Brock Lesnar - The Path of Destruction continues...

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    • Brock Lesnar - The Path of Destruction continues...

      BROCK LESNAR
      THE PATH OF DESTRUCTION CONTINUES...



      PROLOG


      Eine Farce: Brock Lesnar vs. Goldberg bei WrestleMania XX

      Es ist der 14. März 2004. Die WWE feiert den 20. Geburtstag von WrestleMania im Madison Square Garden. Die Zuschauer erleben eine in vielerlei Hinsicht denkwürdige Show: Der Undertaker kehrt als Deadman zurück und besiegt seinen Halbbruder Kane und Chris Benoit und Eddie Guerrero liegen sich am Ende der Show unter Konfettiregen und den Tränen nahe als World Champions ihrer jeweiligen Brands in den Armen. Doch es gab noch eine weitere Paarung, die im Vorfeld als absolutes Dream-Match bezeichnet wurde, doch in einem Fiasko endete: Brock Lesnar gegen Bill Goldberg.

      Lesnar unterzeichnete einen Entwicklungsvertrag mit der WWE im Jahr 2000, als die Popularität der Company alle Grenzen sprang. Nach einem kurzen Run in der Nachwuchsliga Ohio Valley Wrestling debütierte „The Next Big Thing“ 2002 an der Seite von Paul Heyman und legte einen unvergleichbaren Aufstieg hin: Innerhalb von zwei Jahren gewann Lesnar die WWE Championship gleich drei Mal. Er wurde unmittelbar nach seinem Main Roster Debüt King of the Ring und sicherte sich wenig später den Sieg im Royal Rumble Match. Er bezwang The Rock in seinem ersten World Title Match überhaupt und besiegte zukünftige Hall of Famer wie Kurt Angle, The Big Show oder The Undertaker. Doch zwischen Brock Lesnar und der WWE knirschte es gewaltig.


      Brock Lesnar als WWE Champion im Jahr 2002

      Die WWE investierte viel in Brock Lesnar – einem geborenen Athleten, der wie für die Company gemacht zu sein schien. Der Newcomer, gebaut wie ein junger Adonis, sicherte sich in jungen Jahren die NCAA Division I Heavyweight Wrestling Championship und lebte das Wrestling mit allen Sinnen seines Körpers. Im Sports Entertainment Haifischbecken wirkte der Sportler aber verloren: Die ewigen Reisen, die endlosen Kilometer auf der Road, der fehlende sportliche Wettkampf – all das sorgte dafür, dass Lesnar seinen im Jahr 2004 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte.

      Das Match gegen Goldberg bei WrestleMania XX sollte den krönenden Abschluss darstellen, doch genauso wie Lesnar stand bereits vor der Paarung fest, dass der ehemalige WCW-Superstar die WWE verlassen wird. Die Fans in der Arena haben Wind davon bekommen und diese Auseinandersetzung von der ersten Minute an boykottiert. Die gekränkten Egos von Lesnar und Goldberg spielten das Spiel mit – sie legten absolut keinen Wert auf ein tolles Match und standen sich in langwierigen Stare Downs und gähnenden Minuten ohne körperlichen Kontakt gegenüber. Special Referee Steve Austin traute seinen Augen kaum und die Zuschauer stimmten neben diversen anderen, wenig wohlwollenden Chants den legendären „Na, na, na, na, hey hey, goodbye!“ Abgesang an.


      Steve Austin verpasst Brock Lesnar einen Stunner bei WrestleMania XX

      Brock Lesnar unterlag Goldberg nach einem Spear und einem Jackhammer. Völlig aufgebracht streckte das „Next Big Thing“ daraufhin die Mittelfinger in die Luft – augenscheinlich für die Fans, in Wahrheit aber für Steve Austin und allen voran Vince McMahon, der Lesnar im Vorfeld zu besänftigen versuchte, ihn aber nie wirklich erreichen konnte. Doch die WWE wäre nicht die WWE, sollte am Ende nicht doch ein Company Guy dominieren – dieses Mal Ringrichter Steve Austin, der sowohl Lesnar als auch Goldberg mit seinem Signature Move, dem Stunner, niederstreckte.

      Der Mann, den die WWE wie niemanden zuvor in den Himmel gepusht und ihn Erfolg um Erfolg geschenkt hat, hat mit diesem Kapitel seines Lebens abgeschlossen – so schien es zumindest an diesem denkwürdigen Abend am 14. März 2004.




      KAPITELÜBERSICHT

      Kapitel 1: Brock Lesnar schockt die WWE - erneut!
      Kapitel 2: Brock Lesnar setzt ein brutales Zeichen
      Kapitel 3: Sperre niemals ein Biest ein
      Kapitel 4: Das Biest unter Kontrolle?


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    • KAPITEL 1
      BROCK LESNAR SCHOCKT DIE WWE - ERNEUT!






      Monday Night RAW 15/03/04: No. 1 Contendership Battle Royal

      Eric Bischoff mit einer großen Ankündigung


      Triple H verlor bei WrestleMania XX die World Heavyweight Championship im Triple Threat Match gegen Chris Benoit und Shawn Michaels, als er im Crippler Crossface von ersterem via Submission aufgeben musste.

      Mit einer Krause um den Hals betrat Hunter zusammen mit Ric Flair die Arena und blickte angefressen durch die Zuschauermengen, die lautstarke „You tapped out!“-Chants von sich gaben. Hunter, der wie immer einen maßgeschneiderten Anzug trug und die Kampfspuren im Gesicht durch eine Sonnenbrille überdeckte, stimmte den Fans zwar zu. Doch es sei ein Match gewesen – ein Match, nicht mehr und nicht weniger. Eine Nacht habe noch keine Legenden hervorgebracht, so HHH, und deswegen sei er sich sicher, dass RAW General Manager Eric Bischoff ihm dahingehend zustimmen würde, dass die World Heavyweight Championship so schnell wie möglich wieder von Chris Benoit entfernt werden müsse.

      Shawn Michaels, Hunters Intimfeind, unterbrach das Schauspiel aber umgehend. Er stellte sich Triple H im Seilgeviert gegenüber und erklärte, dass HHH mitten im Ring abklopfen musste – er sei der Mann, der das Match verloren habe. Und deshalb sei es nur richtig, wenn Michaels selbst eine Chance auf die World Heavyweight Championship bekommen würde und nicht Hunter, der sich erst einmal wieder nach oben kämpfen müsse. HHH stellte sofort energisch klar, dass er bereits oben sei – dafür bräuchte man keinen Titelgürtel, sondern Talent.

