. Den Fallen Angel kann man hier den riesigen Siegeswillen anstehen, denn ein Match gegen Nakamura würde im Halbfinale folgen. Ein Match gegen den Mann, welcher ihn bei der ersten Show ins Gesicht spuckte. Dementsprechend ist dieses Match eine noch klarere Angelegenheit als der Opener. Jado verfehlt letztlich mit einer Top Rope Aktion und muss die Angels Wings einstecken. Das folgende Cover ist dann die Endstation. (Winner: Christopher Daniels – Time: 06:00 – Wertung: ** 3/4)

      Bison Smith befindet sich kurz darauf im Ring und fragt wer seine Open Challenge angenommen habe. Er hat jeden Big Men des Wrestlinggeschäfts herausgefordert und sei bereit Vollgas zu geben. Es erscheint Jerry Tuite (bekannt als The Wall aus WCW) im Eingangsbereich und nimmt die Herausforderung an. Tuite stapft zum Ring und die beiden Kolosse blicken sich tief in die Augen. Smith geht in die Seile und setzt zu einem Shoulderblock an, doch Tuite bleibt einfach stehen und beginnt zu Grinsen. Tuite verlässt daraufhin wieder den Ring und wirft Bison nur ein „Next Week“ zu. Ein ganz nettes Big Men Segment, welches Beiden etwas Scheinwerferlicht gab. Keiner von Beiden musste viel reden, sondern sie konnten mit ihrem gewaltigen Auftreten überzeugen.

      Viertelfinale Nummer 3 folgt. EZ Money und Steve Corino treffen dabei aufeinander. Sowohl Money und Corino sind bisher noch ungeschlagen bei Ring of Honor und haben ihren Platz im Turnier verdient. Es entsteht ein nettes Match und der erfahrenere Corino schafft es immer wieder androhende Offensivaktionen von Money clever zu unterbinden. Nach einiger Zeit landet Money aber mit einer spektakulären Springboard Clothesline. Es soll das Crash Landing folgen, doch Corino kontert mit einem Small Package und kann Money mit einem Griff an die Hose bis drei auf der Matte halten. Nettes Match, mit einem Ende, welches zu Corino passte, aber das Match letztlich nicht verdiente. (Winner: Steve Corino – Time: 07:00 – Wertung: ** 3/4)

      Wir schalten erneut ins Büro von Bobby Eaton und Jim Cornette. Diesmal spricht Eaton (Cornette wäre auch hier besser gewesen). Beautiful Bobby gibt bekannt, dass bei der nächsten Show nicht nur ein ROH Heavyweight, sondern auch ROH Tag Team Champions gekrönt werden. Acht Teams werden in zwei Four Way Tag Team Elimination Matches aufeinandertreffen. Die siegreichen Teams duellieren sich im Anschluss um die Titel. Bobby wünscht allen Beteiligten viel Erfolg.

      Das letzte Viertelfinalmatch folgt an dieser Stelle. Low Ki und Bryan Danielson treten dabei erstmals in Single Comeptition und nicht in einem Triple Threat Match an. Es entsteht das bisherige Match des Abends und vor allem Danielson möchte endlich seinen ersten Sieg einfahren. Es geht viel Hin und Her und es ist die längste der vier Viertelfinalpaarungen. Zum Ende des Matches kann der Warrior Low Ki die Kontrolle übernehmen und einen harten Double Foot Stomp vom Top Rope landen. Es soll der Ki Krusher 99 folgen, doch Danielson kann sich freikämpfen und bringt aus dem Nichts einen brutalen Dragon Suplex in die Ringecke durch. Der zurückfallende Ki wird direkt mit einer Oklahoma Roll eingerollt und bis drei auf der Matte gehalten. Uff. Erste Überraschung des Abends. Low Ki war einer der Turnierfavoriten. Mit einem Sieg des bisher sieglosen Danielson war nicht unbedingt zu rechnen. (Winner: Bryan Danielson – Time: 12:00 – Wertung: *** 1/2)

