Porträt - Der Undertaker als Biker (Letzter Teil online! )

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    • Porträt - Der Undertaker als Biker (Letzter Teil online! )

      Teil 1 - 2000



      Erinnert sich noch jemand an die Zeit, als der Undertaker sein Totengräber-Gimmick überdurchschnittlich lang auf den Friedhof verbannte und sein Unwesen als patriotischer Biker trieb? Über eine Zeit, die von der WWE so gut es geht aus den Geschichtsbüchern ausradiert wurde.

      Wir schreiben den 21. Mai 2000. Im Main Event von WWF Judgment Day stehen sich WWF Champion The Rock und Triple H in einem 60-minütigen Iron Man Match mit Shawn Michaels als Guest Referee gegenüber. Die Uhr tickt unerbittlich herunter und die Überreste der Corporation sowie der reaktivierten D-Generation X (zusammen die McMahon-Helmsley-Faction) greifen in das Match ein, um Triple H zum Titelgewinn zu verhelfen. Plötzlich erlischt allerdings das Licht der Arena, ein lauter Gong ertönt, mysteriöse kleine Mädchen in weißen Kleidern erscheinen auf dem Titantron und sagen mit schaurig schöner Stimme „Are you scared? He’s back from the dead“. Der Undertaker feiert sein offizielles Comeback – und fährt auf einem Motorrad die Rampe herunter, unter einem der lautesten Publikumsreaktionen, die ich jemals erleben durfte. Der Deadman ist nach langer Verletzungspause offiziell zurück im Geschäft, fortan allerdings als Biker – als „American Bad Ass“. Alle Superstars der Triple H Fraktion stürmen auf die Stage und kassieren die Tracht Prügel ihres Lebens.

      Flashback: Das Jahr 1999 war sicherlich kein glorreiches für den Undertaker. Der Totengräber kämpfte mit etlichen verschleppten Verletzungen und zeigte im Ring keine besonders ansehnlichen Leistungen mehr. Nach dem SummerSlam des gleichen Jahres erlitt der Deadman eine Leistenzerrung und humpelte fortan zusehends durch den Ring. Dieses Handicap im Seilgeviert versuchte er durch mehr Mic-Work und mit Big Show als neuen Verbündeten, der oftmals für den Taker in den Ring stieg, wieder wett zu machen. Letztendlich musste der Undertaker aber eine kurze Auszeit von drei Monaten nehmen. Im September 1999 ermahnte Mr. McMahon on-air den Deadman, sein geplantes Casket Match gegen Triple H wahrzunehmen, da er ansonsten aus seinem Match bei Unforgiven gestrichen werden würde. Der Undertaker reagierte dünnhäutig und brüllte, dass ihm niemand etwas zu sagen hätte. Die Konsequenzen seien ihm egal und vielleicht würde er sowieso nie wieder für die WWF in den Ring steigen. In Wahrheit war dies der Vorwand für die angesprochene Auszeit, die im Dezember 1999 ihr Ende fand. Bei einer Houseshow in Caomo, Puetro Rico teamte der Taker, nach wie vor als Totengräber, zusammen mit Viscera, um Kane und The Godfather zu unterliegen. Zwar wurde der Undertaker als Attraktion auf dem Armageddon PPV-Poster abgelichtet, allerdings wurde sein Verletzungspech, neben der nach wie vor nicht wirklich auskurierten Leistenverletzung, durch einen Riss im Brustmuskel gekrönt. Das Ergebnis: Weitere rund fünf Monate Auszeit.

      Ab diesem Punkt gilt es, Ursachenforschung zu betreiben: Während dieser Auszeit wurde intern offensichtlich der Entschluss gefasst, das Gimmick des Deadmans auf Eis zu legen und den Undertaker als Biker zurückkehren zu lassen. Zwar glänzte das „Ministry of Darkness“ Gimmick nicht nur durch das geniale Entrance Theme in meinen Augen durchaus, zwischen all den „realitätsnäheren“ Akteuren im Roster wie The Rock, Triple H und Steve Austin wirkte das im Prinzip immergleiche Auftreten des Undertakers in der Tat aber etwas überholt und – für einen Main Player – nicht mehr zeitgemäß. Der Taker verlangte, um authentischer zu wirken und dem Charakter eine generelle Auffrischung zu verpassen, als Biker in die Shows zurückzukehren. Auch in der „Realität“ ist Mark Calaway, so sein bürgerlicher Name, begeisterter Motorradfahrer, sodass in Sachen Gimmick nichts aufgesetzt wirken würde.

      Ein von Kevin Nash verbreitetes Gerücht besagt, dass der Undertaker im Falle einer Ablehnung dieses Gimmicks durch Vince McMahon als „Ass im Ärmel“ in Verhandlungen mit der WCW gestanden haben soll, die durchaus bereits finale Züge besessen hätten. Um Copyright-Problemen aus dem Weg zu gehen, hätte der Undertaker sein Totengräber-Gimmick und selbst den Namen abgelegt, um fortan als Biker unter bürgerlichem Namen sein Unwesen in der WCW treiben zu können. Dies sind aber alles reinste Spekulationen und – bei allem Respekt – sollte man Shoot-Interview-Vize-König Kevin Nash (gleich hinter Jim Cornette) nicht jedes Wort glauben, da etliche Aussagen von „Big Sexy“ bereits durch mehrere Verantwortliche der jeweiligen Zeit widerlegt wurden (unter anderem seine vermeintlich erst im Februar 1999 gestartete Beschäftigung als WCW Headbooker). Ebenfalls gegen diese Theorie spricht, dass die WCW im Jahre 2000 bereits mehr als nur vor sich hinvegetierte und die Niederlage in den Monday Night Wars längst feststand. Von finanziellen Schwierigkeiten, dem Drunter und Drüber Backstage etc. möchte ich gar nicht erst anfangen.

      „We had Taker close. All of a sudden he wasn’t the Deadman. He became the American Badass for a reason. That Deadman wasn’t going to f—kin‘ come to WCW. He would have been the biker character and gone by Mark Calaway. All along, I was trying to get guys money, and what happened was Vince started giving huge guarantees to the Shawns and Undertakers and those guys and said, ‚I can’t lose my core guys.'“ – Kevin Nash, Sports Illustrated Interview 2015

      Wie dem auch sei: Der Gimmickwechsel des Undertakers war intern ab einem gewissen Zeitpunkt beschlossene Sache, sodass dem Comeback bei Judgment Day 2000 nichts mehr im Wege stand. Nach großartigen Reaktionen beim PPV an sich machte sich aber relativ schnell Ernüchterung breit. Aus kreativer Sicht zündete die kurzzeitige Involvierung in das McMahon-Helmsley-Geschehen sowie die gestarteten Fehden gegen Kurt Angle und Kane kaum, besonders desolat zeigte sich der Undertaker allerdings in Sachen körperlicher Verfassung. Mit etlichen Pfunden zu viel auf den Rippen und ordentlich Ringrost im Gepäck brawlte sich der einstig so agile Big Man behäbig durch seine Matches. Selbst die nicht mehr feierlichen Leistungen Ende 1999 wurden von Woche zu Woche unterboten. Gepaart mit seinem fragwürdigen Auftreten (der Taker vermied eng anliegendes Ring Gear und trug zumeist schlabbrige Jeans-Kutten oder Lederwesten) zog der „American Bad Ass“ den Heat der zu diesem Zeitpunkt heranwachsenden Internet Wrestling Community (die deutlich kritischer als heutzutage daherkam) und „Smart Mark“-Kritiker auf sich.

