Looking Back Special - Sechs Must-See SummerSlam Matches by ViRus & pokusa (Teil #6 online!)

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    • Wenn die Verletzungen ihn nicht so ausgebremst hätten, bin ich persönlich sicher das er dann "der Star" gewesen wäre. Der Slam hat praktisch den Grundstein gelegt, obwohl das Tag Team mit Kane ihn schon sehr over brachten. Auch wenn das etwas vom Thema abschweift, bin ich gespannt ob er noch mal in den Ring steigen wird. Er will es ja und das außerhalb von WWE. Respekt vor seiner Leidenschaft fürs Wrestling, nur hoffentlich bringt ihn diese nicht in einen rollenden Stuhl.. Gerade weil er Japan als Wunsch-Comeback ansieht.

      Aber es stimmt, WM 30 war sein Event. Ich hätte auch zu gerne wissen wollen, wer ihn den Titel hätte abnehmen sollen. Ich hätte da nur Cena im Kopf.
    • Nach WM 30 hätte man ja auch z.B. das ultimative Underdog vs. Monster Match gegen Lesnar bringen können. Das hätte ich wirklich sehr gerne gesehen. Es ist schon etwas tragisch für ihn gelaufen, auf der anderen Seite hat er durch diese Verletzung eben die perfekte Story bekommen, auch mit einem - so tragisch es klingt - perfekten Ende.

      Die WWE ist ja korrekterweise sehr penibel bezüglich der Ringfreigabe. In allen Ligen dieser Welt dürften die Daniel Bryans und Kurt Angles dieser Welt wohl in den Ring steigen, nur in der WWE nicht.
    • Ich finde es gut, dass WWE so ist. Man will absolut nichts riskieren, weil so viele Faktoren eine Rolle spielen. Das sehen aber die heutigen Fans nicht mehr, wir beschäftigen uns ja mehr mit der hinteren Materie. Darum kann ich auch verstehen, dass McMahon (laut News) so aufgebracht war mit der Situation von Cena / Nakamura. Cena ist der Goldjunge und wenn dem was passiert, schwitzt McMahon. Die Medien zerreißen in der heutigen Zeit alles, selbst die Sache mit Owen Hart ist nicht vergessen. Auch Sponsoren würden an der Türe klingeln, da niemand "Gewalt" unterstützen wird. Und auch wenn das Thema zum 1000x kommt, denkt an Chris Benoit. Das Thema Gehirnerschütterung dreht sich praktisch nur um diesen Fall, man denkt automatisch dran. Darum sage ich das ich es auch gut finde, dass WWE da die Hand drüber hält. Es ist ja nicht so, als würde Bryan nicht weiter gutes Geld verdienen. Also sollte Bryan überlegen, immerhin ist jetzt noch ein Kind da. Eine bessere Absicherung gibt es für die Zukunft nicht.

      Bryan vs. Lesnar wäre in der tat eine nette Schlacht geworden. Wäre auch ein tolles Slam Match gewesen, um Bryan weiterhin zu Pushen. Lesnar als letzte Hürde und dann ein möglicher Sieg über ihn, hätte man einen festen neuen Main Eventer nach Cena gehabt und Reigns wäre heute nicht in dieser schwierigen Lage.
    • Bryan vs. Lesnar wäre so ein Money Match...schade, dass sich niemand an ein damaliges Szenario wagt und dieses Match bookt. Ich würde schon wegen der Fehde abgehen wie Frittenfett.

      Diese Matchauswahl war okay. Ich hätte mich schwer getan zwischen Lesnar vs. Cena und diesem Match zu entscheiden. Ich denke, dass Lesnar vs. Cena wohl wegen der Suplex-Orgie in die SummerSlam Geschichte eingeht.
      Historisch gesehen war dieser Kampf hier aber wesentlich wertvoller.

      Cool, dass es diese Sektion hier gibt. Ich denke jeder ist eingeladen sich selbst an so einer Kolumne zu versuchen.
      Wir werden das jetzt auch wieder stärker auf Facebook bewerben.

      Übrigens, man könnte auch den Writer's Pit hier her verschieben.^^
    • - Die Matchauswahl ist natürlich immer Geschmackssache. Allerdings ist jeder dazu eingeladen, eigene favorisierte Matches als Kolumne zu posten - auch ganz unabhängig vom SummerSlam. Auf der anderen Seite findet nächstes Jahr auch wieder ein Slam statt, sodass man im Vorfeld wieder ein paar coole Paarungen zeigen kann. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. ;)

      - Die Kolumnen-Sektion ist jetzt erst einmal als Unterforum des Wrestling-Forums eingerichtet worden. Der Writer's Pit ist ja eher so eine Community-Angelegenheit, weshalb das im Office schon passen sollte. Auf der anderen Seite kann man bei Bedarf ja auch ein eigenes Kolumnen-Forum auf höchster Ebene einrichten.
    • Lesnar vs. Cena war damals ein Schock. Wir haben unseren Super-Cena, auch noch Champion, der von Lesnar mal ebenso durch den Ring geschossen wird. Allerdings finde ich es hochgeschossen das als Geschichte anzusehen. Wie gesagt, ich sah es nur als Impact-Schock an. Und wenn man bedenkt, wer interessiert sich heute noch für Lesnar? Der große Zuspruch seiner Matches sind vorbei, da seine Matches einfach keine Matches mehr sind. Es gibt hektische Suplessen und dann den F5, Spannung ist nicht mehr enthalten.