      Wir sehen an dieser Stelle einen Videoeinspieler. Dustin Rhodes ist an einen Mast gekettet und Vampiro umkreist ihn. Rhodes ergreift auf Wunsch von Vampiro das Wort und sagt, dass er verdammt enttäuscht ist. Er habe es sich selbst und allen Kritikern beweisen wollen, doch wie so oft in seinem Leben habe er versagt. Er konnte nie die Fußstapfen seines Vaters füllen, er war ein schlechter Ehemann und Vater und wird nie eine Ikone in diesem Business werden. Vampiro hat ihm gezeigt, dass er nicht bereit dazu sei. Vampiro ergreift nun das Wort und erwähnt die Seven Deadly Sins (Sieben Todsünden). Dustin werde alle sieben dieser Sünden durchlaufen und danach entsteht ein neuer und nicht mehr aufzuhaltender Dustin Rhodes. Der immer noch festgekettete Rhodes nickt nur zum Abschluss des Segments. Diese Wandlung habe ich eher nicht kommen sehen. Ich dachte sie wollen Dustin Rhodes wirklich als Dustin Rhodes etablieren. Nun geht man aber wieder in eine Weirdo-Schiene. Lassen wir die Storyline erst einmal anlaufen. Das Segment war auf jeden Fall sehr stark, da mit Dustin und Vampiro zwei verdammt starke Talker sind und das Segment getragen haben.

      Halbfinalzeit. Shinsuke Nakamura vs. Christopher Daniels. Holla die Waldfee. Welch starkes Match direkt in der dritten Show. Und die Beiden gaben auch Vollgas. Man nahm den Beiden auch direkt ab, dass sich innerhalb der kurzen Verweilzeit der Promotion schon einige Spannungen zwischen den Beiden entwickelt haben. Daniels ging mit viel Aggression gegen Shinsuke vor und konnte auch früh die Kontrolle übernehmen. Zwei stärkere Phase von Nakamura wurden immer durch die eingreifende Allison Danger unterbunden und der Fallen Angel übernahm wieder die Kontrolle. Genau dieses Szenario sollte beim dritten Versuch jedoch schief gehen. Daniels und Danger kollidierten und Nakamura kam direkt mit dem Kinshasa angeflogen. Das Cover ging bis drei und Nakamura konnte das erste Duell mit Daniels für sich entscheiden und zeitgleich ins Finale um die ROH Heavyweight Championship einziehen. Starkes Match, aber auch hier überrascht mich der Sieger. Nakamura ist nicht fulltime bei Ring of Honor und steht nun im Finale. Das lässt den finalen Ausgang des Turniers etwas vorhersehbar erscheinen. Nach dem Match schlägt Daniels einen feiernden Nakamura nieder und spuckt auf diesen um sich zu revanchieren. (Winner: Shinsuke Nakamura – Time: 16:00 – Wertung: ****)

      Wir sehen einen weiteren Einspieler. Erinnert sich noch Jemand an Coach. Also nicht an Jonathan Coachman, sondern an den tatsächlichen Coach? Er war kurzzeitig Manager von Mr. Perfect Curt Hennig und heißt mit richtigem Namen John Tolos. John „Coach“ Tolos wie er sich jetzt nennt ist auf einem Trainingsplatz und im Hintergrund sehen wir Scoot Andrews auf einer Laufbahn joggen. Der Coach sagt, dass man ausschließlich mit harter Arbeit zum Erfolg kommt. Er habe nur Champions trainiert. Er korrigiert sich. Er hatte mal einen Schützling namens Curt Hennig und dieser hat im entscheidenden Moment versagt. Er sei nie ein World Champion gewesen. Dieses Versagen sei dann auch auf ihn zurückgefallen. Er wolle nun seinen Namen wieder reinwaschen und die nächsten Superstars kreieren. Die Tolos Squad wird Ring of Honor schon sehr bald dominieren. Nettes und überraschendes Segment. Tolos ist solide am Mikrofon. Schön auch wie man dessen Vergangenheit bei der WWE eingebunden hat.