      Retire now, you crippled, has been, slow-moving, fried-food eating, motorcyle-riding, no-selling, tobacco-chewing, no-money-drawing, talentless piece of selfish SHIT. Kurt Angle is the future, you are NOTHING. Deal with it. And take Kane with you when you go. I’m sure the idiot rubes will cry and Ask the Rick where you went again for six months the next time you leave, but I’ll be happy to see you gone for good, where you can’t drag down any more PPVs. – Scott Keith, Fully Loaded 2000 Review für 411MANIA

      Bei Fully Loaded 2000 squashte der Undertaker Kurt Angle nach einer einseitigen Fehde in unter zehn Minuten aus dem Ring, nachdem der Taker zuvor sogar noch mit einem Rohrschlüssel attackiert wurde. Dieses Match steht stellvertretend für den „Hass“, den der Deadman bei den selbsternannten Smart Marks erzeugte. Schnell handelte sich der Taker den weniger vorteilhaften Ruf ein, sich für niemanden hinzulegen, trotz seines großen Namens und mieser In-Ring Performance. Die gängigen Bezeichnungen in diversen Internet-Foren für den Undertaker lauteten zum Beispiel „American Fat Ass“ – und das war noch eine der weniger beleidigenden. Ich möchte diese Aussagen weder bewerten, noch verteufeln oder unterstützen. Vermutlich musste Kurt Angle, der in der IWC als der neue Top-Star angesehen wurde, einfach nur Lehrgeld zahlen – wie so viele Akteure vor und nach ihm auch. Dennoch fasst diese ganze Geschichte die damalige Stimmung gegenüber dem Undertaker gut ein. Seine späteren Auseinandersetzungen im Rahmen der Invasion-Storyline gegen u.a. DDP und Chris Kanyon lieferten weiteren Nährboden und untermauerten seinen damalig bescheidenden Ruf.

      Die Anfangsphase des neuen Gimmicks verlief also – diplomatisch formuliert – holprig. Erst deutlich später sollte sich der Run als „American Bad Ass“ und allen voran „Big Evil“ als durchaus sehenswert entpuppen. Allerdings liegt noch das Jahr 2001 dazwischen, das zwar stark für den Taker begann, aber ebenso stark wieder abflachte.

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    • Wow, was für ein infromativer und spannender Bericht.
      Für mich liest sich das wie ein Paralleluniversum. Der Undertaker war 2017 out of shape? Sollte keinen PPV mehr drawen? Kaum zu glauben, wenn man daran denkt, dass der Undertaker bis 2010 eines der WWE Zugpferde war, der wohl auch gegen manch sehr schlechten Gegner dennoch ein interessantes Match workte.
      Mir gefällt es wie du die IWC von damals eingebaut hast, das finde ich spannend wie der Zeitgeist damals im Web war.

      Ich denke, dass der Schritt der WWE damals völlig richtig war. Der Ministry Taker war schon ganz schön over the Top. Man denkt nur mit schaudern an das Jahr 1999 als man sogar den Bossman bei WrestleMania hängte.
      ABA war das richtig Gimmick, um den Taker in einer Ära zu booken, die realitätsferne Gimmicks noch weniger kannte als die heutige Ära. Die Lust oder Formlosigkeit ist ja auch kein Versagen der WWE damals gewesen sondern jene vom Undertaker. Zum Glück konnte sich die Legende nach der Survivor Series 2001 wieder völlig erfangen.
    • Ich bin da natürlich etwas voreingenommen (zu erkennen an meinem Avatar und meinem Fav. Wrestler :D), aber der Taker als Biker ist natürlich ein sehr kontroverses Thema. Ich finde auch, dass der Undertaker Charakter eine Generalüberholung brauchte. Der Ministry Taker war ja schon quasi der Deadman in der Attitude Variante. Damals waren eben die meisten Top-Stars sehr "menschlich" finde ich. Da hat sich das Gimmick eher über das Verhalten definiert, nicht unbedingt über das Aussehen. Der American Bad Ass wirkte einfach zeitgemäßer und wirkte zwischen Leuten wie Austin, Triple H und später den WCW Akteuren auch etwas legitimer.

      Was man aber sagen muss: Der Undertaker ist zwar DER WWE Superstar schlechthin, er drawte aber eigentlich nie. Er brachte letztendlich die wirklichen Top-Stars over, die die Hallen ausverkauft haben. Als Babyface hat sich der Badass-Taker aber wirklich sehr, sehr schnell verbraucht. Dazu war sein In-Ring Work auch sehr unterdurchschnittlich. Es dauerte ja noch etwas, bis er wirklich voll als Striker inszeniert und verkauft wurde - das tat dem Charakter sehr gut. Klar, er war total außer Form und workte wirklich schwache Matches. Er investierte damals aber auch nicht viel in seine Matches und sellte fast keinen Move. Ich kann gut nachvollziehen, warum er damals in der Kritik stand - sowohl im Internet als auch später bei den Fans in der Arena, die nicht mehr so wirklich lautstark auf ihn reagierten. 2000 und auch 2001 war das alles sehr zäh.

      Und: Besten Dank für das Lob. :)
    • Es klingt jetzt verrückt, aber ich habe das nie so gesehen. In meinen Augen wurde der Undertaker öffentlich immer gefeiert, außer als er zum Heel turnte. Verlor er denn nicht das End Of An Era Match gegen Austin und kehrte dann später als Biker zurück? Ich meine das so in Erinnerung gehabt zu haben. Und dieses WCW Gerücht, dass hab ich schon oft gelesen. Aber es gab nie diesen eindeutigen Beweis das es wahr gewesen ist.

      Der Bericht ist gut geschrieben, keine Frage. Nur für mich wirkt das alles fremd, obwohl ich zu der Zeit ja die WWF geschaut hab. Zwar war ich mehr bei der WCW, aber das dürfte mir doch nicht entgangen sein. Vom Internet her kann ich da nichts sagen, ich hatte erst im Jahr 2000 das Internet bekommen. Ich war in der Sache ein Spätzünder, aber zu der Zeit ging es nicht anders.

      Und die Story gegen DDP, für mich einer der Schlimmsten. Man holt einen Topstar aus der WCW, um ihn gegen den Undertaker antreten zu lassen. Aber es war ein grauenhafter Flop. Das werde ich nie vergessen. DDP hatte ein mieses Theme, ein Stalker Gimmick, noch schlechter ginge es nicht.

