Random Thoughts #2 - Das Royal Rumble Match 2017

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    • Random Thoughts #2 - Das Royal Rumble Match 2017

      Hinweis: Dieser Text enthält möglicherweise Spoiler.

      Das Royal Rumble Match 2017 wird mit dem wohl prominentesten Line-Up aller Zeiten aufwarten können. Bill Goldberg, Brock Lesnar, Chris Jericho, Seth Rollins, Randy Orton, The Undertaker – diese Namen bilden nur die Speerspitze eines durchweg mit Main Eventern, Upper Cardern und wichtigen Tag Team / Stable Mitgliedern besetzten Teilnehmerfeldes. Noch nie in der WWE-Geschichte gab es solch ein großes Aufeinandertreffen zwischen den ehemaligen Top-Stars der 90er und 00er und der aktuellen, nach wie vor nicht so ganz angekommen zu scheinenden Vollzeit-Garde. Von potentiellen Überraschungsteilnehmern wie Kurt Angle oder Call-Ups von Größen wie Samoa Joe möchte ich gar nicht erst anfangen. Klingt aufregend? Wird es auch, definitiv. Die Show dürfte bombastisch werden, die Stimmung einsame Spitze.

      Investiert jeder aber einmal ein paar Minuten Denkfleiß in dieses Match, wird einem schnell klar werden, dass jeder potentiell in Frage kommende Sieger nicht wirklich zufriedenstellend erscheint – hält man sich vor Augen, wie die WWE in den letzten Jahren ihre Shows schreibt und ihre Superstars bookt. Wirklich niemand möchte einen in die Jahre gekommenen Altstar unter Konfettiregen vor dem omnipräsent an der Decke hängenden WrestleMania-Logo jubeln sehen. Während Goldberg und Brock Lesnar als relativ unwahrscheinlich gelten, da ihr insgesamt drittes Aufeinandertreffen für WrestleMania zumindest inoffiziell bereits in trockenen Tüchern zu sein scheint, rechnet man dem Undertaker reelle Chancen auf den Sieg zu. Natürlich hat der Mann DIE WWE-Vorzeigekarriere vorzuweisen – einen Rumble-Sieg als Aufhänger für ein weiteres, spannungsarmes WrestleMania-Match braucht er aber ganz bestimmt nicht.

      Ein weiterer potentieller Anwärter auf ein World Title Match bei WrestleMania ist Braun Strowman – vermutlich der einzige Mann, der einen konsistenten, halbwegs durchdachten Aufbau genießt. Hand aufs Herz: Wärt ihr wirklich zufrieden damit, wenn sich Strowman gegen 29 andere Superstars durchsetzen würde? Ja? Super, dann vermiese ich euch die Vorfreude. Der typische Weg eines durchschnittlichen „Monsters“ in der WWE läuft folgendermaßen ab: Debüt mit Monster-Push, Niederlage gegen Top-Babyface auf großer Bühne, eventuell einen zweiten Monster-Push in einem anderen Brand samt Titelgewinn, erneute Niederlage(n) gegen ein Top-Babyface, dann entweder Tag Team, Midcard und / oder Comedy-Schiene. Beispiele? Mark Henry und The Great Khali – und die beiden haben ihre Sache gar nicht so schlecht gemacht. Letztendlich will ich Braun Strowman aber nicht als Royal Rumble Gewinner sehen, da sich die WWE mittlerweile im x-ten Jahr ihrer wenig verhoffnungsvoll scheinenden Mission „Bring Roman OVER!!!“ befindet – und man den besten Big Man seit etlichen Jahren Reigns wohl zum Fraß vorwerfen möchte. Dann wäre Braun aber immerhin Face, das hätte auch was…

      Gute Karten sollen auch der wiedergenesene Finn Balor sowie NXT-Star Samoa Joe haben. Während mir der von 0-auf-100-Push von Balor noch relativ gut gefallen hat, kam die Wochen darauf aber eher Ernüchterung auf: Sein ach so teuflisches Dämonen-Alter-Ego war einfach nur „da“, in Sachen Gimmick und Erklärung kam da überhaupt nichts. Zusammen mit seinen eher mittelmäßigen Skills am Mikrofon wäre Balor wohl ohne Verletzung als Universal Champion gnadenlos untergegangen. Samoa Joe hingegen wäre tatsächlich eine Lösung, mit der ich mehr oder weniger leben könnte: Der Kerl hat den Look, Charisma und Talent in Überfluss, um als angsteinflößende, umherkämpfende Submission-Machine für Angst und Schrecken zu sorgen. Ihn könnte man beim „casual“ Publikum, insofern die WWE jenes überhaupt noch bedienen möchte, viel schneller etablieren als einen im wahrsten Sinne des Wortes blassen Finn Balor, der eigentlich immer noch bei null steht.