      Main-Event Time. Steve Corino vs. Bryan Danielson. Ein verdienter Main-Event, da Beide im Viertelfinalmatch leistungstechnisch abgeliefert haben. Eigentlich wurde hier mit Corino vs. Ki gerechnet. Das Match hatte ein gutes Tempo und Danielson hatte verdammt viele Near-Falls gegen den erfahreneren Corino. Mit seinem schönen Suicide Dive konnte Danielson auch die erscheinenden CW Anderson und Simon Diamond ausschalten und im Anschluss Corino in seine Cattle Mutilation (einen Underhook Crossface Submission Move) nehmen. Corino schreit vor Schmerzen und es sieht hier nach einem Tapout aus. CW Anderson kann den Ringrichter jedoch einen kleinen Schubser geben, sodass dieser in die Cattle Mutilation fällt und den Move unterbindet. Die Ablenkung nutzt Diamond zu einem Slingshot gegen Danielson. Corino folgt mit einem brutalen DDT. Der Ringrichter zählt den Pinfall durch und der King Of Old School steht im Finale. Ein erwartetes Ende eines guten Main-Events. Die Beiden haben eine starke Chemie. Corino ist aufgrund seines Standings der richtige Sieger und Danielson wurde ebenfalls gestärkt. (Winner: Steve Corino – Time: 18:00 – Wertung: ****)

      Meinung des Bookers:

      Solide dritte Show. Die Matchqualität war wieder gut. Das Roster funktioniert wirklich. Die Storylines haben auch gut „Heat“ und daher steigen die Ratings. Das Turnierfinale wird jetzt noch mal wichtig. Da will ich eigentlich, dass Corino und Nakamura eine Bombe raushauen. Auch die sonstigen Storys mit Vampiro vs. Dustin, die jungen Wilden mit Danielson und Ki, der Aufbau von Daniels zum Heel und auch die Etablierung einer Big Men Division funktioniert ganz gut. Mal sehen wie die nächste Show so ankommt.
    • Ring Of Honor – Crowning A Champion (11.08.2001)
      aus der Welsh-Ryan Arena in Evanston, Illinois
      Zuschauer: 4.600

      Wir sehen zu Beginn der Show ein nettes Hype-Video. Es wird noch einmal kurz der Weg von Shinsuke Nakamura und Steve Corino ins Finale gezeigt und die große Frage gestellt, wem die Ehre gebührt als erster ROH Heavyweight Champion in die Geschichte einzugehen. In einer kurzen Nebensequenz wird auch darauf eingegangen, dass die ROH Tag Team Championship heute an die ersten Titelträger vergeben wird. Der Opener wird dabei das erste Qualifying Match für das Finale darstellen.

      Ein Fatal Four Way Tag Team Match eröffnet die Show. Ale Teams befinden sich bereits im Ring, man hat anscheinend Zeitdruck um die randvoll gepackte Show im vorgegebenen Zeitlimit zu halten. Im Ring befinden sich die Extreme Horsemen (CW Anderson & Simon Diamond), The Dark Souls (Berserko & Demono), die Badstreet Boys (Christian York & Joey Matthews) sowie Da Hit Squad (Mafia & Monsta Mack). In einer schönen Hommage an die letzte Show attackieren Mafia & Monsta Mack direkt die beiden Vampire um sich für die bittere Niederlage zu revanchieren. Demono und Beserko werden beide mit harten Powerbombs außerhalb des Rings gegen die Ringpfosten ausgeschaltet und sind von da an kaum noch ein Faktor im Match. Die beiden anderen Teams mögen sich zwar nicht, arbeiten aber schlussendlich gegen die dominierenden Gangster zusammen. Es ist letztlich York, welcher eine Powerbomb/Big Splash-Kombination von Mafia & Monsta Mack einstecken muss. Daraufhin ist allerdings CW Anderson zur Stelle und befördert Mafia mit einem Spinebuster auf York. Diamond befördert Monsta Mack aus dem Ring und CW kann York zum Sieg pinnen. Wenig überraschende Sieger. Die Story rund um Da Hit Squad wird weitergesponnen. Sie sind dominant, aber nicht erfolgreich. Die Horsemen sind bekannte Gesichter und gerade als Partner von Steve Corino haben sie einen starken Stand bei den Fans. (Winner: Extreme Horsemen – Time: 08:00 – Rating: ** ¾)