      Das Ministry Gimmick war genial, es war eine Steigerung des Deadmans. Es ging mehr in die satanische Richtung, er war ein Sadist. Ich fühlte mich da gut unterhalten, fand aber persönlich nicht das es eine ausgelutschte Situation war. So ein Gimmick war für den Undertaker erschaffen. Der Biker war zwar ein frischer Wind, doch ich nahm es ihm nie wirklich ab. Vom Totengräber, zum Sadisten, zum Biker und dann wieder zurück zum Totengräber. Es hört sich genau so schräg an, wie es auch aussah.
    • Also der Undertaker sollte bei Unforgiven 1999 in einem Five-Way Match um die WWF Championship von Triple H antreten. Im Vorfeld sollte es bei RAW oder SmackDown!, das weiß ich nicht mehr genau, zu einem Casket Match zwischen Hunter und dem Taker kommen, doch der Deadman lehnte sich im angesprochenen Backstage-Segment mit Mr. McMahon an und wollte das Sarg Match nicht bestreiten. McMahon erwidert, dass wenn Taker nicht antreten würde, er seinen Spot bei Unforgiven verliere. Dem Taker war das herzlich egal und er zog davon. Steve Austin hatte da, soweit ich weiß, nichts mit dem Deadman direkt zu tun. Zwei Monate später wurde Austin aus den Shows geschrieben, da er sich einer Nackenoperation unterziehen musste.

      Teilweise liest sich das wirklich etwas fremd, aber der Taker war damals in der Tat höchst umstritten bei den Kritikern und "Smarks". Es gibt noch alte Newsletter und Foren-Einträge im Internet, teilweise über das Web Archive. Das finde ich sehr spannend, Berichte und Meinungen aus dieser Zeit zu lesen. Die WCW beispielsweise war 2000 sowas von unten durch bei den Smarks, das hätte ich so nie erwartet.

      Ja, Taker vs. DDP passte sich qualitativ gesehen dem restlichen Invasion-Angle an. Wirklich schade, was da alles vermasselt wurde.

      Ganz böse formuliert: Die Biker-Gimmicks (American Bad Ass, Big Evil, Deadman Inc.) haben uns die Lust auf das Deadman-Gimmick zurückgebracht. Erst ab 2004 wurde der Taker ja zu dieser großen Persona, die über alles und jeden steht, eigentlich nie clean verliert und SmackDown! trägt. Den Heel-Run als Big Evil hingegen fand ich wirklich super, das passte wie die Faust aufs Auge zum Gimmick. Die Darstellung als "Veteran" und Über-Face Ende 2002 und 2003 war dann Geschmackssache. Fakt ist, dass der Taker sicherlich nicht so hoch angesehen werden würde, hätte er dieses Gimmick weiter beibehalten.

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    • Achso, ne das war etwas vorher. Und eigentlich war die "echte" Fehde auch zwischen Austin und McMahon. Taker wurde später ja noch Tag Team Champion mit Big Show. Aber eigentlich war das sein letztes wirklich großes Match, zwei Monate später war er ja wirklich weg vom Fenster. Von daher nachvollziehbar, warum du das so in Erinnerung hast - vor allem wegen der irreführenden Stipulation. :D
    • Ist man gemein, könnte man tatsächlich formulieren, dass die Einzugssongs (American Bad Ass und Rollin') das Beste am Undertaker '00/'01 waren. Der Undertaker definierte sich in meinen Augen nie über grandiose Matches, war ab Mitte der 90er aber dennoch ein verlässlicher Main Eventer, der gegen Austin, HBK und Co. stets gut aussah und gar in dem einen oder anderen Klassiker involviert war. Der Undertaker lebte eben von seinem gleichnamigen Gimmick, das alles überstrahlte und vieles kaschierte - und genau das nahm man ihm 2000 ab. Deswegen wirkte er gerade im Ring absolut verloren.

      Mehr positive Worte werde ich für den Taker dann aber im nächsten Portrait übrig haben - als Big Evil passte er 02/03 perfekt in die Ruthless Aggression Era!

      PS: Calaway als Biker in der WCW ist natürlich grandioser Diary-Stuff... :D @ScandinavianFlick sucht doch nach einer Inspiration ;)
    • Ja, dieses "End Of An Era" Match klingt ja nach Abschied. Deswegen war es auch so fest im Kopf. Die Unholy Alliance zwischen Show und dem Taker muss an mir komplett vorbeigegangen sein.

      Aber wenn wenn der Undertaker kritisiert wurde, wohl eher mehr intern als außerhalb. Ich denke ihm wäre so nichts passiert, er hatte und hat heute McMahon noch in der Hand. Er bestimmt ja selbst über sein Gimmick und Storyline. Und wenn ich heute diese Taker Stories sehe, meine ich zu merken das er selbst kaum noch bock hat.

      3 Wochen vor WM baut sich eine Story auf, etwas Licht an und Aus, man zeigt auf das WM Logo und das war schon der komplette Inhalt der Geschichte. Das fing alles nach Michaels an, selbst die Anfangsstory um Lesnar war schlecht und endete dann auch noch mit einer explosiven Überraschung. Vermute mal das es ihm nur noch um das Geld geht, verständlich für ihn, aber nicht für jemanden als Fan.
    • Teil 2 - 2001



      Erinnert sich noch jemand an die Zeit, als der Undertaker sein Totengräber-Gimmick überdurchschnittlich lang auf den Friedhof verbannte und sein Unwesen als patriotischer Biker trieb? Über eine Zeit, die von der WWE so gut es geht aus den Geschichtsbüchern ausradiert wurde.

      Nach einer zwischenzeitlich kurz unterbrochenen Auszeit von rund acht Monaten kehrte der Undertaker, der in den 90er Jahren als Totengräber und Anführer der Ministry of Darkness in die Geschichtsbücher einging, im neuen Jahrtausend als „American Badass“ zurück. Ein patriotischer Biker, der mit seinem Motorrad zum Ring gefahren kommt und bis auf kurze, flapsige Kommentare lieber seine Fäuste hat sprechen lassen. Durch die lange Verletzungspause bedingte, bescheidende körperliche Verfassung zog der Undertaker Anfang der 2000er allerdings viel Heat auf sich, vor allem in der Internet Wrestling Community und bei den damalig aktiven Kritikern für diverse Medien (hier geht’s zum ersten Teil).

      Nach wenig berauschenden Fehden gegen das McMahon-Helmsley-Regime, Kane und Kurt Angle kam es im Dezember 2000 zum ersten Meilenstein der noch jungen Biker-Karriere des Undertakers. In einem hochgradig spannenden 6-Man Hell in a Cell Match gegen Kurt Angle, Rikish, Steve Austin, The Rock und Triple H, das vor allem durch die Dynamik der Teilnehmer, den vielen Spots und nicht zuletzt durch den großartigen Kommentar von Jim Ross brillierte, beförderte der Deadman Rikishi via Chokeslam vom Dach des Käfigs – ein Spot für die Ewigkeit und ein Match, das jeder zumindest einmal gesehen haben sollte. Der Undertaker ließ seinen Worten, jemanden in diesem Match „famous“ machen zu wollen, in gewohnter Manier Taten folgen. Dazu zeigte sich der Deadman Ende 2000 wieder in einer körperlich deutlich besseren Verfassung, durch welche er unter anderem wieder ein etwas seriöseres Ring-Gear tragen konnte – eines, das er bis auf wenige und leichte Variationen zwischendurch bis zum heutigen Tage beibehalten hat.