      Nach all den Monaten und Jahren voller Altstars im Main Event wirkt es verdammt schwierig, einen wirklich akzeptablen Sieger des Royal Rumbles Matches 2017 zu finden. Ich hoffe inständig, dass man diesen Posten jemanden aus dem Vollzeit-Roster überlässt, da sie es sich verdammt nochmal verdient haben. Nur wer hat das Standing und das Potential dafür? Dies ist der große Contra-Punkt an diesem Match, das ansonsten durch die immense Starpower und die Unvorhersehbarkeit nur zu überzeugen scheint.

      Wen habt ihr als Royal Rumble Winner und World Title Contender bei WrestleMania ins Auge gefasst? Habt ihr einen Namen auf Lager, der euch zu 100% und bedingungslos gefallen würde? Lasst es mich wissen, vielleicht bin ich auch absolut auf dem Holzweg.
    • Es gäbe für mich nur 2, die es in diesem Jahr verdienen würden den Rumble zu gewinnen. Das sind Braun Strowman und Chris Jericho, weil:

      - Braun Strowman ist ein frischer und neuer Charakter, der einen konsequenten Push genossen hat. Er hat sich Monat für Monat stark entwickelt und ist ein glaubhaftiges Monster, was sich auch am Mikrofon äußern kann. Natürlich teile ich Deine Sorge, dass er irgendwann tanzend um Ring steht und an die Fans Kuscheltiere verteilt. Beispiele hatten wir schon genug. Man kann nur hoffen, dass WWE in der Sache gelernt hat. Wenn man ihn wie einen Big Show aufbaut, zur 2000er Zeit, wäre das einfach optimal. Man braucht irgendwann einen Giant als Nachfolger, bei Strowman sehe ich einfach das Potenzial. Und ein Sieg im Rumble Match, was kann es nicht besseres geben als in der aktuellen jungen WWE Karriere?

      - Ich war noch nie ein Fan von Chris Jericho, alleine in der WCW hab ich ihn gehasst. Nur jetzt ist Jericho in einer hohen Phase, die man für einen Rumble und WM stark ausnutzen kann. Die Story mit Owens wird an WM Enden, wieso nutzt man das nicht für einen "emotionalen" WM Main Event? Vorallem haben Owens und Jericho jeweils einen Titel, da soll man nicht so tun als hätte man keinen Stoff für ein großes Finale. Mehr kann man doch für so ein Match nicht haben. Immer noch besser, als ein belangloser Main Event gegen Reigns.
    • Ich werde ja nach dem Royal Rumble wieder mit dem aktiven WWE gucken einsteigen, hab mir zuletzt mal eine Auszeit gegönnt.
      Auf jeden Fall ist der Royal Rumble der spannendste PPV des Jahres. Aber heuer kann ich mir keinen Reim machen. Ich würde mir ja einen Überraschungssieg wünschen. Warum nicht einfach Daniel Bryan den Moment des Jahres gewähren in dem er überraschend die wichtigste Wrestling Battle Royal für sich entscheidet? Oder was wäre das für ein Moment, wenn Shawn Michaels überraschend returned und sich damit sein Ticket für WrestleMania sichert?
      Aber das alles ist doch eigentlich BS! Die WWE sollte den Royal Rumble nützen, um mal wieder einem unverbrauchten Gesicht einen großen Spot zu geben, ohne das dieses Gesicht schon zu over ist aber auch schon über ein gewisses Standing verfügt. Man sucht eigentlich den typischen Midcarder mit Drang zum Main Event. Wer bleibt da? Bray Wyatt? Dann wird es auch wirklich schon knapp. Denn wie man einen Strowman als Rumble Sieger tippen kann? Der Kerl ist weniger talentiert als Rusev und Co. Für mich ein 80er Jahre Worker und nicht dem legendären Hillbilly Jim unähnlich. ;)
    • Dann mal meine Random Thoughts zum Rumble 2017

      Wenn man nach dem Credo "verdient" geht, dann ist es klar das Lesnar, Goldberg und der Undertaker rausfallen. Alles Männer mit großen Karrieren, aber mit einem bis fünf TV-Matches im Jahr kann man nicht wirklich davon sprechen das man sich den Sieg in so einem wichtigen Match verdient habe.
      Das gilt für mich dann auch für NXT Call Ups wie Finn Balor oder Samoa Joe. Beide kann ich mir als zwar als Sieger vorstellen, aber nicht vor 2018. Sie sollten sich erst mal ihren Mania Platz durch Leistung im Main Roster verdienen, NXT darf dafür in meinen Augen kein Maßstab sein.