      World Heavyweight Champion Chris Benoit ließ nicht lange auf sich warten und betrat unter lautstarkem Jubel die Arena. Grinsend stellte er sich auf die Stage und hielt sich gewohnt wortkarg, als er klarstellte, dass er es jederzeit mit Shawn Michaels und Triple H aufnehmen könne – auch gleichzeitig. Er werde diesen Titel nicht durch große Reden zu Prestige verhelfen, sondern nur durch Matches, Kämpfe, Schlachten – er sei ein „Fighting Champion“!

      RAW General Manager Eric Bischoff tauchte nach diesen Worten ganz zur Freude von Triple H auf. Hunter wusste, dass er im Zweifel auf Bischoff zählen kann, denn bereits in der Vergangenheit wurde der „Cerebral Assassin“ mehrfach von ihm bevorzugt. Triple H steckte sich bereits genüsslich ein Kaugummi in den Mund und lauschte den Worten von Bischoff, der sich auf der Ramp zwischen Chris Benoit auf der Stage und Shawn Michaels und Triple H im Ring positionierte. Bischoff wirkte etwas von der Rolle. Der GM meinte, dass er Backstage eine wichtige Neuigkeit von Mr. McMahon bekommen habe und deshalb müsse er RAW zumindest zeitweilen anders führen als bisher. Der Chairman werfe einen kritischen Blick auf den roten Brand, weshalb das heutige Main Event Match eine 20-Man Battle Royal sein würde. Der Gewinner sei der neue No. 1 Contender auf die World Heavyweight Championship.

      Triple H spuckte das Kaugummi entnervt aus und warf sogar seine sündhaft teure Sonnenbrille zu Boden – damit hat er nun wirklich nicht gerechnet. Ric Flair versuchte seinen Schützling zu beruhigen und rief Richtung Bischoff, dass Hunter mit diesen Verletzungen unmöglich teilnehmen könne. Der General Manager erwiderte, dass es dann eben nur 19 Mann in der Battle Royal geben würde – so einfach sei das. Widerwillig musste sich Triple H Eric Bischoff beugen…



      Draft Lottery in der nächsten Woche

      Zur vollen Stunde tauchte WWE Chairman Mr. McMahon auf und verkündete die WWE Draft Lottery für die nächste Woche. Es sei an der Zeit, der WWE ein neues Gesicht zu verpassen. Die General Manager von RAW und SmackDown!, Eric Bischoff und Paul Heyman, werden aus einer Lostrommel diverse Namen ziehen – und es können wirklich jeden treffen, egal ob Champion, Interviewer oder Kommentator.



      In der Überzahl - Hunters Chance?

      Triple H und Ric Flair sprachen vor der No. 1 Contendership Battle Royal Backstage mit General Manager Eric Bischoff. Sichtlich eingeschüchtert versuchte Bischoff klarzumachen, warum er Triple H nicht einfach zum Herausforderer Nr. 1 ernennen könne – dies hätte zu Problemen mit Mr. McMahon geführt, der bekanntlich diese und nächste Woche bei Monday Night RAW zugegen sei. Da in der Battle Royal aber alle Evolution Mitglieder abseits von Triple H teilnehmen würden, also Ric Flair, Batista und Randy Orton, seien ihre Chancen auf einen Sieg ungleich höher – und im Falle des Falles könnte Hunter dann den Spot übernehmen.



      20-Man No. 1 Contendership Battle Royal
      Batista vs. Bubba Ray Dudley vs. Booker T vs. Christian vs. Chris Jericho vs. D-Von Dudley vs. Edge vs. Garrsion Cade vs. Mark Jindrak vs. Matt Hardy vs. Mick Foley vs. Kane vs. Randy Orton vs. Rene Dupree vs. Rob Conway vs. Rob Van Dam vs. Ric Flair vs. Shawn Michaels vs. Val Venis vs. ???


      Alle 19 Teilnehmer betraten für die No. 1 Contendership Battle Royal den Ring, darunter auch Überraschungsteilnehmer wie Mick Foley oder Edge, der seine umjubelte Rückkehr nach langer Verletzung feierte. Kurz vor dem Gong unterbrach aber Chairman Vince McMahon erneut und traute seinen Augen nicht. Es sei eine 20-Man Battle Royal angekündigt worden, er zähle aber nur 19. Eric Bischoff hätte wohl mittlerweile gar Probleme beim Zählen. Der General Manager, der das Geschehen vom Kommentatorenpult aus verfolgen wollte, stand sofort auf und versuchte McMahon zu beruhigen. Dieser beachtete Bischoff aber nicht weiter, sondern hatte eine großartige Ankündigung zu machen, die alle Superstars im Ring und alle Zuschauer auf den Tribünen in Schockstarre versetzen werde: Es werde einen 20. Superstar im Match geben und dieser Jemand sei…BROCK…LESNAAAR!!!

      Die Fans konnten es kaum fassen, als Brock Lesnar auf der Stage auftauchte und grinsend ins Seilgeviert marschierte. Die Battle Royal hat eine ganz andere Dynamik bekommen – und es sollte beinahe unmöglich sein, Lesnar zu eliminieren. Das „Beast“, wie ihn McMahon nannte, eliminierte die meisten Superstars im Match, darunter auch Edge und Ric Flair. Triple H verfolgte das Geschehen Backstage äußerst angespannt und sah seine Felle bereits davonschwimmen, als es Brock Lesnar in die Final Four schaffte – neben Batista, Randy Orton und Mick Foley.

      Batista streckte Lesnar mit einem Spinebuster nieder, als Randy Orton Mick Foley über das oberste Seil auf den Ringrand befördern konnte. Die Hardcore-Legende schied letztendlich aus, weil Ric Flair seine Knöchel wegzog – ein äußerst unfaires Schauspiel!

      Randy Orton und Batista gingen gemeinsam auf Brock Lesnar los, der aber allen Widrigkeiten trotzen konnte. Er konterte eine Batista Bomb zum F5 und eliminierte „The Animal“, woraufhin auch Randy Orton wenig später ausscheiden musste, indem er den RKO nicht vollführen konnte und über die Seile befördert wurde.