      Die Fehde gegen Goldberg war eine Katastrophe, selbst das WM Match war kein Match. Auch dieser komische Ausgang von Randy Orton am Slam, ich finde das hat mit Wrestling noch wenig am Hut.


    • Teil #4: Chris Benoit vs. Randy Orton (SummerSlam 2004)



      Der 15. August 2004 sollte wohl der Anfang einer Ära sein, die man rückblickend wohl noch sehr ausgiebig diskutieren wird. An jenem besagten Augusttag konnte sich Randy Orton zum ersten Mal in seiner andauernden Karriere World Heavyweight Champion nennen. Insgesamt 12 weitere World Titlegewinne für den St. Louisianner sollten noch folgen.

      „It’s my Destiny“

      Doch alles der Reihe nach! Randy Orton konnte das Jahr 2004 heroisch als Intercontinental Champion starten. Nach einer geschichtsträchtigen Schlacht gegen Mick Foley, war Randy Orton endlich im Oberhaus des Professional Wrestlings angekommen. Selbst der Verlust der Intercontinental Championship sollte diesem Aufbruch des jungen Wilden keinen Abbruch tun.
      Der damalige Legendkiller konnte am 26. Juli 2004 bei RAW eine Battle Royal für sich entscheiden, die ihn zum neuen No#1 Contender machen sollte. Bereits ein Jahr zuvor war der damals 24-jährige Wrestler Teil der Elimination Chamber um die World Heavyweight Championship bei SummerSlam, doch diese konnte der junge Mann nicht für sich entscheiden.
      Nun, ein Jahr später war Randy Orton dem Titel wieder mehr als Nahe. Sollte Randy Orton tatsächlich seine erst zweijährige WWE Karriere mit einem großen Wurf veredeln können?

      „The Next Canadian Hero“

      Als Chris Benoit seine ersten Schritte im Jahr 1985 in Stu Hart’s Stampede Wrestling Promotion machte, konnte er sich wohl in seinen kühnsten Träumen nicht ausmalen irgendwann einmal für einen der größten Momente der Wrestlingeschichte zu sorgen. Der Kanadier galt aufgrund seiner körperlichen Konstitution nie als wahres Main Event Potenzial und dennoch konnte er 19 Jahre später gemeinsam mit seinem besten Freund Eddie Guerrero für einen hochemotionalen Moment bei WrestleMania XX sorgen als sich der WWE und World Heavyweight Champion zum Abschluss der bis dato größten WrestleMania in den Armen lagen.
      Im Januar 2004 sorgte der Canadian Crippler für einen wahren Schocker als er den Royal Rumble mit der Startnummer 1 für sich entscheiden konnte und damit Geschichte schrieb. Hinzu überraschte Benoit die gesamte Wrestlingwelt in dem er einen Abend später bei Monday Night RAW auftauchte und sich direkt als Herausforderer auf den World Heavyweight Titel positionierte. So einen Rosterwechsel gab es zuvor und danach nicht mehr. Benoit krönte seinen Royal Rumble Gewinn damit, dass er sich bei WrestleMania XX in einem herausragenden World Heavyweight Title Match auch noch gegen Titelträger Triple H und gegen Shawn Michaels durchsetzen sollte.

      „Youngest World Heavyweight Champion“

      Der SummerSlam 2004 sollte als eine sehr stabile Veranstaltung in die Geschichte eingehen. Der Kampf um die World Heavyweight Championship zwischen dem erfahrenen Chris Benoit, welcher bereits im Ring stand, als ein gewisser Randy Orton erst fünf Jahre alt war, und dem aufmüpfigen Randy Orton war der Hautkampf an diesem 15. August 2004.

      Das Match sollte etwas zäh beginnen. Benoit beweist sich als Meister der Aufgabegriffe und so drängt er Randy Orton in die Ringecke. Dieser setzt daraufhin einen Hammerlock und wird wiederum vom erfahrenen Kanadier in die Schranken verwiesen.
      Beim nächsten Kräftemessen kann sich dann aber Randy Orton beweisen, aber wieder einmal konnte sich der Crippler akrobatisch befreien.

      Relativ früh im Kampf war es hingegen Randy Orton, welcher provozierend den Sharpshooter zeigen konnte. Aus diesem Finisher, welcher eigentlich ein kanadischer Meistergriff war, konnte sich Benoit befreien und kurzerhand seine Version anbringen.
      Diesen Sharpshooter verwandelte der Kanadier in den Crippler Crossface, aber Randy konnte sich kuzerhand nach draußen rollen, wo er weniger zimperlich den Champion mehrmals gegen den Ringpfosten schicken konnte.

