[Nachruf] In Memory Of Big Van Vader

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • [Nachruf] In Memory Of Big Van Vader



      IT`S TIME, IT`S TIME - IT`S VADER TIME!
      (Rest In Peace Leon White)

      “The Man They Call Vader” - ist tot. Leon White, so sein richtiger Name, verstarb im Alter von nur 63 Jahren an einer Lüngenentzündung. Vor dieser Erkrankung wurde er bereits am Herzen operiert, eine riskante Operation die er laut Aussagen der Familie gut überstanden hatte. Sein Sohn teilte über seinen Twitter Account mit, das er sich in der auf dem Weg der Besserung befand. Doch leider waren die ganzen Strapazen zuviel für sein schwaches Herz. Bereits vor über einem Jahr teilte Vader den Fans persönlich mit, dass die Ärzte ihm keine lange Lebensgarantie mehr geben können. Doch er wollte nicht kampflos aufgeben, leider sollte dieser Kampf sein letzter gewesen sein.

      Vader gehörte zu den größten und bekanntesten Big Men Superstars aus dem Wrestlingsport. Im Jahre 1983 feierte er sein Debüt im Ring und machte sich schnell einen Namen. Noch bevor er für den amerikanischen Markt antrat, war er bereits in Japan, Mexiko und Europa ein bekanntes Gesicht. In Japan (New Japan Pro Wrestling) feierte er seine größten Erfolge. Es war auch das Land, wo er sich von Bull Power in Vader umtaufen lies. Seine Matches gegen Kenta Kobashi und Stand Hansen sind heute noch unvergessene Konfrontationen. Besonders das brutale Match gegen Stan Hansen, der Vader das Auge aus der Augenhöhle schlug. Doch selbst das war kein Grund für Vader das Match zu beenden, ein guter Beweis für seinen Ruf als harter Brocken.

      Anfang der 90er Jahre wechselte er zu World Championship Wrestling, dem ehemaligen und großen Konkurrenten der heutigen World Wrestling Entertainment. Auch in dieser Company setzte Vader seine dominante Karriere fort, es folgten Storylines mit Sting, Ric Flair und Hulk Hogan. 3 Mal konnte er die WCW World Heavyweight Championship gewinnen, ebenso war er WWE United States Champion. Ebenso wurde er auch von seinem Trainer Harley Race unterstützt, der Vader als Manager tätig war. 1996 wechselte er zu World Wrestling Federation, die damals noch nicht aufgrund der Namensrechte verklagt wurde. Er debütierte im legendären Royal Rumble Match, konnte dies aber nicht gewinnen. Gleich bei seinem ersten Monday Night RAW Auftritte machte er Schlagzeilen, als er aus Storylinegründen Gorilla Monsoon (damals WWF Interimspräsident) mehrfach attackierte. Im weiteren Verlauf unter der McMahon Company trat er gegen Shawn Michaels und dem Undertaker an. Nach einem Sieg gegenüber dem Undertaker am Royal Rumble 1997, ging es mit der Karriere immer mehr Berg ab. Vader verlor nach und nach immer mehr Matches, er mutierte zum Jobber. Nach einem dominanten Start, der aber ohne großen Titelgewinn belohnt wurde, verließ Vader im Jahr 1998.

      Der agile Big Man fand sein Weg zu alten Wurzeln zurück, er kehrte zurück nach Japan. Dort fehdete er gegen Kenta Kobashi und Mitsuharu Miswara um den großen Titel, allerdings war er ihnen unterlegen. Trotz Niederlagen war es der Einsatz im Ring, der Vader unvergessen machte. Trotz seines Körpergewichtes beherrschte er Moves wie den Moonsault. Auch seine Ausdauer und Körperkoordination schienen grenzenlos.