      Brock Lesnar gewinnt die 20-Man Battle Royal und ist No. 1 Contender auf die World Heavyweight Championship von Chris Benoit – er hat die Wrestling-Welt erneut erschüttert!


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    • Wow, also mit den ersten zwei Kapiteln hast Du mich gleich mal als Leser gefesselt.
      Interessant, dass Du hier doch das Jahr 2004 gewählt hast. Auf der anderen Seite ein kluger Schachzug, um die WWE-Welt völlig umzuschreiben.
      Wirst Du denn in Zukunft wirklich nur auf die Karriere von Brock eingehen oder postest Du vielleicht auch die Ergebnisse der Shows?
      Das Szenario selbst ist sehr interessant. Lesnar ist eigentlich von der WWE abserviert worden, aber Vince McMahon führt quasi über Nacht einen Putsch über das damals eher WCW-gefärbte RAW (World Heavyweight Belt, Ric Flair, Eric Bischoff, die Evolution als Four Horsemen, das Kommentatorenpult) aus.
      Und er wirft RAW aus den eigentlichen Bahnen.
      Etwas kritisch könnte man jetzt die Draft Lottery hinterfragen. Für Vince könnte sie doch rein theoretisch ein Reinfall werden, wenn Brock Lesnar gleich wieder zu SD gedraftet wird.
      Für Benoit kann es schon eine große Gefahr. Entweder er wird direkt ins SD Roster gedraftet oder er wird wohl spätestens bei Backlash nicht mehr den Titel tragen. Für Lesnar kann es doch nur Gold geben.
      Auf jeden Fall ein ultimativ spannendes Szenario. Macht Spass!

      When the World's Most Dangerous Man becomes WWF Champion...

      WWF 1999 - the Road into a new Millennium
    • Also für die PPVs möchte ich auf jeden Fall die Ergebnisse posten. Ansonsten wird es um Brock Lesnars Weg gehen, das ist der Fokus in diesem Diary. Relevante Dinge, die Lesnar dann auch in weiterem Sinne betreffen, werden aber natürlich erwähnt. Ebenfalls wird hier und da auch die Realität aufgegriffen, z.B. wurde ja jetzt bei der ersten Show die Rivalität zwischen Foley und Orton anders gestartet bzw. angedeutet.

      Ich werde auch nicht jede RAW Ausgabe so breit treten wie im ersten Post. Es kann aber durchaus mal vorkommen, dass ein Kapitel nur eine Ausgabe beleuchtet.

      Wie du bereits erwähnt hast: RAW 02-04 hatte auch einen ganz eigenen Charme, bis dann 05 die Fackel an Batista übergeben wurde und anschließend die Cena-Jahre anbrachen. Mit Lesnar bei RAW wird das ganze nochmal ordentlich durchgewirbelt. Es ist ein Projekt, dass die damaligen Storylines einfach etwas abändert. Manches wird möglicherweise genauso enden wie damals, nur eben ist der Weg dazwischen anders. Ich denke, dass das aktuell ein sehr passendes Projekt ist, da sich die Schreibarbeit in Grenzen hält, ich trotzdem umfangreich planen kann und es darüber hinaus noch in einer Zeit spielt, die mir viel Spaß bereitet. Weiterhin hat mich auch @Nature Boy's Projekt inspiriert.

      Der Draft wird stattfinden, weil man ja auch das große Ganze im Auge behalten muss - und da war es ganz okay, RAW und SmackDown etwas zu durchmischen. Es waren ja nun auch keine großartigen Änderungen damals bis auf die Triple H Geschichte, die ja eher ein Angle war und dann revidiert wurde.
    • Ich denke viele von uns sind in dieser Zeit groß geworden. Durch SD wurde man zumindest als Free TV Seher gut bedient. Eine Stunde auf Tele 5 mit der B-Show und dennoch hatten alle ihre Freude.
      Ich sah damals ja schon die Formate wie Bottom Line oder Afterburn auf Premiere, aber das war auch nicht so viel Wrestling wie heute. Dennoch war man zufrieden damit und sogar Heat und Velocity habe ich immer brav geguckt.^^
      Wenn man bedenkt, dass das Ganze sogar eine Woche zeitversetzt war.^^

      Was ich eigentlich sagen will. @Nature Boy und Du ihr habt eine sehr spannende Phase gewählt, die historisch gesehen sehr wichtig für die WWE war.
      Ich finde es gut, dass Du hier ein neues und kreatives Format gewählt hast und ich bin echt schon auf den nächsten Teil gespannt.

      Betreffend deines Diarys bin ich auch gespannt was aus Randy Orton und Batista wird. Beide haben jetzt ordentlichen Gegenwind. Aber vielleicht hätte vor allem Randy damals noch ein Jahr Midcard gut getan. Der Push war ja dann sehr unkoordiniert.
      Wenn die Ära des Brock Lesnar nun über Jahre RAW prägt, dann bin ich jetzt schon neugierig auf diese andere WWE Welt. Ich denke bei dir wird die Ruthless Aggression Era dann wohl niemals untergehen und das ist auch gut so.^^

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    • Was ich jetzt sage ist wirklich kein Witz: Als ich mein Diary angefangen habe, habe ich sofort überlegt was ich mit Lesnar mache. Nach dem WM Fiasko war das keine einfache Wahl, darum steht er bei mir noch auf der Kippe. Ich hatte aber genau die Idee, die Du in diesem Diary gebracht hattest. Nur wollte ich Lesnar nach RAW Traden, als Königs-Pick. Auch eine Battle Royal war geplant, ich war mir da nur sehr unsicher. Benoit vs. Lesnar wäre sicher eine geile Paarung, aber wie behandelt man Lesnar? In der Zeit hatte er zwar ein Standing, aber nicht das von heute. Nur man möchte ihn ja dominant halten, dass machte mir Sorgen. Alleine Triple H mit ihm im Roster, schwierig zu booken. Da hab ich damals keine Lösung gefunden, bin gespannt wie jetzt den Weg gehen wird.

      Benoit vs. Lesnar wird sicher bei Dir kommen, aber welche Rolle übernimmt dann Hunter? Man kann ihn vorher noch mal gegen Michaels antreten lassen, aber dann muss man wirklich überlegen. Seine Phase war in 2004 dominant, da trifft Platzhirsch auf Platzhirsch. Auch wenn Lesnar nur eine Person ist, so kann und wird er das ganze Roster auf den Kopf stellen.

