[Sammelthread] Wrestling-Bücher

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    • [Sammelthread] Wrestling-Bücher

      Ich war jetzt die Tage krankgeschrieben und habe das "The Death of WCW" Buch in der "10th Anniversary Edition" verschlungen. Es ist jetzt nicht so extrem detailliert, wie es sich wohl der ein oder andere WCW Fan wünschen würde. Aber der Inhalt ist schon gewaltig finde ich. Auf fast 340 Seiten werden die Anfänge des Wrestling-Booms dank Kabel-TV und Pay-Per-Views beleuchtet, die Territorien-Zeit, wie Vince seine WWF zur Macht pushte, die schwierigen WCW-Jahre Anfang der 90er und letztendlich dann die Monday Night Wars, wobei der Fokus natürlich auf der Company aus Atlanta liegt. Ab 1995 geht das Buch dann fast durchgehend auf jeden WCW Pay-Per-View ein, der bis 2001 stattgefunden hat, zwischendrin werden auch ein paar Angles und Matches (leider vornehmlich nur die besonders schlechten) von Nitro erwähnt. Schade: Thunder findet fast gar nicht statt. Ansonsten Daumen hoch!

      EDIT: Ich finde auch, dass einem das Buch als Writer bzw. Booker hilfreiche Tipps mit auf den Weg gibt. Es werden sehr viele Negativbeispiele aufgeführt, wie man es nach Möglichkeit nicht machen sollte. Auf der anderen Seite werden die guten Kniffe auch gelobt-
    • Witzig, ich habe das gleiche Buch vor ca 10 Tagen gelesen und auch ultraschnell durch. Es war mein erstes Wrestling Buch und hab mir direkt danach die Biografie von Eric Bischoff bestellt, was nun gestern auch beendet wurde. Beides tolle Bücher mit sehr interessanten Details, Fakten und Zitate!
      Für Booker und Writer sicherlich sehr interessant, aber noch interessanter finde ich, rückblickend, welches Glück die WWF mit dem Kauf der WCW hatte! Der Wert des Archivs ist heute mit Geld für die WWE nicht mehr aufzuwiegen (Network! Monopol!!!)
      Mir gefällt Vorallem die Kombination aus den beiden Büchern, weil man 2 komplett verschiedene Ansichten von 2 Seiten erhält zum eigentlich gleichen Thema.
      Absolut empfehlenswert!!!
    • Das Buch ist ehrlich gesagt gar nicht so umfangreich bei den geschilderten Storys finde ich, was ich aber auch nicht weiter verwunderlich finde: Das würde den Rahmen schlicht sprengen. Wie bereits erwähnt wird ja nicht nur die WCW in den Monday Night Wars thematisiert, und zwar mit jedem einzelnen WCW PPV und einigen Nitros & Thunders von 1995 bis 2001, sondern auch der Wrestling-Boom in den 80ern mit Kabel-TV, Pay-Per-View und Co. sowie die schwierigen WCW Jahre mit Jim Herd und Dusty Rhodes etc. :D. Da kann man sich gar nicht so lange mit bestimmten Thematiken oder gar Einzelschicksalen befassen, wenngleich das natürlich mindestens genauso interessant wäre für mich. Aber das will das Buch gar nicht sein. Genau deswegen ist es auch so kurzweilig und ich kann wirklich jedem nur empfehlen, das mal durchzulesen.

      Aber natürlich bildet jedes gelesene Wort weiter und man kann das perfekt in weitere Looking Backs, Porträts oder was auch immer mit einfließen lassen. :)
    • Ich für meinen Teil wollte bereits ein neues Diary beginnen, nachdem ich die Hälfte gelesen hatte. Jetzt aber habe ich mich dazu entschieden das gelesene in meine WCW einzubauen (weswegen es auch mit dem nächsten Reports ein bisschen länger dauert ^^)
      Was mich an "Ultimate Death of WCW" ein bisschen stört ist, dass dort einige Dinge thematisiert werden und sehr schlecht gemacht werden, obwohl es dazu viele andere Erklärungen gibt als zB "nur" menschliches Versagen oder Unfähigkeit der Booker... gutes Beispiel dafür ist der Main Event bei Halloween Havoc DDP gegen Goldberg. Betrachtet man mehrere Aussagen dazu, dann liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte...
    • Das Match, die Fehde selbst und auch der Hype waren mit das beste der WCW, definitiv! Aber die PPV Käufer sahen nur die Anfangsminuten, weil die "Satellitetime" überschritten und dann die Übertragung gekappt wurde.
      Das wurde und wird bis heute als einer der schlimmsten Fehler dargestellt, weil natürlich ein großer Schaden entstanden ist. Allerdings kann man das auch den Anbietern in die Schuhe schieben, denn "overtime" ist schon immer Gang und gebe gewesen, sowohl bei TV als auch bei PPV.
    • Jaaaa Du hast Recht! Ich erinnere mich an das schwarze Bild, auf "Super DSF" lief das damals noch. Und ich war so sauer, da ich ja das Live sah und auf VHS aufgenommen hatte.