      Im Ring dann wieder das übliche Geplänkel und so kann Benoit dann plötzlich wieder an Fahrt aufnehmen in dem er den Suicide Dive auspackt und damit Randy Orton außerhalb des Rings verfehlt und gegen die Absperrung landet. Aus dieser verfehlten Aktion konnte der Legendkiller jedoch kein wahrliches Kapital schlagen. Dennoch bearbeitete er den Heavyweight Champion in der Folgezeit ziemlich ruppig.

      Aber der erfahrene World Heavyweight Champion aus Kanada feuerte ein wahres Feuerwerk ab in dem er stolze German Suplexes in sechsfacher Ausführung zeigen konnte. Nun scheint der Traum vom jüngsten World Champion für Randy Orton ins Wanken zu geraten. Der Kanadier richtet sich wieder auf und steigt auf den Turnbuckle. Doch dort kassiert er einen Boot von Randy Orton. Der 24-jährige kann Benoit jedoch nur bis zum 2-Count auf pinnen. Aus dem Nichts setzt der Champion zum Crippler Crossface an und Randy kann sich mit einer Rolle herauswinden. Sofort will sich Benoit Randy schnappen. Doch dieser zeigt direkt aus den Seilen heraus seinen RKO. Dieser hat wahrlich gesessen. Sofort pinnt er den Routinier und macht sich daraufhin zum jüngsten Champion aller Zeiten.

      Nach dem Match wagte sich der nunmehrige Ex-Champion Benoit abermals in den Ring, um die Hand von Randy Orton zu schütteln und ihm zu sagen, dass er fortan „the man“ sei.
      Böse Zungen sollten später ja behaupten, dass die WWE diesen Titelwechsel auch durchführten, um einen anderen ehemaligen jüngsten World Champion damit in die Suppe zu spucken: Brock Lesnar.
      Besagter Brock Lesnar war damals ja auch eher im Bösen aus seiner einstigen Brutstätte verabschiedet worden.

      Your Solution…Evolution

      Retroprespektiv betrachtet war dieser Titelgewinn für Randy Orton wohl zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt gewählt. Bereits einen Tag nach seinem großen Titelgewinn wurde Randy Orton aus der Evolution geworfen und war damit Persona Non Grata für Triple H. The Game wollte seinen „Titel“ wieder zurückhaben und dies sollte bereits bei Unforgiven ein Monat später gelingen.
      Damit verpasste es die WWE vorerst aus Randy Orton den neuen Topstar zu machen. Der Face-Run von Randy Orton sollte als große Enttäuschung in die Geschichte eingehen. Die Fehde gegen Triple H zog sich wie ein Kaugummi und erzeugte nicht den großen Pay-Off, den sich viele erwarteten. Stattdessen endete das Kapitel Triple H vs. Randy Orton beim Royal Rumble 2005 mit einem Sieg für den erfahrenen Kopfgeldjäger. Auch 2005 sollte kein einfaches Jahr für Randy Orton werden. Dennoch wird die spätere Karriere des damaligen Jungspunds ganz passabel verlaufen.

      Die erste und zugleich letzte World Heavyweight Titel-Run endete für den kanadischen Crippler Chris Benoit relativ antizyklisch. Der herausragende Wrestler zollte seinem größten Karriereerfolg einen bitteren Tribut. Der Druck, die mentalen und körperlichen Probleme setzten Chris Benoit in den letzten Jahren seiner Karriere zu. Auch wenn der Kanadier als hervorragender Worker galt, so sollte er schlussendlich nach einer tragischen Familientragödie drei Jahre nach dem größten Triumph seiner Karriere Selbstmord begehen.
    • Chris Benoit gegen Randy Orton empfinde ich immer als sehr eigenartiges Match, da es von der Führung her nicht wirklich das typische 4+ Sterne Match in der WWE ist, zumindest nicht in der Neuzeit. Das Tempo ist sehr niedrig, sodass Randy's ansehnliche Konter tatsächlich einiges an Impact haben und gut aussehen. Ja, Benoit hat den Youngster wirklich sehr over gebracht finde ich, allerdings waren die Zuschauer eben aufgrund des etwas laschen Tempos nicht wirklich wach.

      Generell war das ganze Booking rund um Orton's Face Turn sicherlich sehr bewährt: Orton kann Benoit auf eine saubere Art und Weise Paroli bieten und erarbeitet sich somit beim Altmeister und bei den Fans Respekt. Dann kommt der große Turn der Evolution gegen Randy, was die Face-Reaktionen hätten verstärken müssen. Die Fans konnten mit einem Babyface-Orton allerdings überhaupt nichts anfangen, denn sind wir mal ehrlich: Randy war vor allem in jungen Jahren der perfekte cocky Heel, man musste ihn quasi hassen. Das Match gegen Hunter beim Rumble war dann eher eine Farce, Randy wurde da ganz schön aus dem Gebäude gebuht.