      Direkt nach dem Match flippen Mafia und Monsta Mack wieder aus. Sie können es nicht fassen trotz großer Dominanz erneut verloren zu haben. Es gibt kein Tag Team auf diesem Planeten, welches sich mit ihnen messen kann. Und würde es endlich mal Team vs. Team heißen und es nicht immer diese sinnlosen Multi Team Matches sein, würden alle Fans da draußen sehen, wer die wahren Gangster von Ring Of Honor sind. Nach diesen Worten schallt plötzlich ein lautes „K-R-O-N-I-K“ durch die Halle, welches mit einem lauten Rock-Beat hinterlegt ist. Und zur Sensation aller Anwesenden erscheinen tatsächlich Bryan Clarke und Brian Adams auf der Rampe. Die Beiden marschieren zum Ring und Clarke lässt sich ein Mikrofon geben. Er sagt, dass KroniK die Herausforderung von Mafia und Monsta Mack annimmt. Bei der nächsten Show heißt es Team vs. Team. Ganz nettes Segment. Clarke und Adams zogen gut Reaktionen, aber ich hoffe, dass KroniK nur Mittel zum Zweck sind um Da Hit Squad weiter aufzubauen. Einen langen der Beiden im Jahr 2001 kann ich mir nicht vorstellen.

      Es folgt direkt das zweite Fatal Four Way Tag Team Match. Diesmal dürfen Divine Storm, das Spanish Announce Team, Gedo & Jado, sowie die zusammengewürfelte Einheit aus Brian Kendrick und Bryan Danielson Teil des Matches sein. Es wird ein kurzes Video eingespielt, als die beiden Letzteren zum Ring kommen. Sie sagen in die Kamera, dass sie ihren Coach Shawn Michaels stolz machen wollen und heute die Texas Wrestling Academy repräsentieren werden. Das Match selbst ist durch die Auswahl der Beteiligten etwas flotter und ansehnlicher als der Opener. Vielleicht wäre es cleverer gewesen diese beiden Matches zu tauschen. Alle vier Teams dürfen offensiv punkten und am Ende sind es tatsächlich Danielson und Kendrick die das Glück auf ihrer Seite haben. Danielson trifft Jose Maximo mit einem Running Knee. Kendrick folgt mit dem Sliced Bread #2 und bringt dem Außenseiterteam die Finalteilnahme ein. (Winner: Brian Kendrick & Bryan Danielson – Time: 08:00 – Wertung: ***)

      Nach einer kurzen Werbepause folgt direkt das nächste Match. Jerry Tuite befindet sich bereits im Ring und Bison Smith stapft zum Selbigen. Währenddessen wird noch einmal ein kurzes Video zur Konfrontation dieser Beiden aus der vergangenen Show eingespielt. Es wird relativ früh im Match klar, welches Ziel man mit diesem Aufeinandertreffen verfolgte. Tuite hat im Mainstream-Bereich zumindest eine gewisse Popularität und Smith soll einfach als Monster aufgebaut werden. Tuite kann nur in der Anfangsphase des Matches etwas punkten, danach gerät er durchgehend in die Defensive. Nach einem harten Lariat folgt Smith noch mit der Bison Bomb. Das folgende Cover ist nur noch Formsache. Das Match war kein Leckerbissen, aber erfüllte seinen Zweck um Bison als Monster darzustellen. (Winner: Bison Smith – Time: 05:00 – Wertung: * ½)