      Aber das Match wurde noch mal gezeigt, es liefen damals so viele Wiederholungen auf DF1, dann gab es das ganze Match zu sehen.

      Mein Gott wie lange das schon her ist..
    • Das ist aber schon mal passiert, keine Ahnung ob das bei Nitro oder Thunder war. Plötzlich war am Ende das Logo eingeblendet und die Show war vorbei. Die deutschen Kommentatoren (in der WCW die Geilsten überhaupt) haben dann plötzlich alles abgewürgt und sich verabschiedet.
    • Das ist sogar recht häufig passiert und bei RAW passiert das regelmäßig, um dem Zuschauer das "Live-Erlebnis" noch spannender zu präsentieren. Bei NITRO war das ein alltäglichen Stilmittel ein bisschen früher anzufangen und ein bisschen später aufzuhören. Beim Havoc allerdings haben einige Anbieter einfach den Saft abgedreht und das war in dem Fall ein sehr großer Anteil aller Anbieter.... Nachdem das Match dann am Montag im Free-TV übertragen wurde, hat man damit ein Rating um die 9-10 Punkte eingefahren, aber gleichzeitig jede Menge Zorn der Leute abbekommen, die dafür imemrhin 25$ gezahlt hatten....
      In der heutigen Zeit gar nicht vorstellbar, dass man einem Programm den Saft abdreht^^ Beim Gottschalk hätte man sich das nicht getraut :D
    • Heute kann das einfach nicht passieren und sähe schlecht aus in Verbindung mit dem WWE Network. Als Gimmick könnte man das aber noch mal bringen. Ich erinnere mich da an 2008 (?) wo Regal im Ring stand und sagte das man das Licht ausmachen sollte. Es wurde so extrem gebuht und im dunkeln war dann plötzlich RAW vorbei. Für mich einer der besten Heelaktionen.

      In den 90er konnte man auch etwas "schlampig" Arbeiten. Schau wie Anspruchsvoll und übertrieben heute alle sind. Wenn Fans schon ausrasten und rumheulen weil Samoa Joe einen Anzug trägt.. Also es gibt Momente, da schäme ich mich zu den Wrestlingfans zu gehören.
    • Das macht dann solche Aussagen wie von Eric Bischoff in seinem Buch umso interessanter! Der gute EazyE hat da ordentlich mit IWC und zB dann mit Leuten wie Russo abgerechnet. Es ist interessant solche Aussagen zu lesen und den Blickwinkel derer zu erfahren, die sich etwas dabei gedacht haben und dann von den selbsternannten Smarks auseinander genommen werden.
      Da fällt mir auch gleich TripleH und Stephanie McMahon ein, die nicht selten in ihrer Heelrolle den Wunsch der Fans in der Halle ins lächerliche ziehen und auch gegen die IWC "shooten". Das zieht natürlich doppelt Heat und lässt die Wrestlingforen auf Hochtouren arbeiten, Effekt: Es wird deutlich mehr über die WWE geschrieben^^
    • Ist die Biografie von Eric Bischoff wirklich so empfehlenswert? Ganz ehrlich: Ich finde Easy E mindestens genauso unsympathisch wie Vince Russo. Die beiden haben die Eigenheit, eigene Fehler nicht klar und deutlich zugeben zu können. Wenn dann zähneknirschend im Nebensatz oder gleich so formuliert, dass man Dinge sicherlich hätte "anders" oder "besser" machen können. Ich habe mir Stichprobenartig mal den Teil des Buches durchgelesen, als er über den geplante Kampf gegen Vince McMahon bei einem WCW PPV gesprochen hat und seine Kampfsport-Skills hervorgehoben hat. Da hatte ich eigentlich schon keine Lust mehr drauf. Bischoff und Russo zusammenarbeiten zu lassen, war eine absolute Schnapsidee. Bischoff hatte nachweislich seine Stärken im Marketing und der Promotion. Er war kein klassischer Show-Writer und hatte genau eine (!) gute Idee, die im Grunde genommen aber auch eher eine Marketingkampagne war. Die hat aber zu 1000% funktioniert und die WCW durch die Decke schallen lassen, deswegen hat er seinen Platz in den Geschichtsbüchern verdientermaßen erhalten. Aber was folgte dann? Totale Planlosigkeit.

      Die Personalie Vince Russo finde ich da hingegen viel spannender, wenngleich sein Buch "How WCW killed Vince Russo" ja sehr miese Rezensionen erhalten hat. Alleine schon der Titel...puh. Allerdings sehe ich Parallelen zwischen der berüchtigten WCW 2000 und der Attitude Era der WWF - nur leider nur die ganzen negativen. Weiterhin war es absolut schädlich, dass Russo so sehr auf die IWC geschielt hat, die er jetzt seit den letzten Jahren ja vehement verteufelt. Da wurde offen Kayfabe gebrochen und mit "Slang" herumgespielt, den man so nie hätte zeigen sollen. Die IWC war damals viel zu klein und die Casual Audience abgeschreckt. Lose-Lose-Situation. Er wirkte schon damals zu WCW-Zeiten sehr verbittert, dass er nicht den "Ruhm" für die Attitude Era erhalten hat, sondern McMahon und Co.