      Nach einem für den Undertaker weniger aufregenden Royal Rumble Mach 2001 formierte er sich zusammen mit Kane wieder zu den „Brothers of Destruction“. Aufgrund dessen, dass Edge & Christian sowie die Dudley Boyz die deutlich heißeren Tag Teams zu dieser Zeit waren, unterlagen die Brüder den beiden Teams in einem Tables Match um die WWF Tag Team Championship bei No Way Out. Wohl auch, um bei der folgenden 17. Ausgabe von WrestleMania das legendäre 3-Way TLC Match zwischen den Hardys, den Dudleys sowie Edge & Christian zeigen zu können. Bei WrestleMania X-Seven traf der Undertaker hingegen auf Triple H, der zwischen 1999 und 2001 eine der besten Heel-Performances aller Zeiten ablieferte. Die Rivalität drehte sich zeitweise sehr um Stephanie McMahon-Helmsley und blieb in meinen Augen doch eher etwas behäbig im Aufbau. Die No Disqualification Stipulation der eigentlichen Auseinandersetzung führte bei der WWE-Supershow dann allerdings zu einem – überraschend – guten, umkämpften Brawl, in welchem der Undertaker erstmals als wirklicher „Striker“ initiiert wurde. Zusätzlich dazu legte der Deadman zumindest für diesen Abend seine Angewohnheit ab, Schläge und Tritte nicht wirklich zu sellen. Dadurch erlangte das Match gleich eine völlig andere Intensität und wurde qualitativ zweifelsfrei besser. Fun Fact am Rande: Vor und nach diesem Match erwähnte die WWF erstmals die Siegesserie des Undertakers bei WrestleMania – zunächst „8-0“, dann „9-0“. Die Streak war geboren.

      Das Jahr fing gut an mag man meinen, das restliche 2001 zeigte den Taker dann aber zusehends in der Midcard. Der Deadman und sein Kayfabe-Bruder Kane teamten die meiste Zeit wieder zusammen und gewannen nach WrestleMania X-Seven bei SmackDown! das WWF Tag Team Championship Gold von Edge & Christian. Daraufhin legten sie sich mit Steve Austin (der bei WrestleMania zum Heel turnte) und Triple H, dem neuen Heel-Zweckbündnis namens „The Power Trip“, im Main Event von Backlash an, das mit einem Titelverlust der beiden zerstörerischen Brüder endete. Da bereits alles auf Zeichen Invasion-Storyline stand, musste der Undertaker beim folgenden PPV Judgment Day noch als Lückenfüller-Gegner für WWF Champion Steve Austin herhalten, bis sich die Wege des Takers und dem Main Event trennten.

      Es folgte die legendär (miese) Fehde gegen Diamond Dallas Page, der als perfider Stalker von Undertakers Frau Sara, die mittlerweile ebenfalls im WWF-TV zu sehen war, auftreten musste. Page versprühte in der WCW so viel Charme und wurde zum Liebling der Massen, weshalb es für mich absolut unverständlich gewesen ist, ihn als Heel mit zweifelhaftem, unpassendem Gimmick debütieren zu lassen. Diese Rivalität war schlichtweg eine Demontage von DDP, der gegen den Deadman kein Land sah und sang- und klanglos unterging. Also synchron zu den anderen Geschehnissen in der Invasion-Storyline, in welcher die WWF zumeist die Oberhand über das WCW/ECW-Personal behielt. Nach weiteren ungefährdeten Siegen gegen Chris Kanyon, The KroniK (Brian Adams and Bryan Clark - eines der miesesten Matches aller Zeiten) und Booker T unterzog sich der Biker-Charakter des Undertakers Ende 2001 einer weiteren Veränderung – er schnitt sich die Haare ab, nannte sich fortan „Big Evil“ statt „American Bad Ass“ und turnte Heel, indem er Jim Ross dazu zwang, Vince McMahon’s „Kiss my Ass Club“ beizutreten. Bereits nach rund eineinhalb Jahren zeigte die Persona des bejubelten Face-Bikers arge Abnutzungserscheinungen, sodass dieser Turn – wohlgemerkt nach so relativ kurzer Zeit – überfällig erschien. Fortan forderte der Undertaker „Respekt“ ein und prügelte die Under- und Midcard der WWF windelweich.

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    • Es klingt alles wirklich so schlecht :D Ja, mit DDP hab ich es so oft erwähnt, da hat man gründlich alles versaut. Auch KroniK, ein spätes und starkes Tag Team der WCW, wurde von der WWE komplett demontiert. Man fragt sich nur warum, mit Booker T und Co. hat man doch auch gut weitergemacht. Aber das ist ja ein anderes Thema.

      Jedenfalls hab ich die Kritik so um den Undertaker nicht mitbekommen, aber jetzt wo man das alles so liest.. Für mich ging das Gimmick erst richtig los, als er auch turnte. Er klöppte sich mit Hogan, mit einem ganzen miesen Chokeslam, folgte nicht da auch der Titelwechsel? Dann die Story mit Ric Flair, dass Match war bei XM X8 auch sehr grottig. Doch dafür konnte man mit der Story selbst gut punkten, es zwang ja Flair wieder in den Ring zu steigen.

      Dann kam wieder der Turn und er fehdete gegen Kane, Lesnar und Vince McMahon. Da nahm das Gimmick schon wieder fahrt auf. Aber was so vorher hier alles beschrieben wurde, ich bekam es einfach nicht mit.
    • Falls du das nicht schon für ein Wrestling-Magazin machst, dann solltest du das hier auf jeden Fall hauptberuflich machen. Liest sich immer gut und ist sehr informativ. :thumbup: Für mich, der nicht jede Dekade mitbekommen hat, ist das ein wunderbarer Geschichtsunterricht.

      So ein Porträt fänd ich übrigens für Sting ganz interessant. Der hat auch ein paar interessante Gimmick-Evolutionen vollzogen.
    • Teil 3 - 2002



      Erinnert sich noch jemand an die Zeit, als der Undertaker sein Totengräber-Gimmick überdurchschnittlich lang auf den Friedhof verbannte und sein Unwesen als patriotischer Biker trieb? Über eine Zeit, die von der WWE so gut es geht aus den Geschichtsbüchern ausradiert wurde.

      Nachdem der Undertaker als „American Bad Ass“ bei WWF Judgment Day 2000 seine umjubelte Rückkehr feierte, geriet der Run im Verlaufe des Jahres 2001 gehörig ins Stocken. Die Fehden im Zuge der Invasion-Storyline gegen unter anderem Diamond Dallas Page (DDP) und The KroniK (Brian Adams und Bryan Clark) wurden von Fans und Kritikern negativ aufgenommen – zu einseitig waren diese Rivalitäten, zu schwach die abgerufene Leistung des einstigen Deadmans im Ring (hier geht’s zum zweiten Teil). Auch in der finalen Schlacht zwischen WWF auf der einen und der Alliance (WCW/ECW, aufgefüllt mit WWF-Heels wie Steve Austin und Kurt Angle) auf der anderen Seite bei der Survivor Series 2001 wirkte der Taker eher wie schmückendes, historisch bedingt notwendiges Beiwerk. Somit entschied sich die Company im Dezember dazu, den Undertaker Heel turnen zu lassen, indem er Jim Ross dazu zwang, Vince McMahons berüchtigtem „Kiss my Ass Club“ beizutreten. Mit neuer Kurzhaarfrisur forderte der Undertaker, der fortan den Namenszusatz „Big Evil“ trug, Respekt ein – im Zweifelsfall musste es eben aus seinen Gegner herausgeprügelt werden.