      Der miese Run hat dann Batista den kometenhaften Aufstieg ermöglicht. Das wollten die Fans auch viel eher sehen.
    • Also die Wahl des Matches kann ich nicht verstehen. Im Gegenteil, ich war extrem sauer. Benoits Titelsieg hatte was episches, ein Gänsehautmoment den man so schnell nicht mehr entfachen kann. Und dann war er nur so kurz Champion? Selbst das Match hatte absolut nichts spannendes, nur der Titelwechsel kam überraschend. Ich meine auch mich zu erinnern, dass die Fans Orton nicht gerade angehimmelt haben.

      Ich denke WWE wollte nur dieses "Wir haben den jüngsten Champion" Rekord, es war für den Zeitpunkt für Orton einfach zu früh.

      Aber wenigstens liest man mal wieder was über Benoit. Egal was passiert ist, sein "Loch" im Wrestling füllt keiner so schnell. Wäre er heute noch da, hätten wir sicher noch geniale Matches bekommen.


    • Teil #5: Edge & Christian vs. The Dudley Boyz vs. The Hardy Boyz (SummerSlam 2000)


      Manchmal kann ein Wrestling-Match ein Kunstwerk sein. Ein technisches Feuerwerk mit zumeist zwei Akteuren, die das Handwerk ideal beherrschen und im Sekundentakt ihre Fähigkeiten und Athletik unter Beweis stellen. Ein Match, das selbst dem ungeübten Auge klarmacht, dass diese sogenannte Schaukampf-Sport viel mehr ist, als es die bloße Definition vermuten lässt.

      Das Match auf das wir in dieser Ausgabe unseres SummerSlam-Specials zurückblicken ist das genaue Gegenteil davon. Es handelt sich um einen barbarischen, knapp 20-minütigen Gewaltexzess voller haarsträubender High-Risk-Spots mit ungeschützten Stuhlschlägen auf den Kopf, Stürze durch Tische aus etlichen Metern Höhe, unsauber genommenen Bumps und ganz viel legitimem Schmerz. Ein Match, das in der heutigen WWE auf gar keinen Fall mehr so durchgeführt werden könnte. Ganz genau: Wir sprechen über das erste Tables, Ladders & Chairs Match in der Geschichte der WWE.

      Im Jahr 2000 florierte die Tag Team Szene der WWE, damals noch WWF, wie nie zuvor: Mit den Hardy Boyz, den Dudley Boyz und Edge & Christian gab es gleich drei blind eingespielte Teams, deren Qualität heutzutage nur noch schwer erreichbar zu sein scheint. Die Besonderheit: Es handelte sich um drei junge, frische und unverbrauchte Tag Teams, die für den Moment lebten und jedes Match so bestritten, als sei es ihr letztes. Bei WrestleMania 2000 kam es bereits zu einem oft zitierten Triangle Tag Team Ladder Match, das die Zuschauer in der Form noch nicht kannten, geschweige denn erleben durften. Beim SummerSlam gipfelten die Differenzen erneut in einem Multi-Match, das noch einmal einen Schritt weitergehen sollte.

      Edge und Christian waren die gehassten Tag Team Champions, die vermehrt durch den Einsatz von Stühlen auffielen. Die Hardy Boyz hingegen stellen das populäre, dynamische Face-Team dar, das jeden noch so gefährlichen Spot dankend annimmt und seit WrestleMania 2000 mit Leitern assoziiert wurde. Die Dudley Boyz kümmerten sich letztendlich überhaupt nicht um irgendwelche Reaktionen und ließen rohe Gewalt sprechen. Von Tag 1 an bürgerte Bubba Ray Dudley (zu der Zeit „Buh Buh Ray Dudley“) das eingängige „D-Von, get the Tables!“ ein – und konsequenterweise schickten die einstigen ECW-Stars ihre Gegner zumeist durch das Holz.

      Der Weg zu diesem Match hat sich von alleine geschrieben, weshalb die WWE im Vorfeld auch keine besonderen Mühen in den Aufbau gesteckt hat. Der damalige Commissioner Mick Foley legte für den SummerSlam ein Match fest, das jedem Tag Team entgegenkommt: Die Dudleyz bekämen ihre Tische, die Hardys ihre Leitern und die Champions Edge & Christian ihre Stühle – das Tables, Ladders & Chairs Match war geboren! Nüchtern betrachtet zwar „nur“ ein aufgebohrtes Leitermatch, zumal in herkömmlichen Matches dieser Gattung der Einsatz von Stühlen und Tischen schon immer ohne Probleme gestattet wurde. Trotzdem fühlte sich das Set-Up für das SummerSlam Match irgendwie anders an – Gewalt lag in der Luft!