      Gegen 2003 kehrte Vader zurück nach Amerika, völlig überraschend tauchte er in der NWA-Total Nonstop Action Wrestling auf. Damals frisch gegründet durch Jeff Jarrett, den eigentlich auch jeder Fan des Wrestling kennen sollte. Es handelte sich aber nur um kurzfristige Auftritte, es gab keinen nennenswerten Erfolg den er dort feiern konnte.

      2004 wollte er in einem anderen Sportbereich Fuß fassen. Er unterschrieb bei PRIDE Fighting Championships. Für 6 Kämpfe trat er an, bei einem Gehalt von ca. 400.000 US Dollar. Nachdem er diese Kämpfe ausgetragen hatte, unterschrieb er erneut bei World Wrestling Entertainment. Dabei handelte es sich um einen Legendenvertrag. Oktober 2005 wurde er sogar wieder vor den Kameras eingesetzt. Am WWE Taboo Tuesday feierte er sein Comeback, allerdings war er nach wenigen Tagen wieder verschwunden.

      Um ihn wurde es still, kämpfte aber weiterhin im Independent Bereich. 2010 unterstützte er seinen Sohn (Jesse White) in seinem Debüt Match. Bei weiteren seiner Matches war Vader ebenfalls dabei, um die Karriere seines Sohnes zu pushen. Jesse White gelang es dabei auch von der World Westling Entertainment unterstützt zu werden, es kam zum Entwicklungsvertrag. Dies geschah 2011, leider wurde der Vertrag im Jahr 2013 von Jesse White aufgelöst.

      In einer kleinen Storyline rund um Heath Slater und einiger WWE Legenden tauchte auch der Name Vader auf. An einer Monday Night RAW Ausgabe in 2012 war wieder Vader im Ring zu sehen, wo er Heat Slater in einem raschen Match besiegte. Es war sein letztes offizielles Match für das Unternehmen.

      In 2016 trat Vader erneut vor die Kameras, allerdings nicht im Ring. Er war als Hall Of Fame Laudator tätig, der in World Wrestling Entertainment Stan Hansen einführte. Vader gab in diesem Jahr noch bekannt, dass es ihm gesundheitlich nicht gut gehen würde. Am Anfang des Jahres 2017 meldeten sich viele Wrestler, darunter auch Mick Foley, dass Vader in die Hall Of Fame aufgenommen werden sollte. Es war bereits bekannt, dass Vader nicht mehr lange unter den Lebenden sein wird. Leider haben die lauten Stimme keine Aufmerksamkeit erhalten. Anstatt Vader in die Hall Of Fame einzuführen, entschied man sich für Hillbilly Jim. Das Vader nicht in die Ruhmeshalle aufgenommen wurde, machte Wrestlingfans auf der ganzen Welt sehr wütend.

      Und diese Wut wurde vor wenigen Tagen nach Ableben Vaders noch größer. Auf sämtlichen sozialen Medien schimpft man böse über das McMahon Imperium. Keiner kann verstehen, warum man nicht auf Vaders kränklichen Status reagiert habe. So hat man den Fans die Chance genommen ein letztes mal sich von Vader unterhalten und ehrenvoll verabschieden zu lassen.

      Mit Leon White aka. Vader verliert man viel zu früh einen weiteren großen Namen im Wrestling. Er stellte unter Beweis das man trotz einer gewaltigen Körpermasse arbeiten und überzeugen kann. Seinen Einsatz und Leidenschaft für den Sport werden unvergessen bleiben.

      Kleine Anmerkungen:

      - Erster Wrestler der in Japan die IWGP Championship gewinnen konnte, wie ebenso auch die Triple Crown von All Japan
      - Vaders Maske war eigentlich für den Ultimate Warrior gedacht
      - Das Vader Gimmick selbst sollte in Japan eigentlich The Warlord erhalten
      - Geriet hier und da mal mit dem Gesetzt in Konflikt, wo selbst mehrere Polzisten angst / respekt hatten ihn zu verhaften
      - War ein sehr talentierter Pianospieler

      The post was edited 4 times, last by Nature Boy ().