      Das erste PPV-Match als Heel bestritt der Deadman bei Vengeance gegen WWF Hardcore Champion Rob Van Dam. Was bereits während dieser Paarung – Hardcore Stipulation hin oder her – klar wurde: Der Taker legte in seinen Begegnungen nun eine deutlich härtere Gangart an den Tag, würgte seine Kontrahenten mehrmals und unterbrach gar eigene Pinfalls, um die Tortur weiterführen zu können. Ja, als Heel funktionierte das Biker-Gimmick eindeutig besser. Dieses Fazit konnte bereits nach diesem Match, in welchem sich der Undertaker die Hardcore Championship sicherte, gezogen werden. In den Weeklies verteidigte „Big Evil“ sein Hardcore Gold gegen chancenlose Undercarder wie Matt Hardy oder Tommy Dreamer. Mit was für einer Gewalt der Deadman diese Matches bestritt, ist zweifelsfrei beeindruckend. Genau so baut man einen Badass-Heel auf, der auf nichts und niemanden Rücksicht nimmt.

      Im Royal Rumble Match 2002 war der Undertaker ebenfalls an einer fast schon legendäre Szene beteiligt: Im Übermut drehte der Taker den anderen Rumble-Teilnehmern den Rücken zu, woraufhin er von Tough Enough Gewinner Maven via Dropkick eliminiert wurde. Der Deadman traute seinen Augen nicht, stürmte zurück in den Ring und prügelte Maven anschließend quer durch die Arena und später Eingangsbereich. Endstation für Mavens Kopf war übrigens ein Kaugummiautomat. Trotz ausbleibender Erfolge wurde der Undertaker zum Hassobjekt der Zuschauer aufgebaut, was mit Bravour funktionierte. Über diese unfreiwillig lustige Eliminierung des Takers durch Maven machte sich bei SmackDown! dann „People’s Champ“ The Rock lustig, was der stolz auftretende Biker nicht auf sich sitzen lassen konnte. Er sorgte dafür, dass The Rock ein No. 1 Contendership Match auf die WWF Championship verlor. Rocky revanchierte sich daraufhin mit einem Eingriff im WWF Hardcore Championship Match zwischen dem Undertaker und Maven – mit fatalen Folgen für „Big Evil“. Er musste das Gold an den ultimativen Underdog abtreten, woraufhin für No Way Out ein Match zwischen The Undertaker und The Rock festgelegt wurde. Der Deadman verlor lediglich durch einen Eingriff von Ric Flair, der zu dieser Zeit eine Fehde gegen Mr. McMahon um die Herrschaft der WWF führte – und nach dieser Nacht den Zorn des Takers auf sich zog.

      Mr. McMahon, der im geturnten Undertaker einen Verbündeten sah, hetzte den Biker auf Ric Flair. Nachdem sich der „Nature Boy“ zunächst vehement weigerte, ein Match gegen den Undertaker bei WrestleMania X8 zu bestreiten, akzeptierte er letztendlich doch die wöchentlich erneute Herausforderung des Deadmans, nachdem dieser Ric Flairs Sohn David in einem brutalen Backstageübergriff bis zur Unkenntlichkeit zusammenschlug. Böse Zungen mögen meinen, dass dies der einzig positive Verdienst von David Flair im Wrestling-Geschäft gewesen sei. Klingt zunächst plakativ, so richtig widersprechen möchte ich dem aber auch nicht.

      Das No Disqualification Match gegen Ric Flair bei WrestleMania X8 ist das meiner Meinung nach erste große Highlight der Streak gewesen. Der Deadman zog Ric Flair, der bis auf ein Match gegen Mr. McMahon beim Royal Rumble seit etlicher Zeit nicht mehr im Seilgeviert stand und demnach äußerst rostig agierte, zu einem umkämpften, blutigen, spannenden, schlicht mitreißenden Brawl, der dank bekannter Signature Moves, harten Objektschlägen und vielen Nearfalls die Erwartungen mehr als übertraf. Nach vielen mittelmäßigen Auftritten im Ring bewies der Undertaker bei WrestleMania X8, dass er sich über die Jahre eine unheimliche Varianz im Seilgeviert aneignen konnte und diese nur aufgrund seiner körperlich eher durchschnittlichen Verfassung selten auch auf das Parkett zauberte. Durch sein MMA- und Boxtraining etablierte sich der Taker als Striker No. 1 der Company, seine schmerzerfüllten Schreie während den Haltegriffen Flairs sorgten für mehr Glaubwürdigkeit. Während des Matches griff auch Flairs Assistent und Kumpel Arn Anderson ein und zeigte den letzten (und wohl schönsten) Spinebuster seiner Karriere gegen den Deadman. Darüberhinaus versuchte die WWF in dieser Zeit, den neuesten Nickname des Undertakers bei den Zuschauern over zu bekommen: „Booger Red“. Jim Ross erwähnte diese Umschreibung mehrfach, aus offensichtlichen Gründen nahm die Company aber kurze Zeit später wieder Abstand von diesem zweifelhaften Spitznamen, der aufgesetzt, unrund und mal so gar nicht bedrohlich wirkte.

      Im Gegensatz zum letzten Jahr ebbte Undertakers Hoch nicht bereits wieder nach WrestleMania ab. Als legitimer Bösewicht, der die Fans bepöbelt, Wrestler zusammenschlägt, macht was er will und nicht zuletzt auch ohne Totengräber-Gimmick im Hinterkopf mit blumig umschriebenen Promos mauserte sich der Deadman als realitätsnaher, ja menschlicher Ass-Kicker zu einem der besten Heels jüngerer Vergangenheit. Unvergesslich in etwa sein Konter für die „What“-chantende Crowd in einer Promo mit Ric Flair, den ich aufgrund dessen, dass man diesen Beitrag nicht nur nachts lesen kann, mal nicht zitieren werde (sucht einfach mal nach „Undertaker owns a Fan / owns crowd“). Der Undertaker als „Big Evil“ war ein Eckpfeiler in der Main Event Szene nach WrestleMania X8 und krönte sich einige Wochen nach seiner blutigen Schlacht mit Ric Flair gegen Hulk Hogan bei Judgment Day 2002 erstmals seit 1999 wieder zum Undisputed WWE Champion. Vergleicht man den Undertaker des Jahres 2000 mit dem Undertaker des Jahres 2002, sieht man eine nicht von der Hand zu weichende Steigerung in sämtlichen Bereichen: In-Ring Performance, Selling, Promos, Gimmick – ein durch und durch verdienter Titelgewinn.