      Unmittelbar nach dem Ringgong brach ein großer Brawl zwischen den Teams aus. Buh Buh Ray fing sich sogleich einen ungeschützten Chairshot (Chair!) ins Gesicht ein – mehr als ein Dutzend weitere gegen seinen Kopf sollten noch folgen. Wenig später kamen die Leitern ins Spiel und niemand der sechs Beteiligten scherte sich darum, Bumps „sicher“ oder „sauber“ zu nehmen. Stattdessen flogen die Akteure fröhlich frei und krumm und schief auf Objekte und Kanten, jeder noch so gefährliche Move herunter von der Leiter wurde mutwillig kassiert. Viel Zeit zum Jammern gab es aber nicht, denn genau weil eben Spot an Spot folgte, kam es zu keiner Zeit zu so etwas wie Leerlauf oder Pausen. Move geschluckt, kurz hinlegen, dann wieder aufstehen und weiter geht es! Die 18.000 Zuschauer in der Raleigh Entertainment & Sports Arena erkannten schnell, dass hier ein Stück Geschichte geschrieben wurde – ob positiv oder negativ war erst einmal egal. Jede Aktion dieser Spot-Orgie wurde mit lautstarken Reaktionen gefeiert und eine unheimlich intensive Atmosphäre aufgebaut. Abgerundet wurde diese durch den einmal mehr genialen Kommentar von Jim Ross und Jerry „The King“ Lawler, die sich ohne Zweifel auf dem Zenit ihres Schaffens befanden und ihre ebenfalls absolute Ungläubigkeit den Zuschauern in ihrer unnachahmlichen Art und Weise verkauften.

      Dieses TLC Match sollte jeder Fan einmal gesehen haben, denn das bloße Aufzählen der Spots wird dieser historischen Paarung nicht gerecht. Ja, Jeff Hardy sprang von Leitern durch Tische, Buh Buh Ray fiel von Leitern durch Tische, Christian sprang auf Leitern – es war und ist ein Chaos, das seinesgleichen wohl nur noch bei WrestleMania X-Seven fand, als die drei Teams quasi erneut das gleiche Match auf die Beine stellen. Tatsächlich ist dieses temporeiche, brutale und gefährliche TLC Match aber viel mehr als die Spots. Es ist ein Match zwischen drei Teams, die das Tag Team Gold auf jeden Fall erobern wollen und jedes Risiko nehmen, um ihr Ziel zu erreichen. Es ist das auf die Spitze getriebene Verlangen nach dem Erfolg und das Ausreizen der Möglichkeiten, die einem im WWE-Universum gegeben sind. Dieses Match begründet zusammen mit dem TLC Match bei WrestleMania X-Seven die Legende um die Hardy Boyz, die Dudley Boyz und Edge & Christian sowie den Mythos um die Marke „TLC“, die bereits seit einigen Jahren eine eigene Großveranstaltung ist.

      Allerdings ist es auch richtig so, solche Matches in den Geschichtsbüchern zu belassen und nicht neu zu schreiben, denn es ist für ein Unternehmen eigentlich untragbar, dass sich sechs Männer lediglich für die Unterhaltung des Publikums derartigen Gefahren aussetzen. Die Beteiligten dieser Paarung wissen selbst, dass sie viel Glück gehabt haben, dass während dieser Matches nichts Schlimmeres passiert ist. Die Messlatte wurde spätestens mit den beiden ersten TLC Matches zu hochgelegt, sodass die WWE richtigerweise das Pacing und Risiko solcher Matches über die Jahre spürbar reduziert hat.

      Auf der anderen Seite merkt Jerry Lawler am Ende an, dass man die WWF für solche Matches einfach lieben müsse. Und – der Mann hat irgendwie recht.

      Zum Match: KLICK

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    • Die Geburt des TLC Matches, dass musste wirklich in die Wertung mit rein. Und man kann sagen was man will, ich fand die damaligen TLC Matches einfach besser. Die Teams waren so stimmig und die Art und Weise einfach "anders". Vor dem TLC Match hatte man Respekt, genau wie einst vor dem Hell In A Cell Match. Diese ganzen Gimmick Matches mit Geschichte wurden in der heutigen Zeit total ausgesaugt, wenn man bedenkt was die für ein Standing hatte.

      Hardys, Dudleys, Edge & Christian.. also die Matches waren immer ein Leckerbissen. Wie Hardy an den Seilen hing und Edge den Spear vom Toprope zeigte, gewagt und grandios. Zwar will man heute kaum waghalsige Aktionen sehen, aber zu der Zeit war das einfach ein Muss.
    • Wenn man all die TLC Matches der Neuzeit kennt und sich dann die Hardy/Dudley/E&C Matches reinzieht, ist das schon eine ganz andere Hausnummer. Wie bereits erwähnt waren die Bumps teilweise haarsträubend. Damals hat sich die WWE noch nicht um etwaige Auswirkungen auf den Körper geschert, da war nach wie vor die Monday Night Wars Mentalität zu erkennen - wenngleich der Kampf im Sommer 2000 schon lange gewonnen war. Das "Höher, weiter, schneller"-Prinzip ist aber eben nur begrenzt anwendbar und wurde zu der Zeit schon mehr oder weniger komplett ausgeschöpft. Es war zwar unterhaltsam, aber die Folgen hat man dann Jahre später gesehen bei Edge, Christian, den Hardys und auch bei den Dudleys - wobei sie zumeist ja "nur" austeilen.
    • Ich hab gestern Ausschnitte von Dude Love vs. Steve Austin gesehen. Allein früher die ganzen Chairshots. Es wirkte so echt, weil es echt war. Man hat zwar damals auf die Sicherheit etwas "geschissen", aber man merkt schon den deutlichen Unterschied zu heute. Und ja, die Karriereopfer sind groß. Trotzdem möchte ich diese Matches nicht missen wollen, dass waren harte und zähe Fights. Ich hab noch die erste TLC DVD, mit den Matches, immer wieder ein Highlight zu gucken.