      Wir sehen nun einen Videoeinspieler von Vampiro. Dieser arbeitet mit einem immer noch gefesselten Dustin Rhodes an der Abarbeitung der Seven Deadly Sins. Die erste Todsünde ist dabei der Hochmut. Vampiro bittet Dustin nun auszuführen woran sie tagelang gearbeitet haben. Dustin erwähnt, dass er wirklich an Hochmut litt, als er bei Ring of Honor unterschrieben hat. Er dachte er sei das Gesicht der Company und würde der erste ROH Heavyweight Champion werden. Dann habe er jedoch direkt sein erstes Match verloren und er sei es nicht würdig das Gesicht der Promotion zu sein. Er wird in Zukunft mit weniger Hochmut und mehr Fleiß an seine Aufgaben gehen. Vampiro ist zufrieden und als Belohnung verpasst er Dustin zwei harte Schläge mit einem Singapure Cane gegen den Kopf. Eine Wunde an der Stirn öffnet sich und Vampiro sagt, dass man heute noch an der zweiten Todsünde arbeiten wird. Das Segment war durchaus etwas „weird“. Die Idee mit den Seven Deadly Sins ist ganz nett. Aber wohin das am Ende genau führt kann wohl keiner so wirklich sagen.

      Um noch etwas Zeit zwischen den Halbfinal- und der Final-Begegnung um die ROH Tag Team Title zu gewinnen bekommen wir ein zusammengewürfeltes Six Man Tag Team Match präsentiert. Die drei englischen Vertreter in Form von Doug Williams, Five Star Flash und Jody Fleisch treffen dabei auf Low Ki, Amazing Red und EZ Money. Die Kombination der Teilnehmer ist dabei sehr gut getroffen. Red/Money und Fleisch/Flash liefern Spot-Wrestling vom Feinsten, während sich Williams und Ki mit einer Mischung aus Strong-Style/Technical Wrestling messen. Es ist ein kurzweiliger Spaß mit dem besseren Ende für die amerikanische Seite. Low Ki kann Jody Fleisch am Ende einer Move-Aneinanderreihung mit einem harten Double Foot Stomp vom Tope Rope treffen und so den Sieg für sein Team einfahren. Das Match diente dazu etwas Zeit zu füllen und Low Ki nach seiner letzten Niederlage etwas Momentum zurückzugeben. (Winner: Amazing Red, EZ Money & Low Ki – Time: 07:00 – Wertung: ** ¾)


      Nun ist es aber soweit. Nach einer weiteren Werbepause steht das Finale um die ROH Tag Team Championship an. Das zusammengewürfelte Duo in Form von Brian Kendrick und Bryan Danielson bekommt es mit den Extreme Horsemen bestehend aus CW Anderson und Simon Diamond zu tun. Als erstes Match auf der Card bekommt das Duell endlich etwas mehr Zeit und somit auch Raum um von Minute zu Minute zu wachsen. Kendrick und Danielson beweisen sehr gute Chemie und können sich immer wieder aus den dominanten Phasen des eingespielten Teams freikämpfen. Gegen Ende des Matches nimmt CW den armen Kendrick mit einem heftigen Spinebuster eigentlich aus dem Match. Danielson kann für einige Zeit allerdings in Unterzahl „überleben“ und mit einem Double Running Knee Strike gegen beide Gegner punkten. In der Schlusssequenz packen die beiden Youngster plötzlich eine Hart Attack (Finishing Moves der Hart Foundation und Gegner in einer grandiosen Fehde gegen die Rockers samt Mentor Shawn Michaels) gegen Simon Diamond und schaffen damit wirklich die Sensation. Nettes und überraschendes Ende. Zeitweise wirkte es so, als würden die Horsemen heute mit einem-zwei Titeln die Arena verlassen. Mit Kendrick/Danielson gab es einen grandiosen Upset und Feel-Good-Moment für die Zuschauer in der Halle. (Winner and NEW!!! ROH Tag Team Champions: Brian Kendrick & Bryan Danielson – Time: 16:00 – Wertung: *** ¾)