      Die Company aus Stamford, die sich mittlerweile in „World Wrestling Entertainment“ (WWE) unbenannt hat, suchte für den Sommer allerdings händeringend nach etablierten Babyfaces für den Main Event – und die Wahl fiel auf den Undertaker. In einem starken, oft zitierten Ladder Match um die WWE Championship gegen Jeff Hardy bei RAW zollte der Deadman dem Jüngling nach einer glänzenden, jedoch nicht siegreichen Vorstellung Respekt – und der Face-Turn war perfekt. Der Taker hat sich durch seine Zeit als Heel wieder den Respekt der Zuschauer erarbeitet, turnte zum letzten Mal in seiner Karriere und wechselte nach SmackDown! – einen Brand, den er bis zur Beendigung des Brand Splits 2011 nicht mehr verlassen sollte. Der einstige Totengräber hat sein Biker-Gimmick erfolgreich bei den Fans etabliert und ließ geschickt nach wie vor ein Gefühl vom klassischen Gimmick der 90er mitschweben. Als Undertaker mit dem „Deadman Inc.“ Namenszusatz workte er bei Vengeance 2002 eines der besten WWE Triple Threat Match aller Zeiten gegen The Rock und Kurt Angle. Er verlor das Gold zwar, an seinen Status konnte dies aber nichts mehr ändern. Als eines der Faces schlechthin bei SmackDown! trat der Deadman als Veteran alter Schule auf, der fortan den aufstrebenden Talenten auf den Zahn fühlte und die Feuertaufe im Ring abhielt.

      Im Windschatten der legendären SmackDown-Six lieferte sich der Undertaker im Herbst ansehnliche Auseinandersetzungen gegen Kurt Angle und Chris Benoit. Ebenfalls fehdete er gegen den aufstrebenden, alles dominierenden Newcomer Brock Lesnar, was in einem blutigen Hell in a Cell Match bei No Mercy gipfelte. Ursprüngliche Pläne sahen vor, dass Lesnar einen sauberen Pinfall-Sieg einfahren sollte, allerdings legte der Undertaker sein Veto ein. Der in seinen Augen zu komtenhafte Aufstieg des Youngsters sollte keineswegs enden, dennoch wollte er Lesnar zumindest etwas zurück auf den Boden der Tatsachen holen. Das Match endete in einem No Contest, doch wie so oft in seiner Karriere brachte der Deadman seinen Kontrahenten durch den Matchverlauf over, nicht durch das Ergebnis. Der Taker bestritt dieses Match mit einem dicken Gips am Arm. Dies war keineswegs nur Kayfabe, denn der Altmeister erlitt tatsächlich einen Armbruch, der zu einer neuerlichen Auszeit nach dem besagten Pay-Per-View führte. Storylinetechnisch wurde der "Deadman Inc." durch einen Wurf von der Stage von The Big Show aus den Shows geschrieben.

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    • Ich fand das WM Match gegen Flair leider nicht so gut. Wie Du schon sagtest, es war mehr ein Brawl. Highlight war natürlich Anderson, dass war so eine Mini-Epic-Moment für mich. Der Spinebuster klatsche aber auch und wurde gefeierte. Und zu David Flair: Ich kann verstehen das er nicht seinen Vater beerben konnte. Curtis Axel ist genau so, man kommt an die alte Garde nicht mehr an. Liegt nicht nur am Talent, wenn man welches hat, sondern auch am späteren Booking. David hat in der WCW Das Psycho Gimmick gut gespielt, aber auch ich sah in ihm nicht das Flair Fire. Ist aber auch nicht schlimm, denke ich.

      Als Heel hatte der Taker ordentlich aufgeräumt, mich wunderte es auch immer wieder das er in der Midcard marschierte. Maven, Jeff Hardy, Rob Van Dam.. nicht gerade die großen Namen, aber der Plan von WWE trug Früchte. An das Match gegen Hogan erinnerte ich mich auch noch, dass wurde auf der DVD richtig fett geschnitten. Der Chokeslam Versuch an Hogan ging richtig daneben und sah einfach schlecht aus.
    • 2002 war wirklich ein sehr komisches Jahr im Main Event. Der Titel wechselte insgesamt sieben Mal: Von Jericho zu Hunter, beim PPV darauf zu Hulk Hogan, beim PPV darauf zum Undertaker, zwei PPVs später zu The Rock, beim PPV darauf zu Brock Lesnar, bei der Series dann zu Big Show und im Dezember zu Kurt Angle. Da war eigentlich keine wirklich "wichtige" Regentschaft dabei, das verpuffte alles viel zu schnell - auch bei Hulk Hogan. Der hat das Gold wohl nur wegen seiner unerwartet großen Popularität bekommen. Bei Judgment Day wollte Hogan angeblich den Titel nicht verlieren, hat dann mal wieder die Diva raushängen lassen und den Chokeslam nicht richtig gesellt. Da gab es dann deutliche Worte vom Undertaker. Ich weiß nicht genau, warum der Taker den Titel gewonnen hat ehrlich gesagt. Eine Belohnung für seine sehr gute Leistung als Heel? Oder doch nur, damit The Rock den Titel später von einem Heel gewinnen kann?

      Wirklich erfolgreich war der Taker als Biker eigentlich nie. Selbst später bei den Brand only PPVs war er nur sehr selten in den Main Events, wobei man aber auch dazu sagen muss, dass es einfach zu jederzeit Akteure gab, die besser performt haben. Wenn er dann aber mal im Main Event hat, hat der Undertaker zumeist abgeliefert. Die besten Matches und Leistungen zeigte der Undertaker während seiner Biker-Zeit sicherlich 2002. Als kleinen Geheimtipp kann ich da das Triple Threat Match gegen Angle und Benoit erwähnen, vom 29. August bei SmackDown.
    • Es gab eigentlich fast nie große Taker Matches, zumindest was sein Wrestling angeht. Er war ein sehr starker Brawler, mit einzelnen Power Moves. Deshalb hat er mich so nicht interessiert. Klar die Streak Matches haben schon was, es gab auch gute PPV Matches (HBK, Angle z.B.). Aber da haben dann auch die Gegner wieder mitgeholfen. Sein Status war damals bei den Fans schon over, nur man bekam nicht das interne mit. Aber der Undertaker gehörte in diese Zeit mit dazu, er hat schon seinen Teil dazu beigetragen. Die Wrestlingjahre zu der Zeit wie 02 bis 06 waren schon richtig geil. Es gab kaum eine Durststrecke, wie 2007 bis 2010. Es war für jeden was dabei, auch wenn es ab und zu ein Fragezeichen gab.

      Als er bei SD wieder zum Face turnte, fand ich die Story gegen McMahon genial. Das Match selbst am Slam war sau schlecht. Nur Punches, viel Blut bei McMahon und dann der Turn von Kane. Aber von den Promos her war das Klasse. Wie das Gesicht von McMahon aussah, als der Undertaker gegen ihn das Buried Alive Match auswählte. Solche Momente, wie diese Mimiken zu der Zeit, hat man doch heute nicht mehr. 0 Gänsehaut, dass fehlt einem schon.
    • Teil 4 - 2003



      Erinnert sich noch jemand an die Zeit, als der Undertaker sein Totengräber-Gimmick überdurchschnittlich lang auf den Friedhof verbannte und sein Unwesen als patriotischer Biker trieb? Über eine Zeit, die von der WWE so gut es geht aus den Geschichtsbüchern ausradiert wurde.