      Jedenfalls wurde hier das richtige Match ausgewählt, dass war eine unvergessene Geburtsstunde. Die WCW hat es noch versucht zu kopieren, war allerdings nur "ganz nett". Wer war das noch mal.. Young Dragons vs. 3 Count? So lang her..
    • Daran kann ich mich gar nicht erinnern, interessant. Auf jeden Fall haben sie ja auch aus Verzweiflung eine eigene Hardcore Division ins Leben gerufen, die unsagbar schlecht war - zumindest die paar Matches, die ich mir angesehen habe.

      Auf der anderen Seite haben sie die Cruiserweights in Nordamerika etabliert. Das muss man ihnen lassen.
    • Dieses Match passte einfach. So wie du es in einer Kolumne beschrieben hast. Das Match brauchte kein großes Set Up, keine großen Worte. Hier wurde einfach noch einmal ein besonderer Hauch auf dieses Match gelegt und es hat damals einwandfrei geklappt.

      Ich glaube solche Matcharten leben heute eben nur noch vom Namen. Ich brauche halt natürlich auch Teams, die mit so einer Matchart kompatibel sind und vor allem brauche ich auch eine Ausrichtung als Promoter um einem solchen Match gerecht zu werden.

      Der SummerSlam 2000 brachte jedoch auch ein hervorragendes Triple Threat Match um die WWF Championship hervor. Muss man auch mal gesehen haben.^^

    • Teil #6: Jeff Hardy vs. CM Punk (SummerSlam 2009)

      Das Jahr 2009 sollte nicht als das ruhmreichste Jahr der WWE in die Geschichte eingehen. WrestleMania 25 war trotz seiner Möglichkeiten ein wahrer Reinfall, die WWE bot uns immer wieder aufgewärmte Sachen an wie Randy Orton vs. John Cena oder die mittlerweile lächerlich gewordene D-Generation X von Shawn Michaels oder Triple H, welche die aufstrebenden Wrestler wie Ted DiBiase Jr. oder Cody Rhodes immer wieder fürs Neue demütigten.

      Doch dieses Jahr 2009 sollte dennoch etwas Denkwürdiges schaffen. Nach dem Shawn Michaels vs. Chris Jericho im Jahr 2008 wohl eine der größten Fehden des Jahrzehnts lieferten, sollte auch die Fehde welche uns in dieser Ausgabe begleitet ins selbe Horn blasen.

      Und alles sollte drei Jahre zuvor beginnen

      Die Parallelen, welche beide Männer zu diesem Kampf begleiten sollten, sind wahrlich interessant, da beide Männer in ihren Lebenseinstellungen nicht konträrer sein könnten.
      Alles nahm im Sommer 2006 seinen Lauf. Die WWE hatte damals noch ein wesentlich brutaleres, kontroverseres Gesicht als ein gewisser Jeff Hardy seine Rückkehr in die WWE feierte, um sich gleich einmal mit dem Intercontinental Champion Johnny Nitro anzulegen. Drei Jahre zuvor wurde der einstige Muster-Tag Team Wrestler noch mit Schimpf und Schande vom Hofe der McMahons gejagt und sollte daraufhin selbst bei TNA nicht wirklich völlig überzeugen können.
      Der Schritt zurück zur WWE sollte dann die Karriere von Jeff Hardy so richtig in Schwung bringen. Der Bruder von Matt Hardy sollte binnen drei Jahre Intercontinental Champion, Tag Team Champion und schlussendlich doch auch noch Liebling der Massen werden. Im Dezember 2008 sollte sich mit Jeff Hardy jemand den WWE Titel sichern können, den man diesen Schritt nur schwer zutrauen mochte. Dennoch war Hardy an seinem Ziel. Leider wurde dies dann doch bookingtechnisch mit der unsäglichen Fehde gegen seinen Bruder Matt Hardy bei WrestleMania 25 wieder etwas revidiert. Doch der Rainbow Hair Warrior kämpfte sich wieder ins Title Picture. Bei Extreme Rules 2009 war es Jeff Hardy zum zweiten Mal in seiner Karriere gegönnt sich zum prestigeträchtigen Champion zu krönen in dem er Edge in einem Leitermatch besiegte. Doch dann kam ein Mann, der Jeff Hardy das Leben in den nächsten Monaten zur Hölle machen sollte…