      Das Format ist interessant, aber vom Feedbacken her eine andere Hausnummer. Vom Lesen her tut sich das gut, hatte auch keine Probleme mit der Vorstellungskraft. Wenn Du noch kleine Details dazu nimmst, wie PPV Ergs. etc, kann man ein Diary in der Form locker ausführen.

      Erinnert sich noch wer an Heller, auf dem alten Board? Er hatte auch ein Diary, wo alles in der Form eines Bericht entstanden ist. Nur das er es auf die ganze Company bezog und nicht wie hier auf eine Person.
    • @Nature Boy: Gerade die Situation mit Hunter im selben Roster finde ich sehr spannend. Zusammen mit seiner Evolution kann man da viele interessante Sachen schreiben. Hunter würde auf jeden Fall überhaupt nicht damit einverstanden sein, dass jetzt jemand anderes ihn überstrahlt bei "seiner" Show. Das von dir angesprochene "Platzhirsch gegen Platzhirsch" würde ich als Zuschauer gerne sehen wollen.

      Auch in der Realität wurde ja Hunter gegen Shawn Michaels nochmal ausgekramt, die hatten bei Bad Blood ihr schier endloses Hell in a Cell Match, was HHH natürlich - Heel hin oder her - standesgemäß gewinnen durfte. ^^

      Vom Feedback her ist das definitiv anders. Manchmal sind sogar mehr als zwei Sätze kaum drin denke ich. Gerade als Schreiber ist das aber erfrischend anders. Drei Kapitel sind schon soweit durch. Das sind recht angenehme Längen von ca. 1 bis 1 1/2 Word-Seiten mit Schriftgröße 10.

      Ich weiß nach wie vor nicht, ob so ein Berichts-Format für eine gesamte Show so angebracht ist. Aber eigentlich macht es @Venom ja schon ganz hervorragend vor, wie sowas auszusehen hat dann.
    • KAPITEL 2
      BROCK LESNAR SETZT EIN BRUTALES ZEICHEN






      Monday Night RAW 22/03/04: WWE Draft Lottery

      Eine Nacht- und Nebelaktion von Mr. McMahon


      Vor etwas mehr als einer Woche war Brock Lesnar schon so gut wie verschwunden aus der WWE, doch nur einen Tag nach WrestleMania XX ist das „Beast“ wieder mehr denn je im Geschehen involviert. Nachdem der ehemalige WWE Champion bei der größten Show des Jahres Bill Goldberg unterlag, feierte Lesnar seine überraschende Rückkehr zu Monday Night RAW – und siegte sogleich in einer 20-Man Battle Royal, die ihn den Posten des No. 1 Contenders auf die WWE Championship eingebracht hat.

      Mr. McMahon persönlich eröffnete nach einem dramatischen Videopaket Monday Night RAW und klopft sich selber auf die Schulter – nur er alleine sei dafür verantwortlich, dass Brock Lesnar noch Teil der WWE sei. Es seien zähe Verhandlungen gewesen, sie haben ihm schlaflose Nächte bereitet – doch er hätte es nicht zulassen können, dass der „größte WWE-Star dieses Jahrzehnts“ die Company verließe. Doch die WWE werde sich immer weiterdrehen und man wisse nie, was als nächstes passiere.



      Die Lotterie ist eröffnet

      Und dies war auch die perfekte Überleitung zur WWE Draft Lottery, die an diesem Abend stattfand. McMahon kündigte die General Manager von RAW und SmackDown! an – Eric Bischoff erschien mit knirschenden Zähnen, während Paul Heyman mit einer Halskrause auftauchte, die er dem Undertaker zu verdanken hatte, der ihn bei der blauen Show einen Tombstone Piledriver verpasste. McMahon wünschte allen Beteiligten viel Glück und erwähnte nochmals, dass wirklich jeder – egal ob Champion oder Kommentator – die Brands wechseln könnten. Beinahe ist Vince schon von der Stage verschwunden, als er sich dann aber doch noch einmal umdrehte und süffisant Richtung Eric Bischoff anmerkte, dass er Brock Lesnar nicht loswerden könne. Was meinte der Chairman nur damit?

      Die Lotterie, die RAW und SmackDown! ordentlich durcheinanderwirbeln sollte, wurde von Paul Heyman eröffnet, der aus der Lostrommel Rene Dupree zog – der Franzose wechselte also zum blauen Brand.



      Chris Benoit vs. Rhyno und Tag Team Action im Main Event

      Der erste große Aufreger erfolgte zur Mitte der Show, als Eric Bischoff Rhyno zog und dieser für sein Match zum Ring stürmte. World Heavyweight Champion Chris Benoit erwiderte die Challenge und lieferte sich einen verbissenen Brawl, den er siegreich gestalten konnte. Von Nervosität war beim Champion wirklich nichts zu spüren. Viel mehr schloss Benoit diese Paarung nach seiner German-Suplex-Serie und dem Diving Headbutt nach rund zehn Minuten letztendlich mehr oder minder ungefährdet ab.

      Im Main Event trafen indes Chris Jericho und Shawn Michaels auf Christian und Ric Flair. Letzterer übernahm den Spot von Triple H, denn eigentlich war Hunter für dieses Tag Team Match vorgesehen. HHH schob seine Nichtteilnahme aber auf anhaltende Schmerzen zurück, die er vom WrestleMania XX Triple Threat Match immer noch verspüren wollte. Widerwillig akzeptierte Ric Flair in einem Backstage-Skit diese Ansage vom Chef der Evolution. Y2J und HBK, die bekanntlich bei WrestleMania XIX aufeinandertrafen, konnten das Heel-Duo besiegen.



      Der World Champion wechselt die Show - oder doch nicht?

      Nach recht unspektakulären Picks zog Paul Heyman erneut und zum letzten Mal aus der Lostrommel – und seine Glubschaugen wurden auf einmal größer als gewohnt. Lautstark und voller Stolz verkündete er den Wechsel von CHRIS…auf einmal tauchte hinter Heyman aber Brock Lesnar auf, der ihn auf die Schultern klopfte und dafür sorgte, dass dem SmackDown! General Manager ein eiskalter Schauer den Rücken runterlief. Lesnar packte seinen ehemaligen Manager und Mentor an den lädierten Hals und bat ihn darum, diesen Namen doch bitte wieder in die Trommel zurückzulegen – es seien noch genügend andere Superstars dort drin, die besser geeignet seien.