      Nach zwei eher schwachen Jahren als „American Bad Ass“ bekam die neue Undertaker-Persona im Jahr 2002 durch einen durchweg unterhaltsamen Run als Heel noch einmal die Kurve vor der Auffahrt zur Straße Richtung Belanglosigkeit. Seine intensiv, teils brutal geführten Auseinandersetzungen gegen Ric Flair, Brock Lesnar und Co. etablierten den einstigen Totengräber als Striker schlechthin – und als einen wahren Veteranen im Seilgeviert der WWE. Mitte des Jahres 2002 turnte der Undertaker zum letzten Mal in seiner Karriere in einem Ladder Match gegen den populären Jeff Hardy zum Face und wechselte kurz darauf zum SmackDown!-Brand – einen Brand, den der Deadman wie kein zweiter über die Jahre seinen Stempel aufdrücken und nie wieder – zumindest offiziell – verlassen sollte. Um eine legitime Verletzung auskurieren zu können, wurde der Undertaker im Herbst 2002 durch einen Wurf von der Stage von The Big Show aus den Shows geschrieben.

      Die Rückkehr des Undertakers erfolgte als Entry #30 beim Royal Rumble Match 2003. Maven versuchte den Biker wie auch schon im Vorjahr zu eliminieren, doch der Taker hielt sich im Ring und revanchierte sich beim Tough Enough Sieger mit einem Wurf über die Seile – Revanche geglückt. Der Undertaker musste sich letztendlich nur Brock Lesnar geschlagen geben, der den Deadman nach einer Ablenkung vom eliminierten Batista über die Seile befördern konnte.

      Nach diesem unerwarteten Erfolg wandte sich der Undertaker dem Mann zu, der ihn in die angesprochene Auszeit beförderte: The Big Show. Bei No Way Out unterlag der Hüne dem erfahrenen Biker via Submission, doch das letzte Worte war in dieser Fehde noch nicht gesprochen. Big Show bildete zu dieser Zeit ein Tag Team mit A-Train, woraufhin das haarige Powerhouse konsequenterweise in dieser Rivalität mitmischte. Doch anfangs sah es so aus, als würde der Undertaker nicht lange in Unterzahl bleiben. Er nahm einen Mann unter seine Fittiche, der wie gemacht für das Sports Entertainment der WWE zu sein schien: Nathan Jones. 2,10m groß, 155 Kilogramm austrainierte Muskelkraft, dazu einen legitimen Real-Life-Asskicker-Hintergrund und einen angsteinflößenden Look – eine bessere Ausgangslage kann Mann in der WWE gar nicht haben. Eine der größten Erscheinungen der jüngeren Vergangenheit mit einem der größten WWE-Stars aller Zeiten zusammenzubringen erschien mehr als nur erfolgsversprechend. Das Lehrer-Schüler-Gespann sollte bei WrestleMania 19 in einem Tag Team Match auf Big Show & A-Train treffen, doch leider fiel den Verantwortlichen erst nach der Einleitung dieser Storyline auf, dass Nathan Jones eine Qualität nicht mitbringt: Brauchbare In-Ring Arbeit.

      Um es deutlicher zu machen: Nathan Jones konnte im Ring mit mehr oder weniger gar nichts aufwarten, wodurch er für ein WrestleMania Match natürlich völlig ungeeignet gewesen ist. Somit wurde Jones mit einem Backstageangriff der „Full-Blooded Italians“ (Nunzio, Chuck Palumbo & Johnny Stamboli) aus dem Match geschrieben, was wiederum zu einem Handicap-Match auf der größten Wrestling-Bühne der Welt führte: Der Undertaker gegen A-Train & Big Show. Erstmalig drehte sich die gesamte Storyline um die Streak des Takers, die von den beiden Hünen natürlich beendet werden wollte. Ebenso erhielt diese Paarung neben einem Live-Auftritt von Limp Bizkit einen – milde formuliert – patriotischen Anstrich, als der Deadman nach seinem Sieg über A-Train & Show (nach einem Eingriff von Nathan Jones übrigens) mit der amerikanischen Flagge posierte. Der Undertaker widmete diesen Sieg seinen Neffen, der im damalig gerade gestarteten Irakkrieg für die USA in die Schlacht zog. Um die Nathan Jones Geschichte abzurunden: Bei SmackDown! wurde der heutige Schauspieler und Stuntman erneut von der FBI attackiert, da die Verantwortlichen diesen durch und durch grünen Anfänger unbedingt aus den Shows schreiben wollten. Die Karriere des Nathan Jones in der WWE fand alsbald ein Ende.

      Obgleich WrestleMania 19 zu eine der besten Manias aller Zeiten gilt, hat der Undertaker keinen Teil dazu beigetragen. Das lasche, von Restholds geprägte Handicap-Match hatte nichts mit seinen großen Schlachten gegen Triple H und Ric Flair bei WrestleMania X-Seven bzw. WrestleMania X8 gemeinsam – der einstige Deadman fand sich plötzlich im Nirgendwo der Matchcard wieder.

      Das nächste große PPV-Match bestritt der Undertaker, der nach wie vor als Veteran inszeniert wurde, bei Vengeance gegen den jungen, aufmüpfigen John Cena. Nach einem Sieg über Orlando Jordan attackierte Cena diesen unnötigerweise mit einem Stuhl und zog daraufhin den Zorn des Deadmans auf sich, der dem Frischling etwas Respekt einprügeln wollte. Erwähnenswert in dieser Fehde ist gewiss der Disstrack von Cena, den er von einem Friedhof aus performte – und daraufhin dann auch unschön mit einem Grabstein „interagierte“. Nach einer achtungsvollen Leistung unterlag John Cena dem Undertaker. Bereits in diesem Match wurde klar, dass man mit John Cena mittelfristig großes vorhat. Weniger bedeutsam war die neuerliche, langatmige Undercard-Auseinandersetzung gegen A-Train, den die WWE von Zeit zu Zeit immer wieder verzweifelt versucht hat zu pushen, beim SummerSlam. Das Highlight im Aufbau dieser Fehde war sicherlich der Auftritt des Undertakers bei „Jimmy Kimmel Live!“ – und das will was heißen.

      Die Wege des Undertakers und Brock Lesnar sollten sich im Herbst des Jahres 2003 noch einmal kreuzen – bei No Mercy in einem „Bikers Chain Match“ um die WWE Championship. Nachdem sich der Undertaker rund ein Jahr vorher noch weigerte, sich für Lesnar in einem Hell in a Cell Match hinzulegen, unterlag der Deadman dieses Mal dem Meister des F5 mit einem klaren 3-Count Pinfall – allerdings alles andere als sauber. Mr. McMahon, der eine Fehde gegen seine eigene Tochter und SmackDown! General Manager Stephanie McMahon, die mit dem Undertaker sympathisierte, führte und sie schließlich auch beim besagten PPV in einem „I Quit Match“ besiegen konnte (es war noch schrecklicher als es sich vermuten lässt), griff in die Paarung ein und warf den Taker, der sich gerade auf dem Top Rope die Kette sichern konnte und sich um die Hand wickelte, vom obersten Seil herunter, was letztendlich zur Titelverteidigung führte.