      Just say „no“

      CM Punk debütierte 2006 bei ECW und war vor allem von der Internet Community geliebt. Doch auch die breite Masse sollte sich auf die Seite des Straight Edge Superstars stellen. Der Mann aus Chicago arbeitete sich von der Undercard empor. Die Anzeichen, dass Punk ein ganz großer Wrestler werden könnte, zeigten sich bei Survivor Series 2006 als der Jungstar enorme Reaktionen an der Seite von Triple H und Shawn Michaels ziehen konnte.
      Der große Wurf sollte dennoch etwas auf sich warten lassen und so machte sich Punk erst im Herbst 2007 erreichte der Wrestler mit dem Titelgewinn der ECW Championship gegen John Morrison seinen großen Wurf.
      Trotz des antiklimatischen Titelverlustes gegen Chavo Guerrero im Januar 2008 sollte die Karrierekurve von CM Punk steil nach oben zeigen. Im Sommer wurde Punk als neuer Mr. Money in the Bank ins RAW Roster gedraftet und konnte sich dort die World Heavyweight Championship von Edge schnappen. Damit war CM Punk innerhalb von 2 Jahren am Olymp angekommen. Doch der erste Titelrun sollte ein wahrlich unwürdiges Schauspiel für Punk werden und so wurde der Straight Edge Superstar kurz darauf wieder in die Midcard gespült werden
      Die Wirren der WWE mitsamt eines Drafts bereits im April 2009 sollte CM Punk wieder gedraftet werden und dieses Mal wurde SmackDown zu seiner neuen Heimat. Wie schon im Vorjahr war es auch dieses Mal ein Draft als Mr. Money in the Bank. Und auch dieses Mal sollte CM Punk sich den World Heavyweight Titel durch einen Cash In sichern sein damaliger Gegner war besagter Jeff Hardy.
      Bereits einige Wochen später konnte CM Punk seinen Titel in einem Triple Threat Match gegen Edge und Jeff Hardy verteidigen. Beim WWE PPV „The Bash“ verlor CM Punk zwar das Match. Doch der Titel sollte ihm Hold bleiben da dieses Match mit einem DQ-Sieg für Jeff Hardy endete. CM Punk gab damals eine Augenverletzung als Grund für die DQ an, doch dies stellte Jeff Hardy sogleich in Frage.
      CM Punk sollte in der Folge Heel turnen und fortan waren zwei natürliche Feinde geschaffen. Immer wieder monierte sich Punk über die einstigen Drogenprobleme von Jeff Hardy. Und dieser sollte schlussendlich CM Punk Lügen strafen in dem er den Titel bei Night of Champions erringen konnte. Die Fehde sollte also langsam ihren Höhepunkt finden. Alles war eingerichtet für die Schlacht beim WWE SummerSlam in der Paradedisziplin des amtierenden Champions: TLC.


      Match @ SummerSlam 2009

      Vor allem für Jeff Hardy war diese Matchart keine Unbekannte. Er war dies natürlich schon aus seiner Zeit als legendärer Teil der Hardy Boyz gewohnt. Doch den Beginn konnte CM Punk für sich nützen und attackierte sogleich Jeff Hardy mit einem Stuhl. Rasch stellte der Herausforderer eine Leiter auf und versuchte diese zu erklimmen, aber Jeff stieß die Leiter um.
      Aber auch der Versuch von Jeff Hardy die Leiter zu erklimmen scheiterte an CM Punk. Der Go2Sleep sollte jäh folgen, aber Jeff befreite sich.
      Punk hingegen konnte den Poetry in Motion von Jeff Hardy abfangen und ihn gegen einen Stuhl schleudertn. Mehrmals attackierte Punk daraufhin Jeff Hardy mit einer Leiter und schleuderte den Champion in die Ecke. Der Spinning Heel Kick von CM Punk folge und er schleuderte Jeff Hardy raus.
      Es sollte erstmals der Tisch ins Spiel kommen und Punk versuchte den Kopf Hardys in einen Stuhl zu klemmen. Doch Jeff wehrte sich erfolgreich und so traf CM Punk nur den Ringpfosten und nicht Jeff.
      Hardy schickte CM Punk nun unverhohlen gegen die Stahltreppe, aber diese konnte CM Punk ausweichen. Jeff Hardy lässt seinen Poetry in Motion aus dem Arsenal. Nun folgte der erste Splash auf den auf dem Tisch liegenden CM Punk. Aber der Splash ging ins Leere und so musste Hardy alleine durch den Tisch. Der Herausforderer nutze nnun den Moment und schnappte sich eine Leiter und wollte mit dieser den Titel erklimmen. Aber wieder wurde er von Hardy gestoppt. Punk möchte daraufhin einen GTS von der Leiter zeigen. Aber Jeff kontert mit der Sunset Bomb von der Leiter. Wieder will Jeff Hardy die Leiter erklimmen. Mit den Fingerspitzen am Titel wird Jeff Hardy aber aus seinen Träumen gerissen als CM Punk die Leiter umstieß.
      Nach einigen Augenblicken konnte Jeff Hardy aber die Wiederauferstehung feiern mit einem Twist of Fate aus dem Nichts. Wieder stieg Hardy die Leiter empor und ließ die Swanton Bomb folgen. Aber diese ging ins Leere und CM Punk konnte daraufhin den High Running Knee folgen lassen.
      Außerhalb des Rings werden nun Stühle und Monitore eingesetzt, um sich gegenseitig Schaden zuzufügen.
      Der Champion griff nun nach seiner XXL-Leiter und erklomm diese heroisch um die Swanton Bomb folgen zu lassen. Diese saß nun perfekt und traf den auf dem Kommentatorenpult liegenden CM Punk. Dieser Spot sollte aber vor allem Jeff Hardy schwer treffen und dieser musste auf einer Trage fixiert werden. Doch Hardy lehnte die Hilfe ab und folgte CM Punk in den Ring. Beide Männer bestiegen angeschlagen die Ringleiter und teilten Schlagsalven aus. CM Punk konnte sich dabei durchsetzen und Jeff von der Leiter stoßen. Mit letzter Kraft löste Punk den Titel aus seiner Verankerung und konnte sich damit den World Heavyweight Titel sichern.