      Er hat schlicht seine "Rolle" vergessen: Er war Writer einer Wrestling-Show, wollte dann aber irgendwie mehr. Schwer zu erklären.
    • Also ich finde das Bischoff schon ein anderer Charakter wie Russo ist. Bischoff ist zwar kein Lamm vor dem Herren, aber Russo hat es am meisten verbockt. Denn dieser hat in der WCW alles öffentlich gemacht, Bischoff lies alles Backstage regeln. Russo hat da für mich die größten Fehler gemacht, die Dinge öffentlich zu machen. Der Streit mit Hogan vor den Kameras war einfach grauenhaft und traurig.
    • Ich habe ja auch nie gesagt, dass Bischoff und Russo die gleichen Charakter haben. Aber sie haben diese gemeinsame Eigenheit finde ich.

      Der Bash at the Beach 2000 Vorfall soll doch laut Russo ein kompletter Work gewesen sein. Alle Beteiligten waren über das Finish angeblich im Bilde. Erst im Nachhinein, als Hogan im Internet gelesen hat, dass sich die "Smarks" über diesen Angle freuten, da der Hulkster endlich mal zurechtgewiesen wurde mit seinem ganzen Creative-Control-Kram, fühlte sich Hogan "hintergangen", hat die WCW verlassen und gemeinsam mit Bischoff verklagt. Vor Gericht wurde das aber alles (nachweislich) abgeschmettert - wie überraschend...
    • Also das Buch von Bischoff ist meiner Meinung nach absolut zu empfehlen. Es ist einfach zu lesen, weil es auch sehr gut strukturiert ist und man erhält viele Informationen zu dem Thema wie er überhaupt an die Spitze der WCW ankommen konnte. Er ist in vielen Teilen sehr bescheiden oder gar sehr selbstkritisch, in anderen Teilen hebt er aber (meiner Meinung auch vollkommen zu Recht) seine Arbeit hervor, denn er ist definitiv ein wichtiger Kopf in der Geschichte des Wrestlings. Er räumt mit vielen Halbwahrheiten auf (zB die ersten Garantieverträge oder Creative-Control Klauseln, die nachweislich nicht erst bei WCW auftauchten).
      Interessant sind für mich die ganzen Insider-Informationen zu dem Niedergang von Turner Broadcasting und dem Machtverlust von Ted Turner. Keiner konnte sich so wirklich den Erfolg der WCW erklären und wollte das Produkt eigentlich loswerden (außer Ted Turner, der die WCW nie verkauft hätte). Dadurch sind einige Punkte erklärt worden, die mir oft sehr schleierhaft vorkamen (die WCW wurde ja gegen Ende immer mehr cartoonish und überzeichnet dargestellt, weil TimerWarner ein Familienprodukt haben wollte... Also praktisch war das die PG-Era der WCW)
      Die Passage die du ansprichst, @pokusa, geht noch weiter, da erzählt Bischoff, dass Hogan ihm klar gemacht hat, dass Vince auftauchen wird und Bischoff dann auch ordentlich hätte einstecken müssen, was Bischoff selbst auch glaubt. Aber ihm wären die Schmerzen egal gewesen, denn er hätte ordentlich Publicity gezogen :D
      Vince Russo und Paul Heyman mit seiner ECW bekommen ordentlich ihr Fett weg, da merkt man einfach, dass die 3 vollkommen verschiedene Typen sind und sich nicht riechen konnten/können. Gleichzeitig gibt es große Komplimente für die McMahons.
      Wer sich für die Entwicklung der WCW interessiert und warum das teilweise alles so gekommen ist, der erhält super Eindrücke aus einer natürlich subjetiven Sicht (ist halt auch eine Biografie). Mir wurden Fragen beantwortet die zB das Buch "Death of WCW" aufgeworfen hat: Freikarten in Sturgis? Halloween Havoc 98? Russo und Bischoff in einem Boot? Bash at the Beach 2000? Und vor allem: Wie konnte VKM die WCW für 3,5 Millionen $ aufkaufen, wenn es wenige Monate vorher noch ganz andere Angebote gab???
      Mit den Aussagen von Bischoff drehen sich da auf jeden Fall nochmal ein paar Meinungen/Gedanken zu dem ganzen Thema, auch wenn da natürlich wieder nur eine Seite schreibt und diese auch noch von der WWE gesponsort wurde....
      Ich kann es empfehlen ;)
    • Ich selber habe es (noch) nicht gelesen, die Reviews lesen sich aber sehr gut. Flair ist im Buch schonungslos ehrlich. Ich denke, dass es durchaus empfehlenswert ist, vor allem für dich als Ric Flair Fan.