      Nach ihrer Niederlage musste Stephanie McMahon als SmackDown! General Managerin zurücktreten. Ihren Platz übernahm ein alter Bekannter: Intim-Feind Paul Heyman! Der Kopf hinter der ECW setzte sogleich ein Handicap Match zwischen dem Undertaker auf der einen und Brock Lesnar & Big Show auf der anderen Seite an. Sollte der „American Bad Ass“ gewinnen, könne er sich einen x-beliebigen Gegner für die anstehende Survivor Series aussuchen. Trotz aller Widrigkeiten (Paul Heyman ließ das Handicap-Match gleich drei Mal neu starten, um einen Sieg des Bikers zu verhindern) konnte sich der Undertaker durchsetzen und forderte nach den Taten bei No Mercy ein „Buried Alive Match“ gegen Mr. McMahon. Mit freundlicher Unterstützung von Kane willigte Paul Heyman widerwillig ein.

      Trotz aller Entschuldigungen musste der Chairman der WWE beim traditionsreichen Survivor Series Pay-Per-View gegen den Undertaker in den Ring steigen – und erneut stellte Vince McMahon seine Nehmerqualitäten unter Beweis. Nach einigen Schlägen blutete der WWE-Boss derartig stark, dass sich der Undertaker sicherlich gefragt haben muss, ob es diesen Lebend-Begraben-Quatsch überhaupt noch braucht – Vince wäre durch das Verbluten so oder so draufgegangen. Nach einem einseitigen Brawl näherten sich die beiden dem vermeintlichen Grab. Alles sah nach einem sicheren Sieg für den Undertaker aus, bis auf einmal sein Halbbruder Kane auftauchte und überraschend gegen sein Fleisch & Blut turnte! Die „Big Red Machine“ beförderte den Undertaker in das Grab und Mr. McMahon entlud den Sand von der Schaufel des Baggers.

      Der Undertaker wurde lebendig begraben – und mit ihm sein „American Bad Ass“ / „Big Evil“ Gimmick: Das „Buried Alive Match“ stellt den letzten Auftritt des Deadmans als Biker dar. Rund ein halbes Jahr später, bei WrestleMania 20, tauchte der Undertaker für sein Match gegen Kane wieder als klassischer Deadman mit Paul Bearer an seiner Seite und einer aufgefrischten Version der „Graveyard Symphony“ als Theme Song auf. Fortan wurden die Jahre 2000 bis 2003 des Undertakers in sämtlichen historischen Rückblicken der WWE weitestgehend verschwiegen – schaut man sich nicht gerade ein DVD-Set über die WrestleMania-Streak an. Ich kann nachvollziehen, warum die WWE nie wieder auch nur ein Wort über die „American Bad Ass“ Zeit verloren hat: Diese Phase hat gewiss etwas von der Mystik des Undertaker-Charakters genommen und ihn mehr oder weniger zu einem „normalen“ Wrestler, der schon lange dabei ist, verwandelt. Aus geschäftlicher Sicht ist die Rückbesinnung auf das Totengräber-Gimmick mehr als nur verständlich gewesen. Trotzdem fühlen sich diese 3½ Jahre „American Bad Ass“ surreal an – wie ein ausradiertes Kapitel der WWE-Geschichte, über das niemand mehr sprechen soll.

      Die Beweggründe für diesen krassen Gimmick-Wechsel wurden nie offengelegt. Angeblich verlangte Mark Calaway selbst diese Änderung seines Auftretens – und erkannte dann relativ schnell, dass es vielleicht doch keine so gute Idee gewesen ist. Oftmals wirkte der Undertaker als „American Bad Ass“ nur wie eine historisch bedingte Pflichtzugabe der WWE. Auf der anderen Seite gab es einige eindrucksvolle Matches und Momente mit dem Biker-Taker. Wäre der Mann solch eine große WWE-Legende geworden, hätte man das „American Bad Ass“-Gimmick einfach weitergeführt? Wahrscheinlich nicht. In seinem zweiten Run als Deadman mutierte der Undertaker zu einem Ausnahme-Big-Man, der neben seinen mehrfach erwähnten Brawler-Fähigkeiten auch MMA-ähnliche Submission Manöver in sein Repertoire aufnahm und so agil wie nie im Ring wirkte. Fast all seine großen Klassiker entstanden in den Jahren 2006 bis 2011 – und haben dazu beigetragen, dass die Biker-Zeit des Undertakers noch schneller verblasste, als die Haut seiner Gegner, wenn der Deadman wieder einmal seine Augen in den Kopf drehte.

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    • Schöner letzter Teil von der Taker-Saga. Irgendwie bringst Du es sehr gut auf dem Punkt. Der Biker Taker war nicht die große historische Epoche des Takers. Es gab keinen WrestleMania Klassiker und selbst schien das Gimmick erst beim SmackDown Run funktionieren.
      Jetzt, wo die Karriere des Deadmans vorbei ist, wirkt diese Zeit des Bad Ass noch surrealer. Es war aber wichtig, um den Ur-Taker wieder zu erschaffen, wie es ihn bis 1997 gab. Die Jahre 1998/99 waren teilweise zu edgy, weg vom guten Geschmack und haben das Gimmick des Takers auch in einen sehr obskuren Rahmen gestellt.
      Die Reformierung des Takers brachte uns nach 2004 tolle Geschichten mit Shawn Michaels, Batista & Edge.

      Dennoch...mir gefiel der Bad Ass Taker von 2002/03 gut, davor war es wohl auch dem Undertaker geschuldet, dass es einfach nicht klappte.
    • Gut Abrundung zum Schluss. Aber ich will sein Gimmick auch nicht missen, es war einfach eine Abwechslung. Die wird der Undertaker auch gebracht haben. Ich bin auch kein Fan davon, dass WWE immer etwas verschweigen muss. Das Gimmick gab es und Ende. Es ist ja nicht so, dass alles schlecht war. Aber es war auch richtig, dass er wieder das alte Gimmick bekam. Auch wenn es doof aussah, wieder plötzlich der Deadman zu sein. Doch dafür wurden wird ja unterhalten. Mit dem Gimmick muss / musste er einfach seine Karriere beenden. Nur so kannten ihn auch die alten Fans. Zwar litt mit der Zeit immer die Matchqualität nach, aber das hat er sich selber zuzuschreiben.

      Ich wäre dafür die Kolumne irgendwie anders noch zu würdigen, praktisch als ganzer Post.
    • Ich bin - wie ihr vielleicht an meinem Avatar erkennt :D - ein absoluter ABA Mark. Ich fand das ganze Auftreten damals einfach so cool, das hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt. Er wirkte immer sehr dominant, ihm war alles gleichgültig und wie er dann immer die Nearfalls noch unterbrochen hat - das war alles schon sehr beeindruckend für mich damals. Objektiv betrachtet gab es da jetzt nicht viele Highlights, aber man kann sich auch einmal davon freimachen und einfach das große Ganze betrachten. Und das war ganz gelungen in meinen Augen. Es passte auch gut in die Zeit rein finde ich, denn die Post-Attitude-Zeit war geprägt von realitätsnahen, teils bodenständigen Gesichtern, die keine ausgefallenen Gimmicks besaßen. Eine runde Sache.

      Aber ich muss auch gestehen: Bei WrestleMania XX war die Deadman-Rückkehr schon genial gemacht. Diese Persona haben die Leute einfach vermisst. Gar kein Vergleich zum American Badass oder Big Evil.

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