      Fazit:

      Für CM Punk sollte dieses Match ein Meilenstein in seiner Karriere werden. Seine WWE Karriere sollte noch einige Jahre andauern und so konnte sich der Straight Edge Superstar sogar die WWE Championship wieder sichern und diesen Titel sogar für mehr als ein Jahr sein Eigen nennen. Die WWE Karriere von Punk endete jedoch ebenso jäh und unversöhnlich, dass er seit dem keine Erwähnung mehr findet und auch seine Ausflüge zum MMA eher traurige Versuche sind sich ins Rampenlicht zu kämpfen.
      Das Match beim SummerSlam 2009 sollte für lange Zeit das letzte PPV-Match in der WWE für Jeff Hardy werden. Im Januar 2010 debütierte Hardy bei TNA und sollte dort ebenso seiner Rolle als Skandalnudel gerecht werden. Erst sieben Jahre später konnte Jeff Hardy wieder seinen Weg in die WWE finden, wo er fortan mit seinem Bruder Matt wieder in der Tag Team Division aktiv ist.


    • Bekanntlich bin ich kein Fan von CM Punk. Aber auch wenn es hier eine andere Person gewesen wäre, so hätte ich das Match jetzt weniger in der Auswahl gehabt. Muss auch gestehen, dass ich 2007 bis 2010 nur wenig aktiv verfolgt hab. In meinen Augen sehr schlechte Jahre. Hier und da mal ne gute Story, aber auch nicht die beste Umsetzung.
    • Am Ende des Tages ist die Auswahl der Matches immer subjektiv. Wir hätten natürlich die tollen Matches der 90er und frühen 2000er ansprechen können, der SummerSlam bietet aber viel mehr als das. In den vergangenen Jahren hat es gute Ausgaben dieses PPVs gegeben und teilweise wirklich tolle Matches. Die werden in Zukunft auch noch entsprechend gewürdigt werden von den Fans, die dann die Jahre 2009 bis 2013 vielleicht besser finden als das Produkt im Jahre 2023. Ebenfalls wollten wir - da kann ich mich nur wiederholen - ausgewogene Ausgaben haben, mit Matches aus jedem Zeitraum. Du, Vince und auch ich sind natürlich immer etwas auf die Ruthless-Aggression Zeit fixiert, aber wir wollten da mal bewusst aus dem Muster raus und einfach interessante Ausgaben für alle schreiben.

      Und ich finde, dass uns das sehr gut gelungen ist. Man darf über die Matchauswahl natürlich streiten. Im gleichen Atemzug sollte man aber schon inhaltlich zumindest Bezug nehmen und dann auch schreiben, warum man das besagte Match gut oder nicht gut fand. Diese Ausgaben der Kolumne haben relativ viel Zeit und vor allem Recherche erfordert. Aufwand, den man in Diaries oder auch in die Freizeit hätte stecken können. So ein Zweizeiler wirkt auf den Schreiber nicht unbedingt motivierend, da viel Arbeit drin steckt. Es war schon recht schwierig, alle Ausgaben pünktlich vor dem SummerSlam rauszurocken, ohne dabei im Umfang Abstriche zu machen.

      Und man muss immer bedenken: Das ist sicherlich nicht die letzte Kolumne dieser Art und das sind jetzt auch nicht die sechs besten Matches der SummerSlam-Geschichte. Solch eine Liste könnte man gar nicht zufriedenstellend aufstellen. Ich wollte mich jetzt bald auch nochmal speziell zu den Ausgaben von Virus äußern und das halte ich auch für sehr angebracht.

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