      Dann bleibt die Frage wen man als Fan sehen will, wo für mich das Problem mit Braun Strowman folgt. Ja, er ist als Monster over gekommen, aber ist er wirklich jemand den der gelegentliche WWE Zuschauer als Top Star sieht? Jemand für dann man bis zum letzten WrestleMania Match am TV bleiben will? Für mich jedenfalls nicht, dafür hat man seine Storyline mt Sami Zayn viel zu lange gezogen. Er hätte längst eine Story mit den Top Faces Rollins oder Reigns (die Ironie ist mir bewusst) haben müssen um als wirkliche Bedrohung akzeptiert zu werden. Jetzt würde ein Rumble Gewinn ihm sogar eher schaden weil damit einer sicheren Niederlage bei Mania entgegen gehen würde, denn das Standing für einen Sieg hat er schlicht noch nicht. Ob er sich dann davon erholen würde wäre die nächste Frage, wie von Pokusa schon richtig ausgeführt wurde.

      Doch wer ist nun jemand der sich den Sieg mit seiner Arbeit im letzten Jahr verdient hätte und den das Publikum gerne als Sieger sehen würde? Ich denke Leute wie Ambrose, Rollins, Miz oder die New Day kann man ausschließen. Hatten alle ein tolles Jahr, aber für den Sieg im Rumble wird es nicht reichen, sei es wegen des Standings oder wie in Rollins Fall da einfach eine andere Story auf der Hand liegt.

      Für mich gibt es demnach zwei Leute die ich gerne als Rumble Sieger sehen würde und bei denen ich es für nicht gänzlich unrealistisch halte.
      • Chris Jericho: Hätte es verdient weil er seit so vielen Jahren immer abliefert und 2016 sein vielleicht bestes Jahr aller Zeiten hatte (nur 2008 kommt da ran). Das Problem welches ich hier sehe ist nur, dass sein WrestleMania Gegner mit KO schon vorgezeichnet ist und mir der Glaube fehlt dass Owens den Universal Titel bis dahin halten darf.
      • AJ Styles: Zweifelsfrei der MVP des letzten Jahres, ich kann mich an kein schlechtes Match von ihm erinnern, am Mic wurde er immer besser und mit den siegen gegen John Cena hat er sich in der Nahrungskette ganz oben platziert. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er am Sonntag zunächst seinen Titel an Cena verliert und später am Rumble teilnimmt und diesen dann noch gewinnt. Problem daran wäre natürlich das es dann bei Mania ein weiteres Mal Cena vs. Styles heißen könnte oder Johnny seine Recordtying Regentschaft nach nur zwei Wochen bei Elimination Chamber schon wieder beenden muss um Platz für Styles Gegner zu machen.
      Trotzdem schön das es mal wieder einen Rumble gibt bei dem man nicht schon vier Wochen vorher problemlos den Sieger vorher sagen kann.
    • Der Rumble wird noch Spannung erhalten, wenn die Title Matches vorbei sind. Ich bin mir eigentlich sicher, dass Reigns und Styles gewinnen werden. Weil wenn Cena 16facher Champion werden soll, so will WWE diesen Moment an WM festhalten wollen.

      Die kommende Chamber wird für WM aber den letztendlichen Deckel drauf geben. Dort wird sicher ermittelt, wer gegen wen an WM antreten wird.

      Am Ende wird der Sieger einfach Ellsworth heißen!
    • Ich finde es etwas unglücklich von der WWE, dass die Elimination Chamber um die WWE Championship vor dem Rumble angekündigt wurde. Es ist glasklar, dass sowohl Cena als auch Styles daran teilnehmen werden, von daher schwächt es schon etwas diese eigentlich wichtige Paarung beim Rumble PPV. Jetzt ist der Sieger eigentlich relativ "egal", da der Unterlegene sowieso eine neuerliche Chance direkt beim nächsten PPV bekommen wird. Taktisch unklug.
    • @Venom, ist 2016 wirklich das Jahr von Y2J gewesen? Ich kann ihn leider nicht mehr sehen. Sein Auftreten, das wirkt schon sehr in die Jahre gekommen und dann noch als Sidekick von Kevin Owens...ich denke der bald 50-jährige Chris Jericho sollte auch akzeptieren, dass seine Karriere langsam aber doch enden sollte.
      Das einzige was ihm gelungen ist, ist die Neuerfindung seines Charakters, aber ob die sooo gut war? Schwierig zu beurteilen.
    • Das mit Chamber Ankündigung stimmt natürlich, ich freu mich aber trotzdem auf das Match. Zumeist ist das auch immer ein cooles Match.