      Eric Bischoff konnte sich einen leichten Grinser nicht verkneifen, bis auf einmal Chairman Mr. McMahon erneut herauskam. Mit ruhiger Stimme redete er auf Lesnar ein forderte ihn dazu auf, Paul Heyman loszulassen. Er habe zwar einen hochexklusiven Vertrag erhalten, doch genieße keine Narrenfreiheit. Viel mehr sollte er McMahon selbst lieber dankbar sein, denn die WWE brauche nicht nur Brock Lesnar – Brock Lesnar bräuchte auch die WWE.



      Das Biest macht vor nichts und niemandem Halt

      Das Biest ließ Heyman nach diesen Worten tatsächlich los, doch riss ihm vorher noch das Mikrofon aus der Hand. Verbissen machte Lesnar klar, dass er mache, worauf er Lust habe. Vince läge mit seiner Einschätzung völlig falsch, denn sein Engagement bei RAW beruhe nur daher, dass McMahon winselnd auf dem Boden kniete und um seine Unterschrift bat – natürlich nachdem er ihm jeder noch so absurden Gehaltsvorstellung zugestimmt hat. Der Chairman lief aufgrund dieser öffentlichen Demütigung im Gesicht hochrot an, bis Paul Heyman auf einmal brüllte, dass er Chris Benoit nicht wolle. Er legte den Namen des Champions wieder zurück in die Lostrommel und verschwand in weiser Voraussicht.

      McMahon erkannte die Gefahr hingegen nicht und provozierte Brock Lesnar weiter, der den Chairman daraufhin kurzerhand auf die Schultern stemmte – und mit einem F5 auf den Metallboden der Stage ausschaltete! Lesnar riss sich sein Tanktop vom Leib und posierte unter lautstarken Buhrufen auf der Stage, als das kontroverse – wenn auch anders als gedacht – Monday Night RAW Draft Lottery Special off-air ging…



      WWE Draft Lottery 2004

      Von RAW zu SmackDown!:
      - Rene Dupree
      - Mark Jindrak
      - Rob Van Dam
      - Teddy Long (Manager)
      - Booker T
      - Chris Benoit (revidiert von Paul Heyman)
      - Dudley Boyz (Bubba Ray, D-Von & Spike Dudley)
      - Rico & Miss Jackie

      Von SmackDown! zu RAW:
      - Edge (bereits im Vorfeld der Show verkündet, da er seinen Comeback-Vertrag bei RAW unterschrieben hat)
      - Shelton Benjamin
      - Nidia
      - Rhyno
      - Tajiri
      - A-Train
      - Chuck Palumbo
    • Damit bereut wohl McMahon, dass er Lesnar den neuen Vertrag gegeben hat. Er stellt sich gegen alles und jeden, am Ende noch gegen den Boss Himself.

      Was mich nur wundert, warum wollte er nicht das Benoit wechselt? Generell Benoit wechseln zu lassen, dann hätte man ja den Champion von SD traden müssen. Weil RAW ohne Champion, aber SmackDown mit 2? Ich weiß nicht, vielleicht verstehe ich diese Booking-Idee gerade auch nicht, zumindest was dahinter stecken hätte können.

      Zumindest nach diesen ganzen Aufbau, wird Lesnar an Backlash wohl gegen Benoit ran müssen. Triple H steckt ja noch in der finalen Phase mit Michaels fest, so kann er dem Beast noch aus dem Weg gehen. Doch will ich hier den Titelwechsel sehen? Ich merke an meinem Diary, dass es garnicht so einfach ist Benoit als Champion zu halten. Trotzdem wäre es zu früh, wenn Benoit so fix gegen Lesnar verliert. Wenn das überhaupt der Plan sein soll.
    • Also Benoit vs. Lesnar um das Gold ist auf jeden Fall fix für den PPV, da Brock die No. 1 Contendership Battle Royal gewinnen konnte. Wenn Benoit nun aber hätte zu SmackDown! gehen müssen, wäre nicht ganz klar, was mit dem Titel passieren würde. Auf jeden Fall wird in der nächsten Episode aufgeklärt, warum Lesnar einen Verbleib Benoits befürwortet - der Grund ist eigentlich auch völlig banal.

      Generell ist es wohl immer schwer, Benoit als World Champion langfristig zu halten. Für mich ist er ein sehr guter Midcard-Worker, der durchaus mal ins Main Event gehen kann. Aber wirklich dauerhaft einen Brand repräsentieren? Gegen Größen wie Hunter oder HBK wirkt er eben etwas verloren. Trotzdem wird er als Fighting Champion aufgebaut und scheut keinen Gegner. Gefühlt ist er immer der Underdog...warten wir mal ab, was bei Backlash so passiert. ^^
    • Auch wenn Lesnar die Battle Royal gewonnen hat, war ich mir nicht sicher. Hätte ja sein können, dass Du doch noch Hunter in das Match mit bookst. Aber das One vs. One muss irgendwie sein, nur halt der Titelwechsel ist so eine Sache. Auf einer Seite ist es schade, auf der anderen in dem Push-Format logische Schlussfolgerung.
    • Wieder einmal sehr spannend beschrieben. RAW ist nun mal jetzt die Show von Brock Lesnar. Das hat man ihm ja damals auch verwehrt, dass The Next Big Thing eigentlich die A-Show führen durfte.
      Was ich noch nicht ganz verstehe ist, dass es für Benoit keinen Ersatz gab. Jetzt ist mal Paul Heyman ganz schön düpiert.
      Wobei, versetzen wir uns als Normalsterbliche mal in die Situation. Man wird von einer tickenden Zeitbombe bedroht. Da wird selbst der große Draft vergessen, wenn es um das eigene Heil geht.
      Triple H kommt mir in diesem Diary etwas zu mimosenhaft rüber. Gut, ich habe das Gefühl, dass Du ohnedies kein großer Freund des Nasenbärs bist.^^
      Aber er wird in der ganzen Situation zurzeit überfordert von der neuen drohenden Gewalt. Selbst die Benoit Story wirkt wie ein Nebenschauplatz. Dabei inszenierte es die WWE damals ganz gut, dass Benoit nach 18 Jahren harter Arbeit endlich an der Spitze ist.
      Aber noch kann man ohnedies nicht viel zu den Entwicklungen sagen. Die Drafts haben bisweilen an der Realität gehalten, aber das ist auch zweitrangig. Hier geht es ja um Brock Lesnar.
      Und insgeheim vergleiche ich das Diary jetzt eher mit einem Videospiel zb. Here Comes The Pain ;)

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    • Paul Heymans Tage als General Manager von SmackDown! sind sowieso gezählt, eben aufgrund solcher Verhaltensweisen wie beim Draft. Du hast es schon ganz richtig erkannt, dass er in erster Linie an sich denkt, da er Lesnars Zerstörungswut besser kennt als jeder andere.