      Wie angekündigt folgt an dieser Stelle das zweite Segment mit Vampiro und Dustin Rhodes. Am Szenario hat sich nichts geändert. Rhodes ist immer noch angekettet und Vampiro bittet ihn erneut zu sprechen. Dustin erwähnt, dass die zweite Todsünde der „Neid“ sei. Er will erst nichts zu diesem Thema sagen, doch Vampiro schlägt immer wieder mit der Faust auf ihn ein und nach ca. 10-20 Wiederholungen gibt Dustin auf. Er sagt, dass er es hasse sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Sein ganzes Leben sei er neidisch auf seinen Vater gewesen. Es ginge immer nur Dusty hier, American Dream da. Er habe im Anschluss überhaupt keinen Raum erhalten um sich selbst zu finden. Es sei einfach davon ausgegangen worden, dass er in die Fußstapfen seines Vaters tritt und die Erfolgswelle weiterreitet. Die Zeiten haben sich aber geändert und er schaffte es nie an die Spitze des Business. Er sei neidisch auf seinen Vater, auf dessen Erfolge und auf dessen Popularität. Dustin hat nun Tränen in den Augen und Vampiro zeigt sich zufrieden und feiert den Fortschritt. Wow. Grandioses Segment hier. Dustin hat die Promo wahnsinnig echt und lebendig rübergebracht. Die Wandlung des Dustin nimmt Formen an, mal sehen wo uns das Ganze hinführt.

      Und jetzt geht die Show noch einmal richtig los. Steve Corino vs. Shinsuke Nakamura um die ROH Heavyweight Championship. Mama-Mia. Das Match startet nicht langsam und abwartend, sondern beide Akteure haben ein offenes Visier und Corino lässt sich gerade zu Beginn voll auf den japanischen Strong-Style von Shinsuke ein. Dies bekommt ihm aber nicht zu 100%, denn er muss einige harte Kicks einstecken und gerät ins Hintertreffen. Mit einigen cleveren und auch leicht unsportlichen Attacken bringt er sich aber zurück ins Match und das Duell ist durchgehend offen und ausgeglichen. CW Anderson und Simon Diamond erscheinen nach einiger Zeit im Entrance-Bereich. Ein Eingriff wird aber direkt von deren vorherigen Gegnern Brian Kendrick und Bryan Danielson verhindert. Nakamura übernimmt derweil die Kontrolle im Ring und bereitet den Kinshasa vor. Plötzlich steht jedoch Christopher Daniels auf dem Ringapron und deutet an Nakamura anzuspucken. Er täuscht dies aber nur vor, Nakamura weicht dennoch erschrocken zurück und läuft direkt in einen klatschenden Superkick von Corino. Der King of Old School folgt direkt mit einem heftigen Piledriver und das folgende Cover geht tatsächlich bis drei. Starker Main-Event. Leichte Abzüge durch das unklare Ende, aber laut NJPW durfte man Nakamura wohl nicht ganz so schwach darstellen. Ein gelungener Schlussakt für ROH Crowning A Champion. Alles in Allem eine überzeugende Show. (Winner and NEW!!! ROH Heavyweight Champion: Steve Corino – Time: 20:00 – Wertung: ****)

      Meinung des Bookers:
      Wirklich eine zufriedenstellende Show, wenn sogar nicht mehr. Beide Title Matches haben super funktioniert. Corino ist das Gesicht der Promotion und Kendrick/Danielson wurden als ernstzunehmende Jungstars platziert. Dazu nimmt die Storyline rund um Dustin Rhodes und Vampiro Tempo auf und kann hoffentlich die Zuschauer begeistern. Der Push von Bison Smith hat auch begonnen, Matchqualität ist natürlich ausbaubar. Das Debüt von KroniK kam nur mittelmäßig an. Vermutlich wird es hier eher eine kurze gemeinsame Zusammenarbeit sein. Ich habe jedoch ein körperbetontes und starkes Tag Team gegen Da Hit Squad benötigt und der Markt ist echt rar.