      @ViRus dann sind wir in dem Fall wohl tatsächlich mal gänzlich anderer Meinung ;) Für mich gibt es eigentlich nichts was an Jerichos Auftreten in die Jahre gekommen wirkt. Gut das er keine Matches wie vor 15 Jahren mehr worken kann steht außer Frage, aber sonst?
      Kevin Owens ist für mich einer der besten am Mikro, aber neben Chris wirkt er seit Monaten wie die zweite Geige, ich sehe den Sidekick hier genau auf der anderen Seite. Das liegt natürlich auch daran das WWE Owens als Champion auch schwach booked, keine Frage, aber unterm Strich glaube ich das auch mit einem stärkeren Champion Chris Jericho derjenige wäre, der das Duo trägt.
    • Jericho blüht wirklich total auf. Er hat die Massen im Griff wie kein zweiter und hat über die Monate die verrücktesten Dinge, gar einfache Wörter over gebracht. Seinen Run finde ich sehr beeindruckend, er hat allerdings auch viel kreatives Mitspracherecht wie er in seinen Podcasts andeutet.
    • Gibt es eigentlich diese Creative Control überhaupt noch? In der WCW gab es immer den Kampf über den Status, wurde etwas Still um das Thema.

      Owens ist meiner Meinung nach untergegangen, neben Jericho. Ich kann Owens einfach nicht ernst nehmen und ist eher zum Witz mutiert, als zu einem Bad Ass Champion.
    • ich denke nicht das Jericho die selbe creative control hat wie Nash oder Hogan seiner Zeit. Bei ihm dürfte es eher darum gehen sich zum Beispiel nicht an die Wort für Wort vorgeschriebenen Promos halten zu müssen, wie es andere tun. Das merkt man ja schon alleine daran wie routiniert und trotzdem locker er wirkt, im Vergleich zum Rest des RAW Rosters.
      Aber selbst wenn er mehr Freiheiten, bzw. Entscheidungsgewalt hätte, würde ich in ihm zutrauen zu wissen was das richtige für das Produkt ist und nicht nur für ihn.

      Umso mehr würde ich ihm den Rumble Sieg jetzt noch gönnen, das würde seiner Karriere das letzte große Highlight geben, das ihm noch fehlt.
    • Noch gar keine Meinungen zum Royal Rumble?
      Also ich muss sagen, dass ich während des Rumble Matches auch ehrlich gesagt Chris Jericho den Sieg immer mehr gegönnt hätte. Es wäre auch wirklich eine feine RAW Story geworden. Jericho, der wieder die Lust auf das Gold hat. Das Match gegen Owens wäre auch wirklich ein würdiger Fight um den RAW Titel geworden.
      Unterhalten hat mich Jericho im Rumble wirklich am ehesten.
      Der Rest war enttäuschend. Der Sieger eine gute Wahl, aber keine mutige Entscheidung. Da wäre mir ein Ambrose gerade sehr recht gekommen. Denn Cena vs. Ambrose hätte auch eine gute WrestleMania Story werden können. So hoffe ich darauf, dass John den Titel in der Chamber abgibt damit wir nicht Cena vs. Orton beim Rumble bekommen. Randy ist ja noch immer jünger als einige Newcomer, aber in der Wyatt Family gefiel er mir überhaupt nicht mehr.
    • Ich fand den Pay-per-View an sich ziemlich gut. Owens/Reigns und Cena/Styles waren wirklich gute Matches. Auch Bayley/Charlotte war ein gutes Match, obgleich ich das Finish etwas plötzlich und wenig aus dem Nichts fand.

      Der Rumble selbst war dann mit Blick auf die Erwartungen doch enttäuschend, das muss man ehrlich zugeben. Strowman gefiel mir gut, auch Jerichos Story war ganz nett und Dillinger an #10 war zwar zu erwarten aber trotzdem ein cooler Moment.
      Das Ende fiel leider etwas flach. Lesnar, Goldberg und Taker binnen vier Startnummern und wie schnell Lesnar und Goldberg dann auch noch eliminiert wurden war schon fast dreist, wenn man bedenkt wie groß man das Trio angekündigt hat. Zu Roman Reigns als #30 muss man wohl nichts mehr sagen.

      Mit Orton als Sieger kann ich leben, gehe jetzt eben stark davon aus das Bray Wyatt die Chamber gewinnen wird, das Match der beiden ist für mich die logische Konsequenz aus dem booking. Randy hat jetzt Harper und Wyatt entzweit und bei Mania holt er sich den Titel von Bray.
      Was Cena und Styles dann bei Mania machen ist dann eine andere Frage.