      Ich habe tatsächlich den angenehmen Vorteil, dass Lesnar noch nicht so "übermenschlich" dargestellt wurde zu der Zeit. Das wird mir eigentlich die ganze Zeit in die Karten spielen. Trotzdem genießt er aktuell einen Push, von daher sollten Triple Hs Sorgen berechtigt sein. Als Heel ist Hunter einfach Gold wert. Ich bin sicherlich nicht der größte Fan von ihm, aber er hat seine Rolle perfekt gespielt.

      Die Chris Benoit Story war eigentlich schon zu Ende, als er den Titel gewonnen hat. Alles danach war irgendwie lauwarm und später musste er sogar zur Triple H vs. Eugene (!) Storyline den Kürzeren ziehen. Während seines WHC Runs ist auch nicht viel hängengeblieben bei mir, ich erinnere mich lediglich an den gelungenen Zusammenschnitt von seinem Heimat-Besuch, als ihn alle bejubelten. Das war wirklich gut gemacht. Beim Slam ging er dann recht sang- und klanglos gegen Randy Orton unter. Das möchte ich auf jeden Fall vermeiden.

      Dein Vergleich mit dem Story-Mode von Here Comes the Pain ist wirklich sehr treffend. Genau so soll es eigentlich auch sein: Man begleitet einen Superstar über die Wochen und Monate in der WWE.
    • Wo man auch sagen muss, dass Randy Orton von dem Match auch nichts hatte. Er hat zwar gegen Benoit gewonnen, aber es endete im kleinen Buh-Konzert. Als Face kam er da einfach nicht an, fand auch Benoit als Gegner für ihn falsch. Benoit mit einer Feel Good Story, gegen einen neuen Star. Das hatte mit Fackelübergabe nix zu tun. Wie schon erwähnt ging da Benoit total unter, was nicht hätte sein dürfen.

      Glaub da wäre Triple H eine bessere Wahl gewesen, wenn Orton von ihm den Titel genommen hätte.
    • Jep, und das macht es so spannend. Ein "neues" Konzept...zumindest habe ich es bislang noch nie in so einer perfekten Ausführung gelesen.
      Es scheint bei dir zu sitzen, wie ein Maßanzug. Ich könnte jeden Tag ein Kapitel lesen.

      Einfach weil es sich so leicht liest und weil Du halt ein Ruthless Aggression Guy bist und diese Ära auch liebst und lebst.

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    • KAPITEL 3
      SPERRE NIEMALS EIN BIEST EIN





      Monday Night RAW 29/03/04: Michaels vs. Lesnar in a Steel Cage Match

      Brock Lesnar macht vor nichts und niemandem Halt. Beim Monday Night RAW Draft Lottery Special attackierte der No. 1 Contender auf die World Heavyweight Championship von Chris Benoit Chairman Mr. McMahon – und Jim Ross fragte bereits beim Opening der zweiten Show nach Lesnars überraschender RAW-Rückkehr, ob sich McMahon nicht überschätzt und ein Problem im Haus behalten habe, das eigentlich schon längst hätte entfernt sein können.



      Triple H hat einen gehässigen Plan

      Aber auch ein Mann, der Monday Night RAW die Jahre zuvor eigentlich dominierte, sah sich auf einmal mit dem „Problem“ Brock Lesnar konfrontiert – zumindest indirekt, denn das angepeilte Rückmatch um die World Heavyweight Championship bei Backlash fiel für Hunter bekanntlich flach. In einem Backstage-Segment betrat Hunter ohne seine Evolution-Entourage das Büro von Eric Bischoff. Die beiden sprachen natürlich – wie kann es anders sein – über die Personalie Brock Lesnar. Bischoff versicherte Hunter, dass er diesen Mann nie im Leben zu RAW geholt hätte. Dies sei einzig und allein die Schuld von Mr. McMahon, der letzte Woche die Rechnung dafür bezahlen musste.

      Doch Triple H hielt nicht viel von diesen verzweifelten Ausreden. Viel mehr forderte der mehrfache World Champion Lösungen. Er könne nicht dabei zusehen, wie Monday Night RAW von einem unterbelichteten, aufgepumpten, hyperaktiven Wannabe-Triple-H zerstört werden würde. Bischoff stimmte nickend zu und versprach Hunter, noch heute mit einem Plan um die Ecke zu kommen.

      Hunter klopfte dem General Manager aber lässig auf die Schultern und erwiderte, dass er sich bereits intensive Gedanken gemacht habe. Sei er zu 100% fit, würde er es natürlich selber mit diesem überschätzten Brock Lesnar aufnehmen. In seiner jetzigen Verfassung müsse aber jemand anderes die Arbeit erledigen. Er denke dabei an niemand geringem als Shawn Michaels!

      Eric Bischoff erkannte natürlich sofort Hunters Plan dahinter: Shawn Michaels ist ein absoluter Könner im Ring und wenn es jemand mit körperlich überlegeneren Superstars aufnehmen könne, dann das „Heartbreak Kid“. Dennoch war Michaels natürlich auch Hunters Erzfeind schlechthin. Grinsend akzeptierte Bischoff Triple H’s Vorschlag – und wenig später trat der General Manager vor die Kameras, um das Main Event Match offiziell zu machen – Shawn Michaels vs. Brock Lesnar! Da wilde Tiere, so Bischoff weiter, aber normalerweise in Käfigen gehalten werden, werde diese Paarung in einem Steel Cage stattfinden – es diene nur zum Wohle von Monday Night RAW und zur Sicherheit der Fans.



      Das "Heartbreak Kid" stellt sich der Herausforderung

      Shawn Michaels zeigte sich bei einem Backstage-Interview natürlich alles andere als erfreut. Er wisse ganz genau, welchen Plan Triple H verfolge. Er stelle sich immer als dominanten Einzelkämpfer dar, doch ohne seine Evolution und ohne seine Beziehung zu Eric Bischoff sei er schon lange irgendwo im Nirgendwo der A-Show. Trotzdem werde er keinen Rückzieher machen, denn im Gegensatz zu Triple H habe er noch so etwas wie Stolz!

      Als es schlussendlich Main Event Zeit war und Shawn Michaels Richtung On-Air-Bereich marschieren wollte, wurde er von World Heavyweight Champion Chris Benoit abgefangen. Dieser stellte sich HBK zunächst recht emotionslos gegenüber, streckte dann aber doch seine Hand heraus und wünschte seinem Kontrahenten viel Glück. Michaels erwiderte diesen Handschlag, doch stellte mit dem Blick auf die World Heavyweight Championship klar, dass es ihm um das Gold gehe – und Chris Benoit sei weder ein Freund noch ein Verbündeter.



      Steel Cage Match
      Brock Lesnar vs. Shawn Michaels


      Brock Lesnars erstes Match seit seinem Monday Night RAW Debüt bzw. Comeback gestaltete sich zunächst recht einseitig: Das Biest stürmte auf Shawn Michaels und hielt ihn mit etlichen Schlägen, Slams und Würfen gegen die Käfigwände am Boden. Lesnar hatte zunächst gar kein Interesse daran den Käfig zu verlassen, bis Shawn Michaels wie aus dem Nichts die Sweet Chin Music zeigen und Richtung Käfigtür kriechen konnte.

      Auf einmal tauchten aber Batista und Ric Flair, die sich bei der letztwöchigen Episode die World Tag Team Titel von Booker T & Rob Van Dam sichern konnten, auf, stellten sich direkt vor Michaels und hinderten ihn daran, den Käfig zu verlassen. Brock Lesnar schnappte sich seinen Kontrahenten und warf ihn via German Suplex kopfüber auf die Bretter. Batista und Ric Flair boten dem No. 1 Contender überraschend an, den Käfig zu verlassen. Lesnar aber griff nur beherzt in den Draht und hämmerte die Tür wieder zu! Er war heute hier, um Shawn Michaels zu zerstören!

      Mit dem Willen eines Kriegers konnte HBK wenig später den F5 stehend auskontern. Mit einem Atomic Drop und einer neuerlichen Sweet Chin Music beförderte er Brock Lesnar zu Boden und stieg eine Wand hinauf, um den Käfig verlassen zu können. Lesnar folgte aber umgehend und die beiden Superstars tauschten auf dem Käfigrand sitzend etliche Schläge aus. Shawn Michaels fiel nach einer harten Rechten beinahe hinunter, konnte sich aber noch mit letzter Kraft im Draht festhalten. Brock Lesnar packte sich HBK am Kopf und zog ihn wieder hinauf, dieser zeigte aber aus dem Nichts einen Headbutt und der Meister des F5 flog hinab auf den Ringboden!

      Shawn Michaels sprang völlig erschöpft den Käfig herunter – doch wurde auf einmal von Batista aufgefangen! Dieser trug Michaels zurück zur Käfigtür, die Ric Flair geöffnet hat, nachdem er einen Ringrichter ausknockte. Das Evolution-Mitglied beförderte HBK zurück in den Käfig und somit auch zurück in die Griffel des Biests.

      Diese Aktionen brachten das Fass zum Überlaufen – World Heavyweight Champion Chris Benoit stürmte unter lautstarkem Jubel die Ramp herunter und knockte Ric Flair sowie Batista mit Chops und Schlägen aus. Er öffnete die Tür, bis ihn auf einmal Shawn Michaels entgegenflog, der von Brock Lesnar eigentlich gegen die Wand geschleudert werden sollte! Kopfüber landete HBK auf den Boden außerhalb des Rings – und gewann dieses Match!



      Der Champion ist chancenlos

      Normalerweise bedeutet das Läuten der Ringglocke Erlösung, doch Brock Lesnar scherte sich wenig um dieses überraschende Ende. Er stürmte Richtung Chris Benoit, doch dieser Empfang seinen Backlash Gegner sogleich mit harten Schlägen auf den Kopf! Der World Heayvweight Champion prügelte Lesnar zurück in den Ring, verpasste ihn einen German Suplex und nahm ihn in den Crippler Crossface! Doch was passierte dann? Brock Lesnar kämpfte sich im Haltegriff langsam wieder auf die Beine und stemmte Chris Benoit zum F5 hoch, den er letztendlich auch ausführen konnte! Wie war das nach solch einem Steel Cage Match nur möglich?

      Brock Lesnar schnappte sich die World Heavyweight Championship und streckte das Gold in der Ringmitte lautstark brüllend in die Luft. Dieser Mann schien unantastbar zu sein…
    • Vom Booking her eine schöne Idee. Triple H lässt Michaels in offene Messer laufen, in der Form in einem Match gegen Brock Lesnar. Allerdings hat HBK eine gute Figur im Match gemacht, dass war kein Squash und erntet noch den Sieg. Zwar ein geschenkter Sieg von Lesnar, der seine Kraft etwas überschätzt hat. Das Zusammenspiel mit Batista und Flair war auch gut gelöst, der Ausgleich war in dem Match ganz gut. So kommt Lesnar auch nicht als kompletter Dominator rüber.

      Aber Benoit hat er alt aussehen lassen und sofort ein Zeichen gesetzt, dass der Champion in seinen Augen nichts wert ist. Das war für mich auch ein Punkt, wo ich sage das man den Titel nun wechseln lassen könnte.
    • KAPITEL 4
      DAS BIEST UNTER KONTROLLE?





      Monday Night RAW 05/04/04: Brock Lesnar vs. Rhyno

      Eric Bischoff mit zwei wichtigen Ankündigungen

      Nachdem Monday Night RAW von einem Video eröffnet wurde, dass die dramatischen Schlussszenen der vergangenen Episode aufgriff, eröffnete ein sichtlich aufgewühlter Eric Bischoff die A-Show der WWE. Der General Manager rekapitulierte erneut das Geschehene und kam zu dem Entschluss, sich fortan nur noch auf seine eigenen Sinne zu berufen – immerhin hätten sie ihn weiter als jeden anderen hier in der Arena gebracht!

      Bischoff erklärte, dass Triple H letzte Woche einen Vorschlag gemacht habe, der letztendlich nur dafür gesorgt hätte, dass die Spannungen zwischen ihm und Shawn Michaels weiter angestiegen seien. Bei Backlash werde die finale Schlacht geschlagen werden – Shawn Michaels und Triple H würden in einem Hell in a Cell Match aufeinandertreffen und jeder in der Arena könne davon ausgehen, dass es das letzte Match zwischen den beiden sei.

      Aber auch Brock Lesnar müsste endlich in seine Schranken gewiesen werden, so der General Manager. Er werde das sogenannte „Biest“ mit einem weiteren „Biest“ in den Ring stecken – und zwar mit dem „Manbeast“ Rhyno! Jim Ross zeigte sich gespannt auf diese Paarung und stellte die Frage in den Raum, ob der ehemalige ECW-Wrestler mit seiner Härte Brock Lesnar wirklich etwas Respekt einprügeln könnte.


      Eine Nachricht für das Biest

      Die Backstagekameras fingen Brock Lesnar ein, der unter lautstarken Buhrufen im Parking Lot auftauchte. Auf einmal kam ein eiliger Backstagemitarbeiter vorbei und überreichte dem einstigen WWE Champion eine Nachricht in Form eines Briefes. Lesnar las diesen – und zerknüllte ihn daraufhin aufgebracht! Was wurde ihm nur überliefert?



      Unerwartete Unterstützung gegen Cactus Jack?

      Gegen Mitte der Show tauchte das Evolution-Mitglied Randy Orton im Ring auf und forderte Mick Foley in den Ring, der seine „Cactus Jack“ Persona wieder aufleben lies und bei Backlash auf den besagten Youngster in einem Hardcore Match treffen sollte. Der „Legend Killer“ gab an, dass er nicht bis Backlash warten wolle – er forderte Cactus Jack bereits heute in den Ring! Grinsend warf Randy das Mikrofon weg – und zeigte sich überraschenderweise in bester Laune. Etliche Augenblicke lang wartete Orton auf seinen PPV-Gegner, bis Mick Foley auf einmal tatsächlich auftauchte – allerdings blutend und stark angeschlagen! Die zunächst grinsende Visage Ortons wandelte sich kurz in ein schockiertes Gesicht, doch die Selbstsicherheit kam obgleich dieses Anblicks schnell wieder zurück. Warum?

      Brock Lesnar tauchte auf einmal hinter Mick Foley auf! Das Biest attackierte die Hardcore-Legende wüst und beförderte ihn nach etlichen Schlägen via Spear durch die Verkleidung der Stage, sodass die Funken nur so sprangen. Ist Lesnar nun völlig durchgedreht? Das Monster rannte geradewegs in den Ring, sodass Randy Orton sicherheitshalber die Flucht ergriff – jedoch nach wie vor grinsend und bester Laune.



      Singles Match
      Brock Lesnar vs. Rhyno


      Ohne größere Umwege ertönte nach diesen brutalen Szenen das Theme von Rhyno, der genauso konsequent wie Lesnar in den Ring stürmte. Ihr Match wurde offiziell angeläutet, doch es sollte zu einer einseitigen Nummer verkommen: Zwar konnte das Nashorn Lesnar nach einem Gore aus dem Nichts zu Boden hämmern, doch bereits nach dem 1-Count wurde der Pinfall vom Biest mit einem überaus kräftigen Kickout unterbrochen. Lesnar malträtierte Rhyno in einer Ringecke mit mehreren Shoulder Blocks und einem Back Body Drop, bis sich das Nashorn noch einmal mit einer Serie an Clotheslines zurückkämpfen konnte. Es sollte ein weiterer Gore folgen, doch Lesnar schnappte sich den heranstürmenden Rhyno und schloss mit dem F5 ab.


      Evolutions Masterplan

      Backstage traf sich die Evolution überraschend freudig. Ric Flair und Batista gratulierten Randy Orton zu seinem „Plan“, der „perfekt funktioniert“ habe. Auch Triple H klopfte seinem Schüler anerkennend auf die Schultern und meinte, dass man Brock Lesnar kontrollieren könne. Er sei ein Biest ohne Verstand, ein einfacher Zettel und er würde das machen, was die Evolution verlange. Nachdem Mick Foley nun ausgeschaltet sei, werde Shawn Michaels dran glauben müssen.


      RAW endet erneut im Chaos

      Das Main Event Non-Title-Match zwischen Shawn Michaels und Chris Benoit endete in einer Disqualifikation für Letzteren, da Batista, Ric Flair & Triple H in das Match eingriffen und HBK sowie den World Heavyweight Champion harsch attackierten. Am Ende setzte es den Pedigree für Shawn Michaels und Monday Night RAW schien mit einem dominierenden Triple H zu enden – bis auf einmal Brock Lesnar erneut in den Ring stürmte!

      Hunter und Batista konnten rechtzeitig flüchten, sodass „lediglich“ Ric Flair den F5 einstecken musste. Lesnar beförderte den „Nature Boy“ über die Seile und deutete Richtung Triple H, bis er sich Chris Benoit widmete. Für den am Boden liegenden Champion hatte der No. 1 Contender lediglich ein müdes Lächeln übrig. Mit der eindeutigen Titel-Geste seitens Lesnar ging Monday Night RAW schließlich off-air.
    • Also das Booking ist und bleibt aufregend.
      Das Diary wird immer enger um Brock Lesnar geschnürrt. Aber das ist ja auch dein Plan und so willst Du es durchziehen.
      Mir hat vor allem die Aktion gegen Cactus Jack sehr gut gefallen. Das war schon eine sehr kräftige Aktion von Brock. Der Squash gegen Rhyno war dann auch so zu erwarten. Gegen einen Midcarder sollte Lesnar halt kein Problem haben.
      Etwas zu offensichtlich war das tapsige Vorgehen der Evolution, die dann schon zu sehr darauf hinauswollte, wie man Lesnar lenken könnte. Das musste dann auch der Nature Boy mit einem bitteren F5 bestrafen.
      Lesnar wird bald eine unkontrollierbare Bedrohung fürs Roster. Triple H wird bald realisieren welche Büchse der Pandora er hier geöffnet hat.
      So interessant und spannend darf es gerne weitergehen. ;)

      When the World's Most Dangerous Man becomes WWF Champion...

      WWF 1999 - the Road into